Aktionsplan Altenpflege: Tausend Ausbildungsplätze für Arbeitslose

13. April 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „In der Altenpflege erhalten 1000 arbeitslose Menschen eine neue Chance“

Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den offiziellen Startschuss für den „Aktionsplan Altenpflege 2010“ gegeben. „Im Rahmen dieses Aktionsplans werden bis zu 1000 zusätz­liche Ausbildungsplätze in der dreijährigen Fachkraftausbildung für ar­beitslose Menschen gefördert. Sie erhalten die Chance, sich zum staat­lich geprüften Altenpfleger ausbilden zu lassen und damit einen zukunftssicheren Job zu erhalten“, sagte Minister Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den offiziellen Startschuss für den „Aktionsplan Altenpflege 2010“ gegeben. „Im Rahmen dieses Aktionsplans werden bis zu 1000 zusätz­liche Ausbildungsplätze in der dreijährigen Fachkraftausbildung für ar­beitslose Menschen gefördert. Sie erhalten die Chance, sich zum staat­lich geprüften Altenpfleger ausbilden zu lassen und damit einen zu­kunftssicheren Job zu erhalten“, sagte Minister Laumann heute (13. April 2010) in Düsseldorf.

„Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl pflegebedürfti­ger Menschen allein in Nordrhein-Westfalen auf bis zu 650.000 ansteigt und sich damit auch der Bedarf an qualifizierten Altenpflegekräften wei­ter erhöht“, so der Minister. „Die Landesregierung stellt sich weiterhin dieser Aufgabe – auch in finanziell schwierigen Zeiten“, betonte Laumann. Er verwies darauf, dass bereits 2009 rund 9500 Altenpflege­schüler in der Ausbildung waren. Davon wurden rund 8700 Ausbil­dungsplätze vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren dies lediglich 7200 landesgeförderte Plätze. „Damit haben wir die Zahl um 1500 Plätze erhöht, das entspricht einer Steige­rung von mehr als 20 Prozent – auf diese Bilanz können wir stolz sein“, sagte der Minister.

Angesichts der demographischen Entwicklung wird die Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegedienstleistungen aber weiter steigen. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir uns mit der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und den zugelassenen kommu­nalen Trägern auf den Aktionsplan Altenpflege 2010 verständigt haben und damit einen zusätzlichen Impuls geben können, um den zukünftigen Personalbedarf in der Pflege zu decken“, erklärte Laumann. Die Lan­desregierung beteiligt sich am Aktionsplan mit einem Fördervolumen von mehr als 1,1 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozial­fonds (ESF). Die Agenturen für Arbeit, die ARGEn und kommunalen Träger übernehmen unter anderem die Kosten der theoretischen Aus­bildung.

„Bedarf und Notwendigkeit, gemeinsam zu handeln, liegen in der pro­fessionellen Altenpflege auf der Hand“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der NRW-Regionaldirektion der Bun­desagentur für Arbeit. „Die Nachfrage nach ausgebildeten Altenpflegern steigt kontinuierlich. Aber, das ist kein Beruf, den man erlernt, weil die Nachfrage da ist, sondern weil man eine Beziehung dazu hat. Er stellt physisch und psychisch hohe Anforderungen. Eine professionelle Aus­wahl der Arbeitnehmer, die nicht nur die Ausbildung erfolgreich durch­laufen, sondern auch der Ausübung gewachsen sind, ist daher ent­scheidend. Insgesamt erhöhen die Agenturen für Arbeit und die Job­center in NRW ihr Angebot um 850 bis 1000 auf rund 1.350 Ausbil­dungsplätze. Das heißt: Übernahme der Ausbildungskosten von 12.000 Euro für drei Jahre, Kosten für den Lebensunterhalt von monatlich durchschnittlich 830 Euro und Fahrtkosten während der Ausbildung von ca. 2.500 Euro. Insgesamt sind etwa 20 Millionen Euro dafür verplant.“

„Mit dem neuen Aktionsplan leisten wir gleichzeitig einen Beitrag, dass auch das Berufsfeld für die Beschäftigten in der Altenpflege noch attrak­tiver wird“, betonte Minister Laumann. „Um das zu erreichen, haben sich die Partner des Aktionsplans darauf verständigt, das Förderangebot des Landes für die Potentialberatung gezielt für diese Aufgabe einzusetzen“, erklärte der Minister. Bei der Potentialberatung helfen professionelle Berater den Altenpflegeeinrichtungen, Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und -abläufe oder der Personalqualifizierung zu erarbeiten. Bisher nutzten in erster Linie kleine Unternehmen dieses Angebot, das die Landesregierung aus Mitteln des ESF mit 7,7 Millionen Euro jährlich fördert.

„Mit unserem neuen Aktionsplan helfen wir gleich zwei Personengrup­pen: den pflegebedürftigen und den Arbeit suchenden Menschen. Damit sorgen wir dafür, dass der Job-Motor Pflege weiterhin rund läuft“, be­tonte Laumann. 

Weitere Informationen stehen unter www.altenpflegeausbildung.nrw.de oder unter www.arbeit.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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