Minister Laumann: Das Soziale rückt wieder in den Mittelpunkt

2. Oktober 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Das Soziale rückt wieder in den Mittelpunkt“ / Jahresempfang des Sozialverbands Deutschland Nordrhein-Westfalen

In Krisenzeiten bekommt das Soziale ein größeres Gewicht. „Die Fi­nanzkrise hat gezeigt: Wettbewerb braucht auch Augenmaß und soziale Verantwortung“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann beim Jahres­empfang des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

In Krisenzeiten bekommt das Soziale ein größeres Gewicht. „Die Fi­nanzkrise hat gezeigt: Wettbewerb braucht auch Augenmaß und soziale Verantwortung“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann beim Jahres­empfang des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Nordrhein-Westfalen am Freitag (2. Oktober 2009) in Düsseldorf.

Wettbewerb mit Augenmaß und soziale Verantwortung sind der be­währte gedankliche Ansatz für die soziale Marktwirtschaft. „Sie ist ein alternativloses Gesellschaftsmodell, das sich an Freiheit und Selbstver­antwortung der Menschen sowie am christlichen Menschenbild, der Nächstenliebe und der Solidarität orientiert. Wir brauchen eine Balance zwischen Gewinnstreben und Gemeinnützigkeit. Das ist das Wesen der Sozialen Marktwirtschaft: Dass sich der Staat um diese Balance küm­mert. Er greift dort ein, wo die Märkte versagen, wo Schwache an den Rand gedrängt werden. Hier lautet unsere Devise: Erst der Mensch, dann der Markt“, so Laumann.

„Wir haben bereits viel getan und werden nicht nachlassen, um unser Land sozial gerechter zu gestalten“, sagte der Minister. Noch ist zum Beispiel das Thema Altersarmut eher ein Randthema – doch mit Blick auf die kommenden Rentnergenerationen gewinnt es immer mehr an Bedeutung.

Aber auch benachteiligte Menschen müssen im Mittelpunkt stehen. „Auch den behinderten und pflegebedürftigen alten Menschen müssen wir helfen. Insbesondere der Lebensalltag in unseren Heimen und Betreuungseinrichtungen muss sich verbessern. Mit unserem neuen Wohn- und Teilhabegesetz werden wir für mehr Teilhabe und Lebens­qualität in den Betreuungseinrichtungen sorgen“, sagte Laumann.

Der Gesundheits- und Pflegebereich hat in Nordrhein-Westfalen eine herausragende Bedeutung. Rund eine Million Menschen arbeiten hier – das sind 14 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Land. Damit noch mehr Menschen in diesem Bereich arbeiten können, sollen die Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten weiter verbes­sert werden. Vor diesem Hintergrund ist auch der Startschuss für eine neue staatliche Fachhochschule für Gesundheitsberufe auf dem Ge­sundheitscampus von Nordrhein-Westfalen in Bochum gefallen. Junge Menschen bekommen hier eine berufliche Perspektive in der Pflege und anderen nicht-ärztlichen Heilberufen mit gleichzeitigem Studien- und dualem Berufsabschluss.

„Eine moderne Sozialpolitik ist die Voraussetzung für eine solidarische, humane Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie“, sagte Laumann. „Wohlstand für alle und verlässliche Unterstützung für die Schwachen ist dabei die Zielsetzung der Landesregierung“. Dieses Ver­ständnis zeigt sich auch in den neuen sozialpolitischen Programmen. Mit dem Programm „Kein Kind ohne Mahlzeit“ werden im nächsten Jahr rund 20 Millionen Euro eingesetzt, um Kindern aus benachteiligten Fa­milien ein Mittagessen in der Ganztagsschule zu ermöglichen. In dem Programm „Teilhabe für alle“ werden Hilfen für behinderte Menschen und ihre Angehörigen in einem Gesamtvolumen von rund 187 Millionen Euro bereitstehen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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