Veröffentlicht: Jahresbericht zum Arbeitsschutz

16. Juni 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Ladendiebe klauen immer auch ein bisschen Arbeitsschutz“ / Jahresbericht zum Arbeitsschutz veröffentlicht

„Der Arbeitsschutz ist zwar nicht aus der Mode gekommen, aber die Anforderungen haben sich geändert.“ Das sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zur Vorstellung des Jahresberichts 2009.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Der Arbeitsschutz ist zwar nicht aus der Mode gekommen, aber die Anforderungen haben sich geändert.“ Das sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (16. Juni 2010) in Düsseldorf zur Vorstellung des Jahresberichts 2009 der seinem Ministerium unterstellten Arbeitsschutzverwaltung. Während die körperlichen Beanspruchungen bei der Arbeit seit langem zurückgingen, stünden heute eher psychische Belastungen im Vordergrund.

Auch andere gesellschaftliche Trends wirken sich auf den Arbeitsschutz aus: „Es klingt zwar im ersten Moment etwas merkwürdig, aber durch den zunehmenden Ladendiebstahl wird immer auch ein bisschen Arbeitsschutz geklaut“, so Minister Laumann weiter.

So müssen Kassiererinnen sich über den Kassentisch beugen und unter schweren Getränkekisten im Einkaufswagen nachsehen, ob darunter Waren versteckt sind. Und zunehmend werden bei Kontrollen Notausgänge entdeckt, die aus Angst vor Ladendieben verschlossen bleiben. Hier haben die Arbeitsschützer beispielsweise Spiegel zur Kontrolle der Einkaufswagen empfohlen oder elektrische Verriegelungen für Notausgänge.

Die Studie „Gesunde Arbeit NRW 2009“ des Landesinstituts Gesundheit und Arbeit (LIGA) hatte gezeigt, dass Beschäftigte zunehmend unter psychischen Belastungen am Arbeitsplatz leiden. Minister Laumann: „Diesen Trend nehmen wir nicht auf die leichte Schulter, sondern wir handeln.“

Deshalb hatte sich Nordrhein-Westfalen dafür stark gemacht, dass den Arbeitsschutzbehörden ein bundesweit einheitliches Konzept für die Berücksichtigung psychischer Belastungen zur Verfügung gestellt werden konnte.

Als Ergebnis wurde beispielsweise im Regierungsbezirk Köln festgestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste nach besonders belastenden Einsätzen oft an Schlafstörungen, Alpträumen und Angstgefühlen litten, ihnen aber keine angemessen Hilfe angeboten wurde. Inzwischen kommen dort so genannte PSU-Teams (Psycho-Soziale Unterstützung) zum Einsatz, die den Betroffenen helfen, die oft schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten.

Diese und viele weitere anschauliche Beispiele über die Aufgaben eines modernen Arbeitsschutzes finden sich in der Veröffentlichung „Arbeitsschutz in Nordrhein-Westfalen. Jahresbericht 2009“. Der Bericht steht auf den Internetseiten des Arbeitsministeriums (www.mags.nrw.de), des Landesinstituts Gesundheit und Arbeit (www.liga.nrw.de) und der Arbeitsschutzverwaltung (www.arbeitsschutz.nrw.de) zum Download zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.