Minister Laumann: „Erfolgreiche Unternehmer bilden jetzt aus“

1. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Erfolgreiche Unternehmer bilden jetzt aus“ / Kurzarbeit und Qualifizierung in der Krise gefragt

„Wer jetzt eine Ausbildung beginnt, ist in einigen Jahren – wenn der demografische Wandel seine Wirkung voll entfaltet – der qualifizierte Facharbeiter, der den Betrieb trägt“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute zur Veröffentlichung der aktuellen Ausbildungs- und Arbeitsmarktdaten.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Wer jetzt eine Ausbildung beginnt, ist in einigen Jahren – wenn der demografische Wandel seine Wirkung voll entfaltet – der qualifizierte Facharbeiter, der den Betrieb trägt“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute zur Veröffentlichung der aktuellen Ausbildungs- und Arbeitsmarktdaten. „Bei meiner gerade abgeschlossenen, landesweiten Ausbildungstour habe ich viele gute Beispiele erlebt, wo gerade kleine und mittelständische Unternehmer so vorausschauend denken“, so Laumann.  Er sei froh, dass in diesem Jahr trotz schlechter wirtschaft­licher Lage der Ausbildungsmarkt stabil geblieben sei. „Dennoch werde ich weiter an die Unternehmen appellieren, ihr Engagement zu ver­stärken, damit nach der Krise – wenn die Auftragsbücher voll sind – auch genügend qualifizierte Mitarbeiter da sind“, sagte der Minister.

Derzeit kommen auf einen der gut 11.000 noch freien Ausbildungsplätze im Land rund zwei Bewerber. Das entspricht in etwa der Situation im vergangenen Jahr. „Aber: Jetzt läuft der Endspurt. Wer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, hat noch gute Karten – er muss aber am Ball bleiben und selbst auch Flexibilität beweisen. Wenn es mit der Wunschausbildung nicht klappt, ist eine alternative Ausbildung immer noch besser als gar keine“, so Laumann.

Darüber hinaus zeigte sich Laumann zufrieden mit dem Erfolg der konjunkturellen Kurzarbeit. „Dieses Instrument hat sich bewährt – trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage bleibt die Lage auf dem Arbeits­markt momentan stabil“, sagte er. Wirtschaftsministerin Christa Thoben ergänzte: „Die Unternehmen bereiten sich nach wie vor auf die Zeit nach der Krise vor. Der heute veröffentlichte Geschäftsklimaindex von Nordrhein-Westfalen belegt, dass die Betriebe ihre Lage weniger negativ als in den vergangenen sechs Monaten beurteilen. Erkennbar geht es den Unternehmen im Lande darum, über die Kurzarbeiter­regelungen Fachkräfte zu halten und damit die eigene Wettbewerbs­fähigkeit auf mittlere Sicht zu stärken“.

Laumann wies auch auf die sinnvolle Verknüpfung von Kurzarbeit und Qualifizieren hin. Gemäß der Leitlinie „Qualifizieren statt Entlassen“ können in diesem Rahmen Sozialversicherungsbeiträge erstattet wer­den. Durch diese Regelung können Unternehmen über einen langen Zeitraum ihre Personalkosten deutlich reduzieren. Gleichzeitig können die anfallenden Qualifizierungskosten vollständig von der Bundes­agentur gefördert werden. Auf diese Weise kann die Zeit der Kurzarbeit in den Unternehmen optimal zur Weiterbildung der Beschäftigten ge­nutzt werden. „Wir unterstützen die Betriebe außerdem dabei, ihren Be­darf an Qualifizierung zu ermitteln und passende Bildungsangebote zu finden“, so Laumann.

Arbeitsmarktentwicklung in Nordrhein-Westfalen
August 2009 Veränderung gegenüber August 2008 Veränderung gegenüber Mai 2005 Stand Mai 2005
Arbeitslose insgesamt 828.212 + 73.830 - 232.854 1.061.066
Arbeitslose SGB II (Langzeit-arbeitslosigkeit, ALG II) 572.191 +7.796 - 84.616 656.807
Arbeitslose (weniger als 12 Mon.) (SGB III, Arbeitslosengeld I) 256.021 + 66.034 - 148.238 404.259
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte  5.771.300 (6/2009) -23.800 (6/2008) + 207.689 5.563.611

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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