Minister Laumann: „Fangprämien unterbinden“

8. Dezember 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Fangprämien im Interesse von Patienten, unbescholtener Ärzte und Krankenhäuser unterbinden“ / Land will gegen Fangprämien für niedergelassene Ärzte vorgehen / Neue Regelung im Krankenhausgestaltungsgesetz

Das Land Nordrhein-Westfalen wird gegen die so genannten Fangprämien an zuweisende Ärzte vorgehen. Dies hat das Kabinett auf Initiative von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann beschlossen. „Fangprämien für Ärzte sind nicht hinnehmbar. Die freie Arzt- und Krankenhauswahl ist oberstes Patientenrecht“, sagte der Minister.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen wird gegen die so genannten Fangprämien an zuweisende Ärzte vorgehen. Dies hat das Kabinett auf Initiative von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am heutigen Dienstag (8. Dezember 2009) in Düsseldorf beschlossen.

„Fangprämien für Ärzte sind nicht hinnehmbar. Die freie Arzt- und Krankenhauswahl ist oberstes Patientenrecht. Deshalb müssen wir diese besorgniserregende Entwicklung mit Nachdruck eindämmen, bevor unser angesehenes Gesundheitswesen insgesamt Schaden nimmt. Krankenhäuser, die gute Qualität bieten, haben es nicht nötig, für Zuweisungen zu zahlen“, sagte Gesundheitsminister Laumann in Düsseldorf.

Laumann hatte sich in der Landesregierung für ein verbessertes Anordnungsrecht der Krankenhausaufsicht eingesetzt. „Das Land als Aufsichtsbehörde muss präventiv und regulierend bei solchen Missständen eingreifen können. Deshalb bin ich für eine entsprechende Änderung im Krankenhausgestaltungsgesetz – wir müssen diesen Missständen vorbeugen und bei gravierenden Fällen auch entsprechende Zwangsmittel bereithalten“, sagte der Minister.

Nach der vorgeschlagenen Regelung soll unmissverständlich klargestellt werden, dass es eben nicht erlaubt ist, für die Zuweisung von Patienten zu zahlen. Die Ergänzung des Krankenhausgestaltungsgesetzes macht deutlich, dass Ärzte und Krankenhäuser keine Makler sein dürfen, sondern sich dem Dienst am Menschen verpflichtet haben. „Solange Leistungen erbracht und dies in Verträgen transparent geregelt ist, spricht nichts gegen eine Bezahlung niedergelassener Ärzte beispielsweise für Vor- oder Nachsorgeuntersuchungen. Im Interesse der Mehrzahl unbescholtener Ärzte und Kliniken müssen aber ungerechtfertigte Vorteile wie Zuweisungs- oder Fangprämien unterbunden werden“, forderte Laumann.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.