Potenzialberatung schafft Arbeitsplätze

18. Juni 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Potenzialberatung schafft Arbeitsplätze“ / „Moderne Arbeit – Wettbewerbsfähige Betriebe“ in Rheine

„Die Globalisierung verlangt von unseren Unternehmen ein Höchstmaß an Flexibilität, Innovationsfähigkeit und Entwicklungsbereitschaft. Gerade kleine und mittlere Betriebe sind aber oft viel zu stark in das Alltagsgeschäft eingebunden, um strategische Entwicklungsprozesse in die Wege zu leiten“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bei seinem Besuch der Firma Lammers in Rheine.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Die Globalisierung verlangt von unseren Unternehmen ein Höchstmaß an Flexibilität, Innovationsfähigkeit und Entwicklungsbereitschaft. Gerade kleine und mittlere Betriebe sind aber oft viel zu stark in das Alltagsgeschäft eingebunden, um strategische Entwicklungsprozesse in die Wege zu leiten“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bei seinem Besuch der Firma Lammers in Rheine am Donnerstag (18. Juni 2009). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Moderne Arbeit – Wettbe­werbsfähige Betriebe“ überzeugte sich Minister Laumann vom Erfolg der vom Arbeitsministerium angebotenen Potenzialberatung für kleine und mittlere Unternehmen.

Die Potenzialberatung kommt bei den Unternehmen sehr gut an – jähr­lich nehmen landesweit rund 2.000 Betriebe mit insgesamt mehr als 60.000 Beschäftigten daran teil. „Die Firma Lammers hat die Beratung zwischen April und September vergangenen Jahres genutzt, und zwar mit einem tollen Ergebnis“, so Laumann. Seitdem – aber nicht nur wegen der Beratung – ist die Zahl der Beschäftigten bei Lammers von 68 auf 74 gestiegen.

Durch die Optimierung der Schnittstellen und die teilweise Neuregelung von Verantwortlichkeiten wurde das stark gewachsene Unternehmen an die aktuellen Entwicklungen angepasst, um auch zukünftig den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Das besondere Ausbildungs­engagement des Unternehmens rundet dieses Bild ab: Lammers be­schäftigt 14 Auszubildende (dies entspricht einem Anteil von fast 19 Prozent aller Beschäftigten) und kümmert sich schon heute um den Nachwuchs von morgen.

Die Potenzialberatung ist zugeschnitten auf kleine und mittlere Betriebe, die älter als fünf Jahre sind und weniger als 250 Beschäftigte haben. Die Beratung nimmt den Betrieb als Ganzes in den Blick: Unter Beteiligung der Beschäftigten ermittelt ein erfahrener Berater Stärken und Schwächen des Unternehmens und entwickelt mit ihnen daraus einen verbindlichen Handlungsplan zur Optimierung der betrieblichen Struk­turen und Abläufe. Bezuschusst werden Beratungstage mit 50 Prozent der Kosten, maximal 500 Euro pro Beratungstag.

Minister Laumann: „Gerade Klein- und Kleinstbetriebe mit bis zu fünf Beschäftigten - im Münsterland sind das rund 23.000 (entspricht rund 60 Prozent) - sollten die Chancen nutzen, die ihnen die Potenzial­beratung bietet. Aus diesem Grund haben wir die Rahmenbedingungen zur Inanspruchnahme der Förderung seit dem 1. April 2009 weiter ver­einfacht“. Unternehmen können einen Beratungsscheck nutzen, um kurzfristig und sehr unbürokratisch mit Hilfe einer Unternehmensbe­ratung in die Bearbeitung betrieblicher Themen einzusteigen. Die Bera­tung kann zwischen einem und fünfzehn Tagen dauern und in zwei Schritten erfolgen. Voraussetzung ist, dass die Betriebe sich zuvor bei einer von rund 100 Beratungsstellen in Nordrhein-Westfalen beraten lassen.

„Der erste Schritt kann klein sein, aber er ist wichtig! Unternehmen und Beschäftigte, die sich gemeinsam mit der Potenzialberatung auf den Weg machen, lernen schnell die Vorteile und den Nutzen der Beratung kennen“, sagte Minister Laumann. Kosten können gesenkt, Umsätze erhöht, die Marktposition gefestigt und die Innovationsfähigkeit erhöht werden. Und das ist nur die eine Seite der Medaille!

„Ganz nebenbei“ können das Miteinander und das Lernen im betrieb­lichen Veränderungsprozess die Arbeitszufriedenheit, die Gesundheit der Beschäftigten und das Klima im Unternehmen verbessern. Mittel- bis langfristig können Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen und das Unternehmen am nordrhein-westfälischen Standort gehalten und entwickelt werden. Minister Laumann: „Es geht darum, dass die Unter­nehmen und die Arbeitsplätze hier in Nordrhein-Westfalen bleiben!“

Im Münsterland wurden seit 2000 insgesamt 1.736 Potenzialberatungen durchgeführt – im Jahr 2008 allein 260. Das Arbeitsministerium unter­stützte dies gemeinsam mit der Europäischen Union mit insgesamt rund 8,1 Millionen Euro (allein in 2008 mit einer Million). Landesweit haben im gleichen Zeitraum rund 13.500 Unternehmen mit über 440.000 Beschäf­tigten von einer Potenzialberatung profitiert. Das Land Nordrhein-West­falen hat die Potenzialberatung in dieser Zeit mit insgesamt rund 62,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt.

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