Cannabis-Präventionsprogramm gestartet

5. Januar 2009

Minister Karl-Josef Laumann: Gegen Verharmlosung der illegalen Droge / Cannabis-Präventionsprogramm „Stark statt breit“ gestartet

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat unter dem Titel „Stark statt breit“ ein bundesweit einzigartiges Cannabis-Präventionsprogramm gestartet. „Gerade bei Cannabis gibt es viele Verharmlosungen. Eltern fällt vielleicht ein Spruch aus ihrer Jugend ein wie ‚Hast du Haschisch in den Taschen, hast du immer was zu naschen’. Und Jugendliche denken oft, sie würden etwas verpassen wenn sie nicht kiffen.“ Das sagte heute Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat unter dem Titel „Stark statt breit“ ein bundesweit einzigartiges Cannabis-Präventionsprogramm gestartet.

„Gerade bei Cannabis gibt es viele Verharmlosungen. Eltern fällt vielleicht ein Spruch aus ihrer Jugend ein wie ‚Hast du Haschisch in den Taschen, hast du immer was zu naschen’. Und Jugendliche denken oft, sie würden etwas verpassen wenn sie nicht kiffen. Viele wissen aber nicht, dass der Wirkstoffgehalt von Cannabis heute höher ist als etwa in den siebziger Jahren. Außerdem weiß man heute mehr über das beträchtliche Suchtpotential der Droge.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (5. Januar 2009) in Düsseldorf zur Vorstellung der Kampagne „Stark statt breit“.

Cannabis – so der Minister weiter – sei die am häufigsten konsumierte illegale Droge, etwa 120.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen seien davon abhängig. Deshalb habe sein Haus im Rahmen der Landeskampagne zur Suchtvorbeugung das Cannabis-Präventionsprogramm auf den Weg gebracht.

Mit unterschiedlichen Bausteinen wie einer Internetseite, einem Elternratgeber, vielfältigen Aktionen in der Jugendszene und speziellen Beratungsangeboten richtet es sich an Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte. Es soll über die Droge Cannabis aufklären, den Cannabiskonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsene möglichst verhindern, bereits konsumierende junge Menschen beim Ausstieg unterstützen und deren Eltern beraten.

Minister Laumann: „Das Besondere an unserer Kampagne ist der breite Ansatz, der von Jugendlichen aller Altersgruppen über die Eltern bis hin zu pädagogischen und Beratungsfachkräften alle Beteiligten einbezieht.“ Ohne erhobenen Zeigefinger biete sie Jugendlichen Informationen über die Wirkungsweise und das Suchtpotential von Cannabis, Tipps für Eltern, wie sie auf einen Cannabis-Konsum ihrer Kinder angemessen reagieren können, Ratschläge für Fachkräfte sowie Adressen von Beratungsstellen, die sich im Rahmen der Kampagne speziell für das Thema Cannabis qualifiziert haben.

Mit der Kampagne sollen Jugendliche bestärkt werden, Cannabis gar nicht erst auszuprobieren. Damit werden sie nicht zu Außenseitern, denn fast 90 Prozent der 14- bis 16-Jährigen haben noch nie Cannabis konsumiert. Auch werden junge Menschen angesprochen, die Cannabis konsumieren und sich Sorgen über gesundheitliche Folgen und eine mögliche Sucht machen.

Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte finden auf der Internetseite www.stark-statt-breit.de jeweils auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Informationen, Adressen von örtlichen Beratungsstellen und die Möglichkeit, Broschüren und Informationsmaterial anzufordern.

Fragen zur Kampagne „Stark statt breit“ beantwortet die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung GINKO, Tel. 0208 / 300 69 31; www.ginko-stiftung.de

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