Sucht-Aktionswochen in vielen Kreisen und Städten

14. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Komasaufen – ein gefährliches Hobby!“ / Sucht-Aktionswochen in vielen Kreisen und Städten

„Mit großer Sorge sehe ich, dass manche Jugendliche das so genannte ‚Komasaufen’ als ganz normale Freizeitgestaltung ansehen. Alkohol bis zum Umfallen darf aber kein Hobby sein! Denn dies kann nicht nur den Grundstein für eine Abhängigkeit legen, es ist sogar lebensgefährlich.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute zum Auftakt der diesjährigen regionalen Sucht-Aktionswochen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Mit großer Sorge sehe ich, dass manche Jugendliche das so genannte ‚Komasaufen’ als ganz normale Freizeitgestaltung ansehen. Alkohol bis zum Umfallen darf aber kein Hobby sein! Denn dies kann nicht nur den Grundstein für eine Abhängigkeit legen, es ist sogar lebensgefährlich.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (14. September 2009) in Düsseldorf zum Auftakt der diesjährigen regionalen Sucht-Aktionswochen.

Unter dem Motto „Suchtvorbeugung geht uns alle an“ finden mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums in acht Regionen mehr als 500 Veranstaltungen und Aktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Beispielsweise Selbstsicherheitstrainings, alkoholfreie Cocktailparties, Mitmachparcours zur Tabakprävention, ein Karikaturenwettbewerb oder Seminare zur betrieblichen Suchtvorbeugung.

Das „Komasaufen“ – so der Minister weiter – sei nur die Spitze des Eisbergs. Hier komme es auf die klare Einhaltung bestehender gesetzlicher Verbote und Bestimmungen an. Er wolle aber darüber hinaus für einen verantwortungsbewussten Umgang mit legalen Suchtmitteln wie Alkohol und Tabak werben. „Sucht zerstört familiäre und soziale Bindungen. Sie verhindert ein selbst bestimmtes und unabhängiges Leben. Mit unserer Kampagne wollen wir das Problembewusstsein fördern und zeigen, wie ein suchtfreies Leben erreicht werden kann“, so der Minister weiter.

Die Veranstaltungen rund um das Thema Sucht richten sich an alle Altersgruppen. Eine breite Palette von Beteiligten aus Gesundheits-, Jugend-, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sowie aus Unternehmen will zeigen, wie man Suchtgefahren besser erkennen und eine Sucht verhindern kann. Außerdem werden Wege aus einer Suchterkrankung aufgezeigt und die gesamte Bandbreite der Hilfeangebote vorgestellt.

Statistisches: Nach einer Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2008 gibt jeder fünfte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal mehr als fünf Gläser alkoholischer Getränke konsumiert zu haben. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren, die mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ist in Nordrhein-Westfalen von 2006 bis 2007 um fast ein Viertel auf knapp 4.000 Fälle gestiegen (neuere Zahlen liegen nicht vor). Das Land fördert Maßnahmen zur Suchtprävention und Suchthilfe in diesem Jahr mit rund zwölf Millionen Euro.

Kontakt: Die Aktionswochen im Rahmen der Landeskampagne – die jährlich wechselnde regionale Schwerpunkte hat – finden in diesem Jahr statt im Ennepe-Ruhr-Kreis, im Kreis Herford, im Oberbergischen Kreis, im Kreis Olpe, im Kreis Paderborn, in Borken, in Herscheid, Kierspe und Meinerzhagen (Märkischer Kreis) sowie in Oelde (Kreis Warendorf). Informationen gibt es bei der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung (GINKO), Silke Morlang, Tel. 0208 / 300 69 38 und im Internet unter www.ginko-stiftung.de (regionale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Anhang).

Regionale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Aktionswochen zur Suchtvorbeugung:

Ennepe-Ruhr-Kreis: 21. bis 27. September 2009
AWO Arbeiterwohlfahrt, Beratungszentrum VIA, Andrea Latusek
Telefon 02335-91830, E-Mail: via-wetter@awo-en.de

Kreis Herford: 9. bis 22. November 2009
Diakonisches Werk Herford, Fachstelle für Suchtvorbeugung, Uwe Holdmann / Eva Liesche
Telefon 05221-16 59 16, E-Mail: uwe.holdmann@dw-herford.de / eva.liesche@dw-herford.de

Oberbergischer Kreis: 14. bis 25. September 2009
Fachstelle für Suchtvorbeugung, Gesundheitsamt, Oberbergischer Kreis
Karin Keller, Telefon 02261-88 53 33, E-Mail: karin.keller@oberbergischer-kreis.de

Kreis Olpe: 28. September bis 2. Oktober 2009

Caritas-Suchtberatung, Fachstelle für Beratung, Behandlung und Prävention, Verena Stamm, Telefon 02761-921 14 14, E-Mail: vstamm@caritas-olpe.de

Kreis Paderborn: 12. bis 22. November 2009
Suchtkrankenhilfe im Caritas-Verband Paderborn, Veronika Balz
Telefon 05251-22508, E-Mail: praevention@caritas-pb.de

Borken: 16. bis 27. September 2009
Fachstelle für Suchtvorbeugung, Kreis Borken,  Werner Rasch / Christel Sondermann
Telefon 02861-82 10 86, É-Mail: w.rasch@kreis-borken.de /c.sundermann@kreis-borken.de

Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen: 14. bis 19. September 2009
Anonyme DROBS Iserlohn e. V., Matthias Nowak
Telefon 02371-22851,E-Mail: suchtpraevention@drobs-mk.de

Oelde (Kreis Warendorf): 23. bis 29. November 2009
Fachstelle für Suchtvorbeugung, Arbeitskreis Jugend- u. Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V., Manfred Gesch, Telefon 02382-91869-0,E-Mail: gesch@drobs-online.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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