Land fördert weltweit erstes voll funktionsfähiges Kunstherz

30. März 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Projekt ‚ReinHeart’ verspricht endlich begründete Hoffnung für Herzpatienten!“ / Land fördert weltweit erstes voll funktionsfähiges Kunstherz mit 1,9 Millionen Euro

Mit dem Kunstherz „ReinHeart“ will Nordrhein-Westfalen weltweit Maßstäbe setzen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat den offiziellen Startschuss für das Projekt gegeben, das vom Land mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert wird.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Mit dem Kunstherz „ReinHeart“ will Nordrhein-Westfalen weltweit Maßstäbe setzen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat heute den offiziellen Startschuss für das Projekt gegeben, das vom Land mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert wird.

„‚ReinHeart’ wird neue medizinische Maßstäbe setzen. Erstmals können Menschen, die an einer chronischen Herzschwäche leiden, auf eine dauerhaft verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit hoffen – unabhängig von der ungewissen Hoffnung auf eines der viel zu knappen Spenderherzen.“ Das sagte Gesundheitsminister Laumann heute (30. März 2010) am Herz- und Diabeteszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen bei der Übergabe der Förderbescheide an die Projektverantwortlichen.

„ReinHeart“ – so Minister Laumann weiter – habe gegenüber anderen Versuchen mit Kunstherzen eine Reihe von Besonderheiten: „Zum einen wird es so klein sein, dass es problemlos in jeden Menschenkörper passt. Bisher waren Kunstherzen für viele Menschen schlicht viel zu groß. Und es soll gut verträglich sein und so langlebig, dass die Patienten es viele Jahre im Körper tragen können.“

Das Projekt „ReinHeart“ mit der offiziellen Bezeichnung „Entwicklung eines voll implantierbaren miniaturisierten Kunstherzens“ wurde maßgeblich von dem international renommierten Herzspezialisten Prof. Dr. Reiner Körfer ins Leben gerufen, dem ehemaligen Leiter des Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen.

Minister Laumann: „An diesem visionären Projekt arbeiten die besten Medizintechniker und Chirurgen Nordrhein-Westfalens Hand in Hand.“ Projektleiter ist Prof. Dr. Thomas Schmit-Rode vom Institut für Angewandte Medizintechnik der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Projektpartner ist die mecora Medizintechnik GmbH in Aachen.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt erhält neben der Landesförderung in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro weitere rund 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Der Projektträger übernimmt rund 500.000 Euro; daraus ergeben sich Gesamtkosten von rund 4,8 Millionen Euro.

Das Projekt „Entwicklung eines voll implantierbaren miniaturisierten Kunstherzens“ ist mit das größte von 33 Siegerprojekten im Wettbewerb „Med in.NRW – Innovative Gesundheitswirtschaft“. In diesem größten Wettbewerb des Landes im Rahmen des NRW-EU-Ziel2-Programms sind im Jahr 2008 insgesamt 235 Beiträge eingereicht worden. Innerhalb von fünf Jahren stehen bis zu 70 Millionen Euro aus Mitteln der EU, des Landes, der Kommunen und privater Partner für die Umsetzung zur Verfügung.

Hinweis für Journalisten:
Ansprechpartner für detaillierte journalistische Nachfragen zum Projekt „Entwicklung eines voll implantierbaren miniaturisierten Kunstherzens“ ist Dr.-Ing. Ulrich Steinseifer (RWTH Aachen), Tel. 0241 / 8088762

Einige Zahlen und Fakten:

  • Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist die Zahl der Patienten mit chronischer Herzschwäche („Herzinsuffizienz“) in den letzten Jahren stetig angewachsen.
  • In Europa liegt die Häufigkeit dieser Erkrankung zwischen ein und zwei Prozent der Gesamtbevölkerung.
  • Im Jahr 2008 konnten in Deutschland lediglich 366 Herzen transplantiert werden, wobei insgesamt 1.026 Patienten auf eine lebensrettende Organtransplantation warteten.
  • In Europa starben 2007 etwa zehn Prozent der Patienten auf der Warteliste zur Herztransplantation.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.