Jedes arme Kind ist eines zuviel

17. März 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Jedes arme Kind ist eines zuviel!“ / Auftakt Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung

„Ein Europäisches Jahr allein wird sicher nicht ausreichen, um die Armut – insbesondere die Kinderarmut – aus den Mitgliedsstaaten zu verbannen. Aber es ist eine sehr gute Gelegenheit, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken“, erklärte Sozialminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Ein Europäisches Jahr allein wird sicher nicht ausreichen, um die Armut – insbesondere die Kinderarmut – aus den Mitgliedsstaaten zu verbannen. Aber es ist eine sehr gute Gelegenheit, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken“, erklärte Sozialminister Karl-Josef Laumann heute (17. März 2010) bei der gemeinsam mit der Stadt Köln initiierten Auftaktveranstaltung zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Köln.
„Seit 2005 ist die Zahl der Kinder aus armen Familien von 818.000 Kinder 2005 auf 755.000 2008 um rund 60.000 zurückgegangen“, sagte Laumann. „Aber Kinder und Jugendliche tragen immer noch ein überdurchschnittliches Armutsrisiko.“ Die Armutsquote bei Minderjährigen liegt bei rund 24 Prozent, während sie bei der Gesamtbevölkerung knapp 14 Prozent beträgt.

„Trotz der Finanzkrise leben heute in Nordrhein-Westfalen fast 37.000 Kinder weniger von Hartz IV. Dennoch ist jedes arme Kind, jeder arme Jugendliche einer zuviel!“, so Laumann. „Das Thema Kinderarmut bleibt ganz oben auf unserer Agenda“.

Deshalb habe die Landesregierung im Jahr 2008 den „Runden Tisch – Hilfe für Kinder in Not“, ein bislang bundesweit einmaliges Projekt, das auch für gesellschaftlich engagierte Institutionen und Organisationen geöffnet ist, ins Leben gerufen. "Mit dem Runden Tisch haben wir gemeinsam mit allen Akteuren und beteiligten Institutionen ein breites gesellschaftliches Bündnis auf die Beine gestellt, um benachteiligten Kindern helfen zu können. Denn die Bekämpfung der Kinderarmut ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Wir sind alle miteinander gefordert, Lösungen zu finden", sagte der Minister.
„Wir haben dafür gesorgt, dass das Ganztagsangebot erweitert wird, um mehr Bildungsförderung und Chancengerechtigkeit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. In den Grundschulen gibt es jetzt 203.000 Plätze im offenen Ganztag, fast dreimal so viele wie noch vor vier Jahren“, erklärte Laumann. Den Landesfonds „Kein Kind ohne Mahlzeit“, mit dem die Landesregierung ein weiteres Instrument zur Bekämpfung von Kinderarmut geschaffen hat, nehmen aktuell rund 82.000 Kinder in Anspruch. Deshalb hat die Landesregierung den Fonds um zwei weitere Jahre verlängert und mit deutlich mehr Geld (19,3 Millionen Euro) ausgestattet.

„Und noch ein Beispiel: 2010 werden insgesamt über 100.000 Plätze für die Betreuung der Unterdreijährigen zur Verfügung stehen. Das bedeutet eine Versiebenfachung der U3-Plätze seit Regierungsantritt“, so Laumann. „Ein weiterer Erfolg in diese Richtung ist das Urteil zu den Hartz IV-Regelsätzen, nachdem wir uns so lange für einen bedarfsgerechten Kinderregelsatz stark gemacht hatten. Kinder brauchen einen Regelsatz, der sich ihrer Lebenswirklichkeit anpasst“, sagte der Minister. Weitere Informationen im Internet unter www.ej2010.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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