120.000 Euro für Betreuung schwerstkranker Menschen in Pflegeheimen

12. April 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Für ein würdevolles und schmerzfreies Leben bis zum Tod“ / 120.000 Euro vom Land für Projekt zur umfassenden Betreuung schwerstkranker Menschen in Pflegeheimen

Schwerstkranke Menschen in Pflegeheimen sollen während ihrer letzten Lebensphase schmerzmedizinisch, pflegerisch und psychosozial umfassend betreut werden können. Die konkreten Voraussetzungen dafür werden in einem bundesweit einmaligen Forschungsprojekt ermittelt, das Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann jetzt in Auftrag gegeben hat.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Schwerstkranke Menschen in Pflegeheimen sollen während ihrer letzten Lebensphase schmerzmedizinisch, pflegerisch und psychosozial umfassend betreut werden können. Die konkreten Voraussetzungen dafür werden in einem bundesweit einmaligen Forschungsprojekt ermittelt, das Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann jetzt in Auftrag gegeben hat.

„Ich will helfen, schwerstkranken und sterbenden Menschen ein würdevolles und möglichst schmerzfreies Leben bis zum Tod zu ermöglichen. Mit unserem Projekt werden wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass alles dafür Notwendige künftig auch in Pflegeheimen geleistet werden kann. Denn durch die demographische Entwicklung sind diese Heime für immer mehr alte Menschen zum Lebensmittelpunkt geworden.“ Das sagte Minister Laumann heute (12. April 2010) in Düsseldorf.
Einzelne Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen – so der Minister weiter – hätten bereits gezeigt, dass dieses Ziel nur bei einem abgestimmten Zusammenwirken von spezialisierten Medizinern, Pflegekräften, Vertretern psychosozialer Berufe und Hospizfachleuten erreicht werden könne. Deren Einsatz müsse rund um die Uhr auf einem hohen Qualitätsniveau sichergestellt werden.

Das auf zwei Jahre angelegte und vom Land mit 120.000 Euro geförderte Projekt soll unter anderem die bereits vorliegenden Erfahrungen auswerten und ein derzeit laufendes Vorhaben in Aachen wissenschaftlich begleiten. Im Zentrum steht die Entwicklung eines Versorgungskonzeptes, das anschließend flächendeckend in den nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden kann.

Die Besonderheit dieses Projektes – erläuterte Minister Laumann – liege darin, dass hier erstmals Angebote der Hospizbewegung und der Palliativversorgung in einem abgestimmten Rahmenprogramm mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Pflegeeinrichtungen zusammengefasst werden. Bislang bestünden ambulante und stationäre Angebote der Hospizbewegung, schmerzmedizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung häufig noch unkoordiniert nebeneinander her.

Der Begriff Palliativversorgung umfasst die medizinische (insbesondere die schmerzmedizinische), pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung sterbender Menschen. Durchgeführt wird das Projekt von ALPHA Rheinland (Ansprechstelle im Land Nordrhein-Westfalen zur Palliativversorgung, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung). In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei ALPHA-Stellen, eine im Rheinland und eine in Westfalen-Lippe.
Mit mehr als 350 ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen sowie 8.000 ehrenamtlichen Kräften ist Nordrhein-Westfalen in der Hospiz- und Palliativversorgung bundesweit führend.

Infos zur Hospizversorgung in Nordrhein-Westfalen unter www.mags.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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