Flummi-Bastelset ist eine Gefahr für Kinder

16. Januar 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Flummi-Bastelset ist eine Gefahr für Kinder“ / Marktüberwachung europaweit informiert

Flummi-Bastelsets können für Kinder gefährlich sein, haben Untersuchungen ergeben. „Ein in Nordrhein-Westfalen ansässiges Unternehmen hat aufgrund der Untersuchungsergebnisse den Verkauf der Flummi-Bastelsets sofort freiwillig in sämtlichen Filialen gestoppt und ruft den Artikel zurück", teilt Gesundheitsminister Laumann mit.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Granulat in Förmchen einfüllen, kurze Zeit in Wasser tauchen – fertig ist der Flummi. Doch die leuchtend bunten Kügelchen, die dabei verwendet werden, können von Kindern leicht mit Brausepulver verwechselt wer­den – mit gefährlichen Folgen. Das haben Untersuchungen des Lan­desinstituts für Gesundheit und Arbeit (LIGA.NRW) in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf ergeben. „Verbunden mit Flüs­sigkeit quillt das Granulat im Magen rasch auf und kann den Magenaus­gang verschließen.“, warnt Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Ein in Nordrhein-Westfalen ansässiges Unternehmen hat aufgrund der Untersuchungsergebnisse den Verkauf der Flummi-Bastelsets sofort freiwillig in sämtlichen Filialen gestoppt und ruft den Artikel zurück. „We­gen der möglichen Gesundheitsgefahr für Kinder sind die Marktüberwachungsbehörden europaweit informiert worden, da nicht auszuschlie­ßen ist, dass weitere dieser Artikel anderer Hersteller und Inverkehrbringer im Handel erhältlich sind“, betonte Laumann.

Aufgefallen ist das Flummi-Bastelset bei der regelmäßig laufenden Marktüberwachung in Nordrhein-Westfalen. Grundsätzlich gilt: Spiel­zeug darf nur dann auf den europäischen Markt gebracht werden, wenn es den Sicherheitsanforderungen entspricht und bei einer bestim­mungsgemäßen Verwendung - aber auch bei einer vorhersehbaren fal­schen Anwendung - die Sicherheit oder Gesundheit von Kindern nicht gefährdet.

Nach Angaben des Herstellers ist das Bastelset für Kinder über 3 Jah­ren zum Spielen geeignet. Wird das Granulat zum Flummi-Selberbau nach Gebrauchsanweisung verwendet, sieht das Landesinstitut für Ar­beit und Gesundheit (LIGA.NRW) keine Gefahren. „Aber Kinder sind Kinder und deswegen ist nicht auszuschließen, dass sie die Plastiktüten mit den verschieden bunt  gefärbten Granulaten mit Brausepulver ver­wechseln. Vor allem die Farben, die Größe der Verpackungen, die Pul­verform, so wie die anfängliche Löslichkeit in Wasser erinnern stark an Brausepulver – und ein Glas mit Wasser braucht man auch dazu“, sagte Laumann.

Um mögliche Gesundheitsgefahren durch „Verschlucken des Granula­tes“ bei Kindern über 3 Jahren zu ermitteln, hat das LIGA.NRW ein Gut­achten beim Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Düssel­dorf in Auftrag gegeben. Die Gutachter kamen zum Ergebnis, dass aus ärztlicher Sicht sehr konkret die Gefahr eines Magenausgangsver­schlusses besteht, wenn das Granulat selbst oder aufgelöstes Granulat verschluckt wird. Selbst kleine verbleibende Reste des Granulates in den Tüten nach dem Basteln reichen aus. Die Situation wäre mit erheb­lichen medizinischen Risiken verbunden bis hin zur Notwendigkeit eines operativen Eingriffs. Schon bei Verdacht auf ein Verschlucken des Gra­nulates sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Weitere Infos unter www.liga.nrw.de

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