Hilfen für Jugendliche bei Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs

15. April 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Kein Auszubildender darf ins Bodenlose fallen!“ / Hilfen für Jugendliche bei Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs

Wenn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Gefahr von Unternehmensinsolvenzen wächst, kann dies auch Folgen für Jugendliche haben, die in dem betroffenen Unternehmen ihre Ausbildung machen. "Kein Jugendlicher darf durch die Insolvenz seines Ausbildungsbetriebes ins Bodenlose fallen und zum Abbruch seiner Ausbildung gezwungen werden.", sagte heute Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Wenn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Gefahr von Unternehmensinsolvenzen wächst, kann dies auch Folgen für Jugendliche haben, die in dem betroffenen Unternehmen ihre Ausbildung machen. Für Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist klar: „Kein Jugendlicher darf durch die Insolvenz seines Ausbildungsbetriebes ins Bodenlose fallen und zum Abbruch seiner Ausbildung gezwungen werden. Wir brauchen sie alle – als Fachkräfte nach der Krise.“ Das sagte der Minister heute (15. April 2009) in Düsseldorf.

Er habe sich deshalb mit Schulministerin Barbara Sommer und Christiane Schönefeld, Leiterin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, auf einen Katalog unterschiedlicher Alternativen verständigt.

Minister Laumann: „Natürlich hat die Fortführung der Ausbildung in einem anderen Betrieb absolute Priorität. Denn Ausbildung in der Arbeitswelt hat eine ganz besondere Qualität.“ Wie schon bislang im Ausbildungskonsens vereinbart, werden sich in erster Linie die Kammern, Innungen und Unternehmensverbände engagieren, um bei ihren Mitgliedsunternehmen Betriebe zu finden, die Auszubildende aus Insolvenzunternehmen übernehmen.

Bei einem drohenden Anstieg der Insolvenzzahlen – so Minister Laumann weiter – könnte das aber schwieriger werden. Unternehmen, die einen solchen Auszubildenden zusätzlich übernehmen, können bei der Agentur für Arbeit den sogenannten „Ausbildungsbonus“ beantragen. Damit werden sie einmalig in Höhe von 4.000 bis 6.000 Euro gefördert.

Sollten keine Betriebe gefunden werden, so können die Jugendlichen ihre Ausbildung in einer von den Agenturen für Arbeit geförderten außerbetrieblichen Ausbildung bis zum Ende fortsetzen. Die einzelnen Arbeitsagenturen können ihre bislang geplanten Plätze entsprechend aufstocken. Die Berufsberater und die Arbeitgeber-Services der Agenturen sind zudem aufgefordert, für solche Jugendlichen gezielt Ausbildungsstellen zu akquirieren.

Außerdem können die in Nordrhein-Westfalen bestehenden Möglichkeiten genutzt werden, die Ausbildung vollzeitschulisch an Berufskollegs zu beenden und dann mit einer externen Kammerprüfung abzuschließen. Dies richtet sich insbesondere an Auszubildende im letzten Ausbildungsjahr. „Meine Kollegin, Frau Sommer wird die dazu notwendigen Kapazitäten bereit stellen“, so Minister Laumann.

Sollten alle diese Wege nicht zum Ziel führen, gibt es eine Verabredung zwischen Arbeitsministerium und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, dann im Einzelfall gemeinsam zu besonderen Lösungen zu kommen.

Von einer Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebes betroffene Jugendliche sollten sich in erster Linie an die zuständigen Kammern wenden. Falls sie dort keinen Erfolg haben, auch an die Berufsberatungsstellen der Agentur für Arbeit.

 

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