Am 1. Dezember ist Welt-Aidstag

30. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Jeder Dritte weiß nichts von seiner Infektion – und wird damit zur Gefahr für sich und Andere!“ / Am 1. Dezember ist Welt-Aidstag

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann setzt bei der AIDS-Prävention insbesondere auf Beratungen und HIV-Tests, die sich gezielt an die Hauptbetroffenen wenden. Denn viele Menschen, die mit dem AIDS-Virus HIV infiziert sind, wissen offenbar nichts von ihrer Infektion.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann setzt bei der AIDS-Prävention insbesondere auf Beratungen und HIV-Tests, die sich gezielt an die Hauptbetroffenen wenden. Denn viele Menschen, die mit dem AIDS-Virus HIV infiziert sind, wissen offenbar nichts von ihrer Infektion.

„Fachleute gehen davon aus, dass etwa ein Drittel der HIV-infizierten Menschen in Deutschland ahnungslos ist. Diese Menschen gefährden sich selbst und möglicherweise auch Andere. Sich selbst, weil sie lebensverlängernde Therapien womöglich zu spät in Anspruch nehmen – und Andere, weil sie das Virus unbeabsichtigt weitergeben können.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (30. November 2009) in Düsseldorf anlässlich des morgigen Welt-Aidstages (1. Dezember 2009).

Auch im Jahr 2009 haben sich etwa 750 Menschen in Nordrhein-Westfalen neu mit HIV infiziert, 70 Prozent von ihnen sind homosexuelle Männer. Deshalb hat das Land ein Projekt der AIDS-Hilfe NRW gefördert und mitentwickelt, das gezielt Männer anspricht, die Sex mit Männern haben und die von den bisherigen Präventions- und Beratungsangeboten nicht erreicht wurden.

Dazu suchen speziell geschulte Berater Szene-Treffpunkte auf, um über die Ansteckungsrisiken von HIV, aber auch über die Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären sowie für die Benutzung von Kondomen zu werben. Neben dieser anonymen und kostenlosen Beratung wird auch ein HIV-Schnelltest angeboten. Seit kurzem wird hierfür ein Infobus eingesetzt, der unter anderem mit finanzieller Unterstützung der Techniker Krankenkasse angeschafft wurde, und Szene-Treffpunkte wie etwa Parkplätze ansteuert.

Minister Laumann: „Unser nordrhein-westfälischer Ansatz, auf die Menschen zuzugehen und nicht zu warten, bis sie irgendwann mal in eine Beratungsstelle kommen, ist gut angekommen. Sowohl die Reaktionen aus der Szene als auch das Interesse von Fachleuten aus anderen Bundesländern zeigen mir, dass wir in unserem Land mit dem mobilen Beratungs- und Testangebot auf dem richtigen Weg sind.“

In Nordrhein-Westfalen leben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts derzeit etwas 15.000 Menschen mit einer HIV-Infektion (etwa 12.400 Männer, 2.600 Frauen und 40 Kinder). Bei etwas 2.700 von ihnen ist die Krankheit AIDS voll ausgebrochen.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium will auch im kommenden Jahr wieder insgesamt 3,4 Millionen Euro für die AIDS-Prävention zur Verfügung stellen. Neben der zielgruppenspezifischen Prävention werden damit auch differenzierte Beratungs- und Hilfeangebote gefördert.

Weitere Infos zum Thema HIV und AIDS gibt es auf den Internetseiten des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums: www.mags.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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