Organspende braucht weiterhin viele Verbündete und Öffentlichkeit

21. Januar 2009

Minister Karl-Josef Laumann: Organspende braucht weiterhin viele Verbündete und Öffentlichkeit / Rheinisches Symposium „Organtransplantation“ in Köln

„Während in allen anderen Organspenderegionen die Zahl der Organspender 2008 zurückgegangen ist, konnte Nordrhein-Westfalen kräftig aufholen. Im letzten Jahr wurden bei uns 258 Organspender gemeldet, das macht im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp 8 Prozent“, sagte heute Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Während in allen anderen Organspenderegionen die Zahl der Organspender 2008 zurückgegangen ist, konnte Nordrhein-Westfalen kräftig aufholen. Im letzten Jahr wurden bei uns 258 Organspender gemeldet, das macht im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von knapp 8 Prozent“, sagte heute (21. Januar 2009) Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich des 2. Interdisziplinären Rheinischen Symposiums „Organtransplantation – Gemeinsam zum Erfolg“ in Köln.

Zugleich warnte Laumann aber davor, sich auf diesem Erfolg auszu­ruhen. „Trotz der kontinuierlichen Steigerungen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen vier Jahren gibt es aber immer noch viel zu wenig Spender, um allen schwerkranken Menschen zu helfen, die in Nord­rhein-Westfalen auf Wartelisten stehen. Sorge macht mir, dass die Zahl der Patienten, die auf ein Spenderorgan warten - derzeit sind es rund 3.700 Patienten - schneller wächst als die Zahl der Spenden“, betonte Laumann. Das Thema Organspende und Transplantation brauche deshalb weiterhin viele Verbündete, Öffentlichkeit und eine breite gesellschaftliche Unterstützung.

„Um die Förderung der Organspende voranzubringen, hat mein Haus gemeinsam mit vielen Beteiligten verschiedene Aktivitäten unternom­men“, sagte Laumann. Zum Beispiel wurden an 600.000 Landes­bedienstete und Pensionäre, alle Kreise und Städte im Land sowie an rund 4.400 Apotheken insgesamt über eine Million Organspendeaus­weise verteilt.  „Diese Aktivitäten ebenso wie die gesetzlich verpflich­tende Bereitstellung eines Transplantationsbeauftragten in jedem Krankenhaus haben sicherlich auch zur Steigerung der Organspenden in unserem Bundesland beigetragen“, sagte Laumann. Inzwischen werden bereits 234 von 335 Krankenhäusern mit Intensivbetten in Nordrhein-Westfalen von 228 Transplantationsbeauftragten betreut.

Zur weiteren Unterstützung der Organspende speziell in den Univer­sitätskliniken soll in diesem Jahr ein Projekt zur Versorgungsforschung auf den Weg gebracht werden. Eine Arbeitsgruppe hat bereits Eckdaten erarbeitet. Diese sehen den Aufbau einer Organspende-Datenbank der Unikliniken, eine Expertenrunde, um an Hand bestimmter Patientenfälle Barrieren für Organspenden zu analysieren, und Gesprächsrunden für die beteiligten Ärzte und Pflegekräfte vor.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation): www.dso.de

Jahr

Organspender

gespendete Organe

2008

258

835

2007

239

760

2006

216

664

2005

196

622

 

 

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