Tag der türkischen Wirtschaft in Düsseldorf

4. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Mehr Flexibilität bei der Ausbildungsplatzwahl, mehr Hilfe für Eltern und Unternehmen“ / Tag der türkischen Wirtschaft in Düsseldorf

Erstmals in der beinahe 50-jährigen Migrationsgeschichte Deutschlands fand heute in der nordrhein-west­fälischen Landeshauptstadt Düsseldorf ein „Tag der türkischen Wirt­schaft“ statt. „Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 20.000 türkisch-stämmige Unternehmer“, stellte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann die Bedeutung der Veranstaltung heraus.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Erstmals in der beinahe 50-jährigen Migrationsgeschichte Deutschlands fand am heutigen Freitag (4. September 2009) in der nordrhein-west­fälischen Landeshauptstadt Düsseldorf ein „Tag der türkischen Wirt­schaft“ statt. „Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 20.000 türkisch-stämmige Unternehmer“, stellte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann die Bedeutung der Veranstaltung heraus.

Laumann machte vor mehr als 500 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet vor allem auf die Situation junger Ausbildungsplatz­suchender mit Migrationshintergrund aufmerksam. Trotz vergleichs­weise guter Nachrichten vom Ausbildungsmarkt – die Betriebe in Nordrhein-Westfalen halten ihre Ausbildungsanstrengungen auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten zumindest stabil und verstärken sie teilweise noch – haben junge Ausländer es beim Berufseinstieg noch immer schwerer als ihre deutschen Altersgenossen. „Dafür gibt es viele Gründe. Sprachliche und schulische Schwierigkeiten spielen sicherlich eine Rolle. Es ist aber auch ein großes Problem, dass ausländische Ju­gendliche sich viel stärker auf wenige Ausbildungsgänge konzentrieren“, sagte Laumann.

In Nordrhein-Westfalen sammeln sich 45 Prozent der ausländischen Lehrlinge in den beliebtesten zehn Ausbildungsberufen – in der Ge­samtheit der Auszubildenden liegt diese Quote deutlich niedriger.

„Es gibt aber insgesamt rund 350 verschiedene Ausbildungsberufe. Wir müssen die Eltern als erste „Berufsberater“ ihrer Kinder unterstützen, damit junge Migranten mehr Offenheit für andere Berufe jenseits des Friseurhandwerks, des Einzelhandels oder der Arztpraxen entwickeln und so ihre Ausbildungschancen erheblich verbessern“, sagte Minister Laumann.

Es reiche nicht, die Probleme nur zu erkennen. „Gemeinsam mit meinem türkischen Amtskollegen habe ich deshalb bereits einen Aktionsplan verabredet“, berichtete Laumann. Dieser Plan mit dem Ziel, den Zugang zur dualen Ausbildung für türkische und türkischstämmige Jugendliche zu verbessern, soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Eltern sollen dabei gezielt angesprochen und Behördenschwellen über­brückt werden.

„Nicht nur der Staat ist aber hier gefragt. Die Ausbildung junger Fach­kräfte bleibt Aufgabe der Wirtschaft“, sagte Laumann. „Ich weiß, dass viele ausländische Unternehmen oft aus reiner Unkenntnis noch keine Ausbildungsplätze anbieten“. Betrieben, die alleine nicht ausbilden können, kann das Land mit seinem Förderprogramm „Ausbilden im Ver­bund“ und 4.500 Euro pro Ausbildungsplatz weiterhelfen. Zusätzliche Unterstützung bieten 16 so genannte Starthelfer für die Ausbildung, die das Land bei den Kammern finanziert.

„Es sind alle Verantwortlichen gefragt, die Ausbildungsbeteiligung ausländischer Unternehmen noch mehr zu thematisieren“, sagte der Arbeitsminister. „Junge Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen eine Chance auf eine qualifizierte Ausbildung haben – unabhängig von ihrer jeweiligen Nationalität. Dabei werde ich alle Beteiligten auch weiterhin unterstützen“, so Laumann. 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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