Patientensicherheit und Infektionsschutz mit 1,6 Millionen Euro gefördert

19. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Schutz vor gefährlichen Krankenhauskeimen steht im Vordergrund“ / Nordrhein-Westfalen fördert deutsch-niederländisches Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz mit 1,6 Millionen Euro

„Es kann nicht sein, dass man kränker aus einem Krankenhaus herauskommt als man hineingegangen ist. Deshalb ist es mir außerordentlich wichtig, dass wir von unseren Nachbarn lernen und insbesondere in Sachen MRSA auf beiden Seiten der Grenze zu einheitlichen Standards kommen", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Mit 1,6 Millionen Euro fördert Nordrhein-Westfalen ein deutsch-niederländisches Gemeinschaftsprojekt zum Schutz vor Infektionsgefahren, beispielsweise durch Krankenhauskeime mit Antibiotikaresistenzen (MRSA).

„Es kann nicht sein, dass man kränker aus einem Krankenhaus herauskommt als man hineingegangen ist. Deshalb ist es mir außerordentlich wichtig, dass wir von unseren Nachbarn lernen und insbesondere in Sachen MRSA auf beiden Seiten der Grenze zu einheitlichen Standards kommen.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (19. November 2009) in niederländischen Enschede zum Auftakt des euregionalen Netzwerks „EurSafety Health-net“ für Patientensicherheit und Infektionsschutz.

Insbesondere mache es ihm Sorgen, so der Minister, dass der Anteil der Patienten, die sich bei einem Krankenhausaufenthalt mit MRSA infizieren, in Deutschland erheblich höher liege als in den Niederlanden. Dies habe ganz praktische Folgen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen: „Trotz langer Wartelisten in ihrer Heimat scheuen niederländische Patienten oft aus Angst vor einer MRSA-Infektion eine Facharzt- oder Krankenhausbehandlung auf deutscher Seite. Und niederländische Kliniken wollen keine deutschen Ärzte oder Krankenschwestern beschäftigen, weil sie Sorge haben, dass MRSA eingeschleppt werden.“

Dabei könne die Qualität der ambulanten und stationären Versorgung gerade im dünn besiedelten deutsch-niederländischen Grenzgebiet durch grenzüberschreitende Angebote verbessert werden, sagte Laumann, der selbst aus einer grenznahen Region im Münsterland stammt. Gerade durch die zunehmende medizinische Spezialisierung könne ein gutes und kostengünstiges Angebot nur bei einem großen Einzugsgebiet gewährleistet werden.
Im Rahmen des Projektes soll in den kommenden fünf Jahren entlang der deutsch-niederländischen Grenze ein euregionaler Qualitätsverbund aus Krankenhäusern, Arztpraxen, Gesundheitsämtern, Krankenkassen und anderen Beteiligten des Gesundheitswesens aufgebaut werden. Ziel sind beispielsweise vergleichbare Qualitätsstandards zur Bekämpfung der Krankenhauskeime, Fortbildung des Gesundheitspersonals zu Themen wie „Hygiene“ und „Antibiotikaeinsatz“ sowie der Aufbau eines grenzüberschreitenden Frühwarnsystems für besonders gefährliche Keime.

Projektleiter ist auf deutscher Seite das Institut für Hygiene der Universität Münster, auf niederländischer die Universität Twente. Das Projekt wird in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 8,1 Millionen Euro gefördert. Neben Nordrhein-Westfalen beteiligen sich die EU, das Land Niedersachsen und die niederländischen Provinzen Overijssel, Gelderland und Limburg an der Finanzierung.
Weitere Infos zum Projekt „EurSafety Health-net“ unter www.eursafety.eu

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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