Jugendarbeitsschutzgesetz bestimmt Dauer und Tätigkeiten von Ferienjobs

3. Juli 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Jugendarbeitsschutzgesetz bestimmt Dauer und Tätigkeiten von Ferienjobs“ / Bei Beschäftigung von Minderjährigen Jugendarbeitsschutz beachten

Bei der Anstellung von Kindern und Jugendlichen müssen Arbeitgeber die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes beachten und einhalten, um auszuschließen, dass durch zu frühzeitige und schwere Arbeit, körperliche oder gar geistige Schäden bei den Minderjährigen entstehen, erklärt Arbeits- und Gesundheitsminister Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Zu Beginn der Sommerferien suchen viele Schülerinnen und Schüler einen Ferienjob um ihr Taschengeld aufzubessern – und dass, obwohl sie eigentlich noch gar nicht arbeiten dürfen. Die Hauptaufgabe von Schülern besteht darin, die Schule zu besuchen. Ferienjobs müssen so begrenzt sein, dass sie den Erholungswert der Ferien und die Leistungen in der Schule nicht beeinträchtigen“, so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich des Sommerferienbeginns am heutigen Donnerstag (2. Juli 2009).

Bei der Anstellung von Kindern und Jugendlichen müssen Arbeitgeber die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes beachten und einhalten, um auszuschließen, dass durch zu frühzeitige und schwere Arbeit, körperliche oder gar geistige Schäden bei den Minderjährigen entstehen.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz legt folgende Regelungen für Schülerjobs fest:

  • Bereits ab 13 Jahren dürfen Schüler leichtere Arbeiten (mit Zustimmung der Eltern) ausführen, wie Zeitungen austragen, Babysitten, Nachhilfe geben oder kleine Botengänge erledigen – jedoch nur bis zu zwei Stunden pro Tag. 
  • Einen Ferienjob dürfen Jugendliche erst annehmen wenn sie 15 Jahre alt sind. Insgesamt darf pro Jahr an maximal 20 Tagen, pro Woche an höchstens 5 Tagen gejobbt werden. Nachts zwischen 20 und 6 Uhr dürfen Jugendliche nicht arbeiten. Sonn- und Feiertage sind für den Ferienjob tabu, für bestimmte Branchen wie Gastronomie, Landwirtschaft oder Tätigkeiten im Gesundheitsdienst gelten allerdings Ausnahmen. Die tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden zuzüglich Pausen nicht überschreiten. 
  • Die Schülerinnen und Schüler dürfen nur mit solchen Arbeiten betraut werden, die sie körperlich nicht überfordern und keine gesundheitlichen Gefahren bergen. Fließband- und Akkordarbeiten sind genauso unzulässig wie Tätigkeiten, die mit starker Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm einhergehen. Der Arbeitgeber hat die Schüler vor der Arbeitsaufnahme zu unterweisen und über mögliche Unfall- und Gesundheitsgefahren aufzuklären. 
  • Jugendliche sind bei Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert, bei einem Arbeitsunfall haftet die Unfallversicherung des Arbeitsgebers. Beiträge zu den Sozialversicherungen fallen nicht an.

 „Verstöße von Arbeitsgebern gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz gelten als Ordnungswidrigkeiten und werden sogar in schwerwiegenden Fällen als Straftat verfolgt“, so Laumann abschließend.

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