Mitarbeiterkapitalbeteiligung bietet intelligente Antworten auf aktuelle Probleme

22. Januar 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Mitarbeiterkapitalbeteiligung bietet intelligente Antworten auf aktuelle Probleme“ / Deutscher Bundestag beschließt bessere Möglichkeiten für Mitarbeiterkapitalbeteiligung

„Das heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Mitarbeiterkapitalbeteiligungsgesetz ist ein echter Durchbruch zur Stärkung der Sozialen Partnerschaft “, sagte heute der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Das heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Mitarbeiter­kapitalbeteiligungsgesetz ist ein echter Durchbruch zur Stärkung der Sozialen Partnerschaft “, sagte heute (22. Januar 2009) der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Laumann betonte in seiner Rede im Bundestag, „dass damit eine alte Forderung der christ­lichen Soziallehre und des ersten frei gewählten Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens Karl Arnold endlich weiter umgesetzt werde.“ Karl Arnold habe bereits 1951 mit seinem „Zwei-Pfennig-Plan“ ein Konzept vorgeschlagen, wie Arbeitnehmer sich auf Dauer neue Einkommens­quellen erschließen können.

„Wir brauchen mehr Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Deutschland“, forderte Laumann weiter. Denn in den vergangenen Jahren seien die Einkommen aus Unternehmensgewinnen und die Kapitalerträge deutlich stärker gestiegen als die Arbeitseinkommen. Angesichts der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise betonte Laumann, „dass diejenigen, die jetzt durch Kurzarbeit, Gehaltseinbußen oder Verzicht auf außertarifliche Leistungen belastet werden, in Zeiten eines Aufschwungs dann durch Mitarbeiterkapitalbeteiligung auch vom wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens profitieren müssen. Die alte Idee der christlichen Sozial­lehre bietet intelligente Antworten auf hochaktuelle Probleme.“

„Direkt an ihren Unternehmen beteiligte Mitarbeiter sind motivierter, noch mehr als bisher zum wirtschaftlichen Erfolg ihres Arbeitgebers bei­zutragen. Denn dann kommt ein gutes wirtschaftliches Jahr des Unter­nehmens auch im Portemonnaie der Beschäftigten an. Gleichzeitig haben gerade mittelständische Unternehmen durch Mitarbeiterbetei­ligungen die Chance, die Eigenkapitaldecke zu erhöhen. Das ist auch ein größerer Schutz vor Insolvenzen oder Übernahmen durch Fremd­investoren“, so Laumann weiter.

Wichtig sei aber, meinte Laumann, dass Beteiligungsmodelle der ganzen Belegschaft angeboten und zusätzlich zum bestehenden Lohn verhandelt werden müssen.  „Arbeitgeber und Gewerkschaften sollten das Instrument der Mitarbeiterbeteiligung nutzen, damit die Arbeitneh­mer mehr an der volkswirtschaftlichen Entwicklung teilhaben können“, forderte Laumann. Bislang können lediglich rund zwei Millionen Be­schäftigte in 3.750 Unternehmen von Beteiligungsformen profitieren.

„Das häufigste Instrument ist bisher die Belegschaftsaktie, die von 1,42 Millionen Menschen genutzt wird. Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung muss nun auch für die mittelständischen Unternehmen und deren Be­schäftigten attraktiver werden.“ Hier stellen stille Beteiligungen, die über Betriebsvereinbarungen realisiert werden, das bisher am meisten ver­breitete Modell dar.

 

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