Schutz der Bevölkerung wird außerordentlich ernst genommen

29. Oktober 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Nehmen den Schutz der Bevölkerung außerordentlich ernst“ / Grundsteinlegung für neue Forensik in Münster

Das Land stellt erneut weitere dringend benötigte Therapieplätze im Maßregelvollzug für die Behandlung psychisch kranker oder suchtkranker Straftäter zur Verfügung. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betont, dass beim Maßregelvollzug den Schutz der Bevölkerung und des Personals außerordentlich ernst genommen wird.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt erneut weitere dringend benötigte Therapieplätze im Maßregelvollzug für die Behandlung psychisch kranker oder suchtkranker Straftäter zur Verfügung. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann legte heute (29. Oktober 2009) den Grundstein für die neue Klinik in Münster-Amelsbüren mit 54 Behandlungsplätzen für intelligenzgeminderte Rechtsbrecher. „Da wir beim Maßregelvollzug den Schutz der Bevölkerung und des Personals außerordentlich ernst nehmen, wird diese neue Klinik höchste Anforderungen an Sicherheit und Therapie erfüllen“, erklärte Minister Laumann.

„Das gesamte Sicherheitskonzept der insgesamt 15,8 Millionen Euro teuren Einrichtung ist eng mit der Polizei abgestimmt“, sagte Laumann. Für den nötigen Schutz sorgten unter anderem ein 5,50 Meter hoher Sicherheitszaun mit modernsten technischen Überwachungseinrichtungen, zusätzliche Sicherungen der Patientengebäude, eine Sicherheitszentrale an der Pforte und Notsignalanlagen für die Mitarbeiter. „Von Therapie über Beschäftigung und Freizeit bis zum Zahnarztstuhl ist alles innerhalb des Sicherheitszaunes untergebracht – das bietet ein Höchstmaß an Schutz“, betonte der Minister.

Die neue Klinik in Münster, die im Herbst kommenden Jahres fertig sein soll, entlastet künftig die Forensik in Lippstadt-Eickelborn. Dort sind derzeit mehr als 400 Patienten untergebracht. Mit der Behandlung in Münster betraut ist die Brüdergemeinschaft der Alexianer. „Sie widmet sich seit mehr als 800 Jahren kranken Menschen und verfügt über die notwendigen Erfahrungen bei der Behandlung intelligenzgeminderter Patienten“, sagte Laumann.

Er dankte den Alexianern ausdrücklich dafür, dass sie regelmäßig auch Informationsveranstaltungen durchführten, in denen Fachleute über den Maßregelvollzug informierten. „Transparenz ist die Mutter des Vertrauens“, so der Minister wörtlich. „Mindestens so wichtig ist der rege Austausch mit der Nachbarschaft, um Ängste abzubauen und Vertrauen zu schaffen“, betonte Laumann. Dafür dankte er außerdem dem Planungsbeirat, dem auch Vertreter der Bevölkerung und der Nachbargemeinde Senden angehörten.

Die Klinik in Münster ist eine von sechs neuen Einrichtungen für den Maßregelvollzug in Nordrhein-Westfalen. Bereits Anfang 2006 war das Krankenhaus in Dortmund in Betrieb gegangen. Bei den Maßregelvollzugs-Kliniken in Essen, Köln und Duisburg sind in diesem Jahr die Schlüssel übergeben worden. Im vergangenen Monat wurde in Herne Richtfest gefeiert – die Klinik soll ebenso wie die in Münster im kommenden Jahr fertig sein. Damit entstehen insgesamt 510 zusätzliche Behandlungsplätze. Zurzeit sind landesweit an mehreren Standorten gut 2500 Patienten untergebracht.

„Nordrhein-Westfalen realisiert ein bundesweit einzigartiges Neubauprogramm für die Forensik“, betonte Laumann. „Wir investieren mehr als 200 Millionen Euro für die sechs neuen Klinken, zwei Ersatzneubauten und einen Erweiterungsbau“, so der Minister. „Mit dieser Klinik in Münster setzen wir den Ausbau des Maßregelvollzugs konsequent fort.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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