Erfolgsmodell für die berufliche Weiterbildung

4. August 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Erfolgsmodell für die berufliche Weiterbildung“ / Bilanz nach drei Jahren Bildungsscheck in Nordrhein-Westfalen: Schon mehr als 220.000 Weiterbildungen realisiert

Drei Jahre nach Einführung des Bildungsschecks in Nordrhein-West­falen hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann Bilanz gezogen. Danach haben seit 2006 schon mehr als 220.000 Menschen mit Hilfe des Bildungsschecks an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Drei Jahre nach Einführung des Bildungsschecks in Nordrhein-West­falen hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann Bilanz gezogen. Danach haben seit 2006 schon mehr als 220.000 Menschen mit Hilfe des Bildungsschecks an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen.

„Dabei freut es mich besonders, dass dies zum großen Teil Menschen sind, die seit vielen Jahren keine berufliche Weiterbildung mehr ge­macht hatten. Außerdem haben wir überdurchschnittlich viele Frauen zu einer Weiterbildung angeregt und vielen Unternehmen einen Anstoß gegeben, künftig noch mehr auf Weiterbildung zu setzen. Ich bin wirklich stolz darauf, dass sich der Bildungsscheck zu solch einem Erfolgs­modell entwickelt hat.“ Das sagte Minister Laumann heute (4. August 2009) in Düsseldorf zur Vorstellung einer Broschüre zu drei Jahren Bildungsscheck in Nordrhein-Westfalen.

Darin werden anhand von Praxisbeispielen die Erfahrungen mit dem Bildungsscheck und der Erfolg des Instrumentes dargestellt (siehe Anhang). Neben Nutzerinnen und Nutzern kommen die Bildungs­scheckberatungsstellen genauso zu Wort wie die Weiterbildungs­anbieter, außerdem Experten von Bund und Land sowie Vertreter von Handwerk und Unternehmen.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – so der Minister weiter – hätten viele Beschäftigte wie auch Firmenchefs erkannt, dass berufliche Weiterbildung Jobs sichern und Firmen wettbewerbsfähig halten kann. Das unbürokratische und gerade deshalb so erfolgreiche nordrhein-westfälische Modell habe bereits in anderen Bundesländern (zum Beispiel Hessen) wie auch auf Bundesebene Nachahmer gefunden.


Einige Zahlen:

•       45 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer des Bildungsschecks haben in den letzten fünf Jahren an keiner Weiterbildung teil­genommen. Der Bildungsscheck erreicht also diejenigen, die Weiterbildung besonders gut gebrauchen können.

•       71 Prozent der Einzelpersonen, die einen Bildungsscheck bean­tragen, sind Frauen. Dies ist besonders bemerkenswert, weil in der beruflichen Weiterbildung Frauen sonst unterrepräsentiert sind.

•       Fast 90 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer geben an, dass der Bildungsscheck zusätzliche Weiterbildungsanstrengungen ange­regt habe. Der Bildungsscheck hat also eine Anschubfunktion.

•       Fast 70 Prozent der Betriebe, die den Bildungsscheck nutzen, haben weniger als 50 Beschäftigte. Erreicht werden also vor allem kleine Unternehmen, die sonst bei der Weiterbildung eher zurück­haltend sind.

•       Von Anfang 2006 bis Ende 2008 wurden rund 66 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für den Bildungsscheck aus­gegeben.

Zielgruppe und Förderhöhe: Der Anfang 2006 vom nordrhein-west­fälischen Arbeitsministerium eingeführte Bildungsscheck wendet sich an Beschäftigte in Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten sowie an Existenzgründerinnen und -gründer in den ersten fünf Jahren und an Berufsrückkehrende. Gefördert werden 50 Prozent der Weiterbildungs­ausgaben – mit bis zu 500 Euro pro Person.

Verfahren: Betriebe, die den Bildungsscheck für ihre Mitarbeiter bean­tragen, Beschäftigte oder Berufsrückkehrende müssen sich vor Erhalt des Bildungsschecks in einer der über 220 nordrhein-westfälischen Be­ratungsstellen beraten lassen. Danach erhält der Beratene den Bildungsscheck und kann ihn unmittelbar bei einem Weiterbildungs­anbieter einlösen. Das Verfahren ist einfach und unbürokratisch, es muss kein Antrag gestellt werden.

Weitere Infos: Die kostenlose Broschüre „Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen“ kann beim nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium bestellt werden und steht auch zum Download zur Verfügung. Bestellungen und weitere Infos zum Bildungsscheck unter: www.bildungsscheck.nrw.de


Erfahrungsberichte von Beschäftigten und Unternehmen:

•     Petra Syring, Verwaltungsangestellte bei der Evangelischen Erwachsenenbildung Ennepe-Ruhr in Schwelm, nimmt an einer Weiterbildung zur Managementassistentin teil: „Diese Weiterbildung hat mich in meiner Arbeit sicherer gemacht und mein Selbstwert­gefühl gesteigert. Auch mein Arbeitgeber ist davon ganz begeis­tert.“

•     Michael Mauckner hat nach einer Weiterbildung zu einem speziel­len Schweißverfahren den Sprung vom Montagehelfer bei der Firma Team Steffen AG in Alsdorf zum Anlagetechniker geschafft: „Dass ich jetzt als Anlagentechniker eingestuft bin, hat ganz klar mit dem Lehrgang zu tun. Finanziell macht sich das schon bemerkbar.“

•     Julia Golz, Physiotherapeutin in Bochum, machte Weiterbildungen in manueller Therapie „In unserer Branche ist eine solche Quali­fizierung notwendig. Ohne die finanzielle Unterstützung durch den Bildungsscheck hätte ich die Fortbildungen nicht machen können.“

•     Peter Schrätz, selbstständiger Unternehmensberater in Duisburg, hat eine Weiterbildung in Microsoft Excel für Profi-Anwender in An­spruch genommen: „Ich bin Unternehmensgründer und muss mich am Markt etablieren. Dabei kann ich gar nicht auf Weiterbildung verzichten. Ich hätte die Kosten für den Kurs nicht allein tragen können.“

•     Anette Hagemann, Geschäftsführerin der Röher Parkklinik in Eschweiler: „Die meisten Bildungsschecks werden von unseren Therapeuten in Anspruch genommen. Deren Souveränität im Umgang mit den Patienten wird größer, ebenso ihr Handlungs­spielraum. Dies kommt den Patienten zugute und schützt auch vor demBurn-out-Syndrom.“

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