60 Jahre Sozialinstitut Kommende in Dortmund

17. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Die Erfahrung und das Wissen der Kommende sind uns eine wertvolle Unterstützung und Hilfe“ / 60 Jahre Sozialinstitut Kommende in Dortmund

Das 1949 gegründete Sozialinstitut Kommende Dortmund des Erzbistums Paderborn feierte heute sein 60-jähriges Bestehen. „In all den Jahren hat dieses Sozialinstitut im Sinne der katholischen Soziallehre herausragende Arbeit geleistet.“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann beim Festakt in der Bürgerhalle des Rathauses.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Das 1949 gegründete Sozialinstitut Kommende Dortmund des Erzbistums Paderborn feierte am Dienstag (17. November 2009) sein 60-jähriges Bestehen. „In all den Jahren hat dieses Sozialinstitut im Sinne der katholischen Soziallehre herausragende Arbeit geleistet. In Zeiten von Aufbau und Erneuerung, in Zeiten von Krisen und Strukturwandel wurden hier Brücken geschlagen: Zu Unternehmen und Gewerkschaften, zu Menschen in anderen Ländern und in unterschiedlichen Lebenssituationen“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann beim Festakt in der Bürgerhalle des Rathauses.

Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage wies Laumann auf die Bedeutung der Sozialen Frage hin. Die Menschen hätten durch die Wirtschaftskrise Angst um die sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen. „Da sind die Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen, Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, im Alter aber zusätzlich noch eine Grundsicherung brauchen; da werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer systematisch von ihren Vorgesetzten ausspioniert; da gibt es Firmen, die sich Scheingewerkschaften halten; für die Manager werden gerade einmal Boni und Sonderzahlungen infrage gestellt – für viele Beschäftigte stehen dagegen der Arbeitsplatz und damit ihre Existenzgrundlage auf dem Spiel!“, erklärte Laumann. Deshalb sei es höchste Zeit für eine neue, intensive Wertediskussion in Gesellschaft und Politik.

Es sei Aufgabe der Politik, christlich-soziale Prinzipien in konkreten Maßnahmen umzusetzen. Deshalb habe die Landesregierung beispielsweise mit dem Wohn- und Teilhabegesetz die Interessen und Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt gestellt. „Das Leben der Menschen in den Betreuungseinrichtungen soll sich, soweit wie eben möglich, an den Maßstäben eines Lebens wie zu Hause orientieren“, sagte Laumann. Mit dem Landesprogramm „Teilhabe für alle“ stelle sich die gesamte Landesregierung ihrer Verantwortung in der Behindertenpolitik. „Es geht uns darum, dass alle Menschen in Nordrhein-Westfalen ihr Leben selbst bestimmt und in Würde gestalten und leben können. Egal ob sie in der Stadt oder auf dem Land wohnen, krank sind oder gesund, behindert oder nicht behindert“, so der Minister. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen allein 2009 rund 186,4 Millionen Euro bereit. „Besonders am Herzen liegt mir auch die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt. Niemand darf im Arbeitsleben nur eine Kostenstelle oder ein Produktionsfaktor sein“, sagte Laumann. Die Menschen müssten die Möglichkeit haben an Arbeit teilzuhaben. Deshalb  sollen in den nächsten Jahren 1.000 neue Arbeitsplätze für behinderte Menschen in Integrationsunternehmen geschaffen und die Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen am allgemeinen Arbeitsmarkt in den nächsten zwei bis drei Jahren einen großen Schritt voran gebracht werden.

Zu den Schwächsten gehören aber auch immer die Kinder. Mittlerweile lebt jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen in einkommensarmen und bildungsfernen Verhältnissen. „Trotz angespannter Haushaltslage werden wir nicht nachlassen in unseren Anstrengungen, wie beispielsweise beim Runden Tisch Hilfe für Kinder in Not oder bei unserem Landesprogramm „Kein Kind ohne Mahlzeit“, sagte Laumann.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.