Großartiger Erfolg für bislang chancenlose Jugendliche

26. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Großartiger Erfolg für bislang chancenlose Jugendliche!“ / Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche“ zieht erste Erfolgsbilanz

Die im Jahr 2007 von Arbeitsminister Karl-Josef Laumann gestartete Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche“ erweist sich als Erfolgsmodell. Jetzt liegen erstmals Zahlen über Abschlüsse und Verbleib der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Die im Jahr 2007 von Arbeitsminister Karl-Josef Laumann gestartete Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche“ erweist sich als Erfolgsmodell. Jetzt liegen erstmals Zahlen über Abschlüsse und Verbleib der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor. Danach haben rund 85 Prozent ihre Ausbildung bestanden. Und rund 55 Prozent haben bereits den Übergang in Beschäftigung oder weiterführende Ausbildung geschafft.

„Wenn man bedenkt, dass diese Jugendlichen lange vergeblich nach einem Ausbildungsplatz gesucht haben und sonst wahrscheinlich keine Chance gehabt hätten, ist dies ein großartiger Erfolg.“ Mit diesen Worten zog Minister Laumann heute (26. November 2009) in Düsseldorf Bilanz, nachdem die ersten Jugendlichen ihre Abschlüsse gemacht und auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst haben.

„Besonders erfolgreiche Beispiele finden wir in den Verkaufsberufen, wo Jugendliche mit guten oder sogar sehr guten Noten abgeschlossen und sich damit auch für weiterführende Berufsausbildungen qualifiziert haben“, sagte der Minister. So erlernen vier Jugendliche, die den Abschluss zur Verkaufshilfe gemacht haben, jetzt den Verkäuferberuf. Darüber hinaus sei er zuversichtlich, dass noch weitere Absolventen den beruflichen Einstieg schaffen werden, denn erfahrungsgemäß stellen sich solche Erfolge nicht immer kurzfristig ein. (Zwei Praxisbeispiele finden sich im Anhang)

Aus dem ersten Jahrgang der „Aktion 100“ hatten sich insgesamt 57 junge Männer und Frauen nach zweijähriger Ausbildung zur Abschlussprüfung gemeldet. Von ihnen haben bis jetzt 48 die Prüfung bestanden und bereits 31 den Übergang in Arbeit bzw. weiterführende Ausbildung geschafft. Das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium fördert die „Aktion 100“ gemeinsam mit der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit. Gefördert werden Ausbildungen, die von einem beruflichen Bildungsträger durchgeführt werden und einen hohen Anteil an betrieblicher Praxis bieten. Die Ausbildung wird durch sozialpädagogische Begleitung, Stützunterricht und Coaching flankiert.

Betriebe stellen neben Bildungsträger und Berufskolleg den dritten Lernort dar. Die praktische Ausbildung erfolgt überwiegend in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. Damit wird die Praxisnähe der Ausbildungen gewährleistet und die Jugendlichen bekommen Kontakt zu möglichen Arbeitgebern. Die Bildungsträger bereiten die Jugendlichen schon während der Ausbildung auf den Übergang in Beschäftigung vor. Am Ende der Ausbildung steht in der Regel ein vollwertiger Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.

Die Landesregierung fördert auch den jetzt beginnenden 4. Durchgang der Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen“ wieder mit rund 1,7 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds. Die Ausbildungen beginnen ab dem 2. Januar 2010.

Mehr Informationen unter www.arbeit.nrw.de

Zwei Praxisbeispiele:
Ramona H. (23 Jahre alt) ist Epileptikerin. Trotz Fachhochschulreife und 300 Bewerbungen ist sie bei potenziellen Arbeitgebern nur auf Bedenken gestoßen. Durch die „Aktion 100“ bekam sie dann die Chance auf eine Ausbildung zur Verkäuferin beim Berufsförderungswerk (BFW) in Dortmund. Sie kam nicht nur mit den schulischen Anforderungen der Ausbildung gut klar, sie hat sich auch in der praktischen Ausbildung bestens bewährt. Mit Hilfe des BFW und der Firma C&A Dortmund, mit der das BFW in der praktischen Ausbildung kooperierte, hat Ramona H. es geschafft, die Abschlussprüfung als Verkäuferin bereits nach eineinhalb Jahren abzulegen – mit der Note „sehr gut“ als Kammerbeste.

Stefan W. (25 Jahre alt) ist auf einem Auge blind, mit dem anderen Auge kann er nur sehr eingeschränkt sehen. Jahrelang hat er sich nach seinem Hauptschulabschluss vergeblich um einen Ausbildungsplatz beworben. Über die „Aktion 100“ konnte mit dem Berufsförderungswerk in Oberhausen einen Ausbildungsvertrag abschließen. Die Agentur für Arbeit Oberhausen hat gemeinsam mit dem Jugendlichen einen RehaFörderplan entwickelt, in dem als Ziel die Ausbildung zum Verkäufer beim BFW Oberhausen formuliert ist. Der betriebliche Teil der Ausbildung erfolgt beim Edeka-Center Nierhaus. Jetzt nimmt Stefan W. an einem speziell auf ihn zugeschnittenen Training teil und lernt, sein gesamtes Umfeld im Verkaufsraum wahrzunehmen und damit jederzeit für Kundengespräche zur Verfügung zu stehen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.