Projekt „3. Weg in der Berufsausbildung“

4. August 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Ein sensationeller Erfolg nach kurzer Zeit!“ /Bereits 230 erfolgreiche Abschlüsse im Pilotprojekt „3. Weg“

Die ersten 230 Jugendlichen haben in dem Projekt „3. Weg in der Berufsausbildung“ bereits nach zwei Jahren ihre Prüfungen erfolgreich abgeschlossen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Die ersten 230 Jugendlichen haben in dem Projekt „3. Weg in der Berufsausbildung“ bereits nach zwei Jahren ihre Prüfungen erfolgreich abgeschlossen. „Das ist ein sensationeller Erfolg! Denn diese Jugend­lichen hatten zuvor wegen ihrer schulischen, persönlichen oder sozialen Voraussetzungen lange vergeblich nach einer Lehrstelle gesucht und hätten im ‚3. Weg’ eigentlich wesentlich länger Zeit gehabt, ihre Ausbil­dung zu beenden.“ Das sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (4. August 2009) in Düsseldorf in einer ersten Bilanz des von ihm im Herbst 2006 mit 850 Auszubildenden gestarteten Pilotprojektes.

Etwa 260 Auszubildende sind nach der Regelausbildungszeit von zwei Jahren zur Prüfung angetreten. Die 230 erfolgreichen Abschlüsse erge­ben eine überdurchschnittliche Erfolgsquote von 88 Prozent. „Dies freut mich besonders,“ – so der Minister weiter – „weil es zeigt, dass die individuelle Förderung der Jugendlichen zum Ziel geführt hat.“

Der „3. Weg“ ist ein Angebot des Landes, eine Berufsausbildung in anerkannten, meist zweijährigen Ausbildungsberufen aufzunehmen. Das Besondere daran ist die berufliche Qualifizierung über so genannte Ausbildungsbausteine, welche Schritt für Schritt im besten Fall zur Abschlussprüfung führen. Bei vorzeitigem Ausstieg können die Teil­nehmerinnen und Teilnehmer über die Zertifikate der absolvierten Bausteine ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Eine weitere Besonderheit ist ein individuelles Bildungscoaching, das von Sozialpädagog/innen, Stützlehrer/innen und Ausbilder/innen ge­leistet wird. Dabei wird mit den Jugendlichen ein individueller Quali­fizierungs- und Förderplan vereinbart; und sie werden auch bei persön­lichen Problemen während der Ausbildung begleitet.

Die Jugendlichen erhalten einen regulären Ausbildungsvertrag mit einem Bildungsträger. Sie besuchen die Berufsschule in eigens einge­richteten kleinen Klassen und erhalten zusätzlichen Stützunterricht beim Träger. Um sich in der Praxis zu erproben, werden sie bis zur Hälfte ihrer Ausbildungszeit in einem Betrieb eingesetzt.

Die Dauer der Ausbildung richtet sich nach den individuellen Lernfort­schritten. Bei persönlichen Problemen können die Jugendlichen die Ausbildung auch unterbrechen und später wieder aufnehmen. Insge­samt haben sie fünf Jahre Zeit, ihre Ausbildung abzuschließen. In diesem Sommer finden Prüfungen für diejenigen Jugendlichen statt, die ein halbes Jahr länger für ihre Ausbildung benötigt haben. 2008 wurde das Pilotprojekt „3. Weg“ um weitere 900 Plätze aufgestockt.

Die Ausbildungskosten im „3. Weg“ übernimmt das nordrhein-westfä­lische Arbeitsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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