Modellstudiengänge in Gesundheitsberufen jetzt bundesweit möglich

18. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Modellstudiengänge in Gesundheitsberufen jetzt bundesweit möglich“ / Nordrhein-Westfalen setzt sich im Bundesrat durch

Die nordrhein-westfälische Initiative zur Schaffung grundständiger Stu­diengänge in Gesundheitsfachberufen setzte sich heute im Bundesrat durch. Damit sind jetzt bundesweit Modellversuche zur Weiterentwick­lung der beruflichen und akademischen Ausbildung für Hebammen, Lo­gopäden, Ergo- und Physiotherapeuten möglich.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Initiative zur Schaffung grundständiger Stu­diengänge in Gesundheitsfachberufen setzte sich heute im Bundesrat durch. Damit sind jetzt bundesweit Modellversuche zur Weiterentwick­lung der beruflichen und akademischen Ausbildung für Hebammen, Lo­gopäden, Ergo- und Physiotherapeuten möglich. „Ich freue mich, dass unser Vorschlag so gut angenommen wurde. Wir waren Motor dieses Gesetzgebungsverfahrens, weil es solche Modellklauseln bislang nur für den Alten- und Krankenpflegeberuf gibt“, sagte Karl-Josef Laumann, Sozialminister in Nordrhein-Westfalen.

Bei den neuen Modellstudiengängen wird die Ausbildung von der Fach­schule an die Hochschule verlagert. Die Absolventen haben dann neben einem ersten Hochschulabschluss, dem Bachelor, auch eine abge­schlossene Berufsausbildung. „Bislang müssen junge Leute meist erst einmal eine Ausbildung machen, zum Beispiel als Kranken- oder Alten­pfleger, und gehen erst dann an die Hochschule“, sagte Laumann. „Die Veränderungen des Krankheitsspektrums, die Strukturveränderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung und der Bedarf auf dem Ar­beitsmarkt verlangen aber eine Weiterentwicklung des Ausbildungssys­tems“.

Die Durchführung von Modellstudiengängen an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe auf dem Gesundheitscampus in Bochum sei deshalb ein wichtiger Beitrag für die weitere Professionalisierung in den Berei­chen Pflege, Hebammenwesen, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie. Als bundesweit erste staatliche Hochschule wird sich die Fachhoch­schule allein mit den Gesundheitsfachberufen beschäftigen. Die ersten Studenten beginnen ihre Ausbildung zum Wintersemester 2010/2011.

„Nordhein-Westfalen unterstreicht damit einmal mehr seine bundesweit herausragende Stellung im Bereich der Ausbildung in den Gesund­heitsfachberufen. Wir leisten einen wichtigen Beitrag für eine gute und zeitgemäße gesundheitliche und pflegerische Versorgung in Nordrhein-Westfalen. Die Studenten erhalten eine interessante berufliche Per­spektive“, so Sozialminister Laumann.

„Auch als Arbeitsminister sehe ich die große Bedeutung des Gesund­heits- und Pflegebereichs. Er ist ein „Job-Motor“ in unserem Land“, so Laumann. Rund eine Million Menschen haben in Nordrhein-Westfalen einen krisensicheren Arbeitsplatz in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflege- und Rehaeinrichtungen. An der Fachhochschule für Gesund­heitsberufe auf dem Gesundheitscampus in Bochum sollen die Studie­renden umfassend auf einen Beruf in dem immer komplexer werdenden Gesundheitswesen vorbereitet werden. „Damit werden wir aber nicht das bewährte Fachschulniveau als Regelausbildungsniveau aufgeben“, betonte Laumann.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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