„Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009“ verliehen

17. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Die Menschen werden besser versorgt und schneller gesund!“ / „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009“ an beispielhafte Projekte in Essen, Münster, Solingen und Ratingen

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Projekte aus Essen, Münster, Solingen und Ratingen mit dem „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009“ ausgezeichnet : „Die Siegerprojekte haben beispielhaft gezeigt, wie die verschiedenen Berufsgruppen und Einrichtungen im Gesundheitswesen besser zusammenarbeiten können.“

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Projekte aus Essen, Münster, Solingen und Ratingen mit dem „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009“ ausgezeichnet.

„Die Siegerprojekte haben beispielhaft gezeigt, wie die verschiedenen Berufsgruppen und Einrichtungen im Gesundheitswesen besser zusammenarbeiten können. Die Patientinnen und Patienten profitieren davon unmittelbar, denn sie werden besser versorgt und schneller gesund. Diese Beispiele guter Praxis wollen wir weithin bekannt machen und zur Nachahmung empfehlen, denn eine bessere Kooperation im Gesundheitswesen ist das große Thema der Zukunft.“ Dies sagte Minister Laumann heute (17. November 2009) bei der Preisübergabe in Düsseldorf.

Der 1. Preis ging an das Universitätsklinikum Essen, wo ein Netzwerk aller Berufsgruppen aufgebaut wurde, die sich an der Behandlung von Kopfschmerzen beteiligen. Es wurden zwei 2. Preise vergeben: einer an das Gesundheitsamt in Münster, das mit dem Projekt „Gesund aufwachsen in Münster“ junge Mütter für die gesundheitliche Vorsorge für ihre Kinder sensibilisiert. Ein weiterer 2. Preis geht an ein Gesundheitsnetzwerk in Solingen, wo schon 10.000 Menschen von der Vernetzung von Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und weiteren Anbietern profitieren. Den 3. Preis erhält das St. Marien Seniorenheim in Ratingen, das mit einem Projekt zur Schmerzbehandlung und Hospizbetreuung eine ganzheitliche Betreuung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen bietet.

Der „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen“ wird jährlich im Rahmen der von der Landesgesundheitskonferenz beschlossenen Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ vergeben. Schwerpunkt war in diesem Jahr: „Kooperation im Gesundheitswesen – Sektorenübergreifende Projekte“. Ausschlaggebend waren unter anderem der Innovationsgrad eines Projektes und die gesundheitswissenschaftliche Bewertung der Anträge.

Die Vorauswahl der Preisträger traf eine Arbeitsgruppe der Landesgesundheitskonferenz, in der alle wesentlichen gesundheitspolitischen Institutionen des Landes vertreten sind, die endgültige Entscheidung lag bei Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Insgesamt hatten sich 93 Institutionen mit ihren Projekten beworben.

Hinweise an die Redaktionen:
Detaillierte Informationen zu den Siegerprojekten finden sich im
Anhang. Zusätzliche Informationen zu den Preisträgern und dem Gesundheitspreis gibt es auch im Internet: www.gesundheitspreis.nrw.de. Auf dieser Seite stehen ab heute Nachmittag auch Fotos von der Preisverleihung zum Download zur Verfügung.

Die Sieger beim Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2009

1. Preis

Projekt des Universitätsklinikum Essen „Westdeutsches Kopfschmerzzentrum – Kompetenzzentrum für Diagnostik und Therapie von Kopfschmerzen“ (5.000 Euro)

Hier wurde ein Netzwerk aller Berufsgruppen aufgebaut, die an der Behandlung von Kopfschmerzen beteiligt sind. Ziel des Projekts ist eine abgestufte Behandlungskette vom Allgemeinarzt über den niedergelassenen Facharzt, die tagesklinische Betreuung bis hin zu einer rehabilitativen Weiterbehandlung sowie psychologischen und sportmedizinischen Begleittherapien. Bei den jährlich rund 1.200 Patienten, die im Rahmen dieses Projekts betreut werden, sind die Kopfschmerztage sowie die Fehlzeiten am Arbeitsplatz jeweils um die Hälfte zurückgegangen. Der Ansatz dieses Projektes lässt sich auf andere Krankheitsbilder übertragen.

Ansprechpartner beim Universitätsklinikum Essen:
Dr. med Charly Gaul, Telefon 0201 / 436960

2. Preis

Projekt „Gesund aufwachsen in Münster“ des Münsteraner Gesundheitsamtes (3.000 Euro)

Mit dem Münsteraner Familienhebammenprojekt werden Schwangere und junge Mütter dafür sensibilisiert, frühzeitig die Vorsorgemöglichkeiten für ihre Kinder in Anspruch zu nehmen. Zu diesem Zweck bieten sechs – zum Teil interkulturell geschulte – Hebammen in Kindertagesstätten einmal wöchentlich Sprechstunden an. Themen der Beratung sind unter anderem Säuglingssterblichkeit, Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Famili-enplanung. Damit werden vor allem Mütter aus sozial benachteiligten Schichten erreicht, die ansonsten nicht vom herkömmlichen Hilfesystem erfasst würden. Das Projekt ist Teil der Initiative „Gesund aufwachsen in Münster“, die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für Kinder und Familien bündelt.

Ansprechpartnerin beim Gesundheitsamt der Stadt Münster:
Dr. Dagmar Schwarte, Telefon 0251 / 4925303

2. Preis

Gesundheitsnetzwerk „Der Mensch im Mittelpunkt“ in Solingen (3.000 Euro)

Das Projekt vernetzt die Arbeit von mehr als 140 Haus- und Fachärzten, drei Krankenhäusern und weiteren Anbietern wie Apotheken und Pflegeeinrichtungen. Rund 10.000 Solinger Bürgerinnen und Bürger nehmen bislang an dem fach- und sektorenübergreifenden Projekt teil. Ziele sind insbesondere die Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen, eine abgestimmte Arzneimittelbehandlung, die bruchlose Weiterbehandlung von Krankenhauspatienten im ambulanten Bereich sowie die Vermeidung von Krankenhauseinweisungen durch besondere ambulante Angebote. Das Gesundheitsnetz bedient sich einer dezentralen, arztgeführten elektronischen Patientenakte, die für die Mit- und Weiterbehandlung erforderliche Daten und Befunde enthält.

Ansprechpartner beim Projektträger „solimed – Unternehmen Gesundheit“: Mark Kuypers, Telefon 0212 / 2494675

3. Preis

Projekt zur Schmerzbehandlung und Hospizbetreuung des St. Marien Seniorenheims in Ratingen (2.000 Euro)

Das Projekt bietet eine ganzheitliche Betreuung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen. Die Hospizbewegung Ratingen e.V. und das St. Marien Krankenhaus GmbH haben eine abgestimmte Zusammenarbeit aller Leistungserbringer in der Sterbebegleitung und Palliativversorgung (Schmerzbehandlung) entwickelt. Vielschichtige Angebote stellen eine ganzheitliche, qualitätsorientierte Palliativ-Care-Versorgung sicher. Dazu zählen beispielsweise regelmäßige Fallbesprechungen, die psychosoziale Betreuung sowie Angebote zur Trauerbewältigung für Angehörige. Das Ratinger Projekt bietet den Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern die Chance, die letzte Lebensphase optimal betreut und versorgt in der gewohnten Umgebung zu verbringen. Das Projekt hat damit Vorbildcharakter für andere Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege.

Ansprechpartner beim St. Marien Seniorenheim:
Horst Ramm, Telefon 02102 / 8516351

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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