Minister Laumann: „Mitarbeiter in Werdohl nicht im Stich lassen“

20. Mai 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Mitarbeiter in Werdohl nicht im Stich lassen“ / Zur Situation bei ThyssenKrupp Bielstein GmbH im Werk Werdohl

Minister Laumann hat ThyssenKrupp aufgefordert, den Mitarbeitern im sauerländischen Werdohl eine Perspektive zu geben: „Ein Konzern mit 188.000 Beschäftigten und mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz im letzten Geschäftsjahr muss seiner sozialen Verantwortung gegenüber seinen Arbeitnehmern und ihren Familien gerecht werden."

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Ein Konzern mit 188.000 Beschäftigten und mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz im letzten Geschäftsjahr muss seiner sozialen Verantwortung gegenüber seinen Arbeitnehmern und ihren Familien gerecht werden. Es kann nicht sein, dass den 111 Mitarbeitern im Werk Werdohl keine Perspektive geboten wird. Das ist eines so traditionsreichen Unterneh­mens unwürdig“, erklärte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (20. Mai 2010) in Düsseldorf anlässlich einer Betriebsversammlung in Werdohl.

Am 15. April 2010 hatte der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG beschlossen, die Produktion im Werk Werdohl zum Februar 2011 aus­laufen zu lassen. „Die Betriebsräte in Werdohl haben mir die Lage sehr eindrücklich geschildert und von den Sorgen und Nöten der Beschäf­tigten berichtet. Den 111 Mitarbeitern droht der Verlust des Arbeits­platzes, ohne dass ihnen Arbeitsplätze in nennenswerter Zahl in anderen Werken von ThyssenKrupp angeboten werden. Diese Situation halte ich für nicht hinnehmbar!“, so Laumann.

In einer „Werdohler Erklärung“ haben Betriebsräte und Belegschaft Ver­handlungsbereitschaft signalisiert. Auch ihre Kollegen in Hohenlimburg schlossen sich diesem Papier an. „Die Betriebsräte sind sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst und beweisen gelebte Solidarität. Jetzt muss die Geschäftsführung auf die Beschäftigten zugehen und nach einer Lösung im Sinne der Beschäftigten suchen. Hier geht es nicht nur um die Frage, wie die Arbeitslätze erhalten werden, sondern auch um die Frage, wie die Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden können“.

„Die „Essener Erklärung“ ist noch kein Jahr alt. Sie muss auch für das Werk in Werdohl gelten!“, forderte der Minister. In einer „Essener Er­klärung“ aus dem Jahr 2009 hatten der ThyssenKrupp Betriebsrat und die Geschäftsführung vereinbart, Kündigungen in Folge des Konzern­umbaus auszuschließen. „Die Beschäftigten in Werdohl dürfen nicht ihrem Schicksal überlassen werden. Ich appelliere ausdrücklich an den Vorstand der ThyssenKrupp AG, den Mitarbeitern Stellen im Konzern anzubieten. Die bislang von der Geschäftsleitung angebotenen 17 Stel­len in Hagen sind ein Anfang – sie reichen aber bei weitem nicht aus. Ziel muss die Weiterbeschäftigung sämtlicher Mitarbeiter sein!“, sagte Laumann. „Auf der konzerneigenen Homepage steht unter anderem, dass Thyssen eine besondere Verantwortung für die Menschen trägt, die vom Handeln des Unternehmens betroffen sind. Ich fordere deshalb den Vorstand eindringlich auf: Werden Sie Ihrer Verantwortung ge­recht!“.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.