Bundesweit könnten 2.000 Ausbildungsplätze entstehen

27. Januar 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Bundesweit könnten 2.000 Ausbildungsplätze entstehen“ / Kabinett beschließt Bundesratsinitiative: Staatliche Anerkennung des Operationstechnischen Assistenten gefordert

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettsitzung eine Bundesratsinitiative beschlossen, die eine staatliche Anerkennung der Operationstechnischen Assistenten zum Ziel hat. „Die Arbeit in den Krankenhäusern wird immer komplexer. Deshalb benötigt man Spezialisten wie den Operationstechnischen Assistenten. Leider gibt es aber immer noch keine staatliche Anerkennung für diesen Beruf. Das wollen wir mit einer Bundesratsinitiative endlich ändern“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettsitzung (27. Januar 2009) eine Bundesratsinitiative beschlossen, die eine staatliche Anerkennung der Operationstechnischen Assistenten zum Ziel hat. „Die Arbeit in den Krankenhäusern wird immer komplexer. Deshalb benötigt man Spezialisten wie den Operationstechnischen Assistenten. Leider gibt es aber immer noch keine staatliche Anerkennung für diesen Beruf. Das wollen wir mit einer Bundesratsinitiative endlich ändern“, sagte Ge­sundheitsminister Karl-Josef Laumann. Seit 1996 werden Operationstechnische Assistenten ohne staatliche Anerkennung an Krankenhäu­sern auf der Grundlage einer Empfehlung der Deutschen Krankenhaus­gesellschaft ausgebildet. „Eine staatliche Anerkennung und die Etablie­rung einer eigenständigen Ausbildung wird diesen Beruf attraktiver ma­chen. Arbeitsmarktpolitisch ist bedeutsam, dass der neue Beruf medizi­nisch-technisch interessierte junge Menschen ansprechen wird“, betonte Laumann.

Die 79. Gesundheitsministerkonferenz hat bereits 2006 das Bundesge­sundheitsministerium mit einstimmigem Beschluss gebeten, notwendige Schritte für eine bundeseinheitliche Regelung des Berufsbildes einzu­leiten sowie die Finanzierung nach dem Krankenhausfinanzierungsge­setz sicherzustellen. „Anscheinend sieht Ministerin Schmidt derzeit kei­nen Handlungsbedarf. Also müssen wieder einmal wir handeln“, sagte Laumann. Schon jetzt wird die Bundesratsinitiative von Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hamburg, Berlin und Hessen unterstützt. „Im Interesse einer bundeseinheitlichen Qualität der Ausbildung plädieren wir für die bun­desrechtliche Regelung des Berufs als eines nichtärztlichen Heilberufs“, erklärte Laumann.

Die Ausbildung qualifiziert in drei Jahren direkt für die Vorbereitung, die technisch unterstützende Assistenz sowie die Nachbereitung der opera­tiven Versorgung von Patienten, während sie sich innerhalb der Opera­tionseinheit oder in den diagnostischen und therapeutischen Funkti­onsbereichen befinden.

Derzeit gibt es in Deutschland einschließlich Nordrhein-Westfalen 73 von der Deutschen Krankenhausgesellschaft anerkannte OTA-Schulen, denen 457 Verbundkrankenhäuser angeschlossen sind und 1.342 gemeldete Ausbildungsplätze.

„Wir rechnen damit, dass eine staatliche Anerkennung bis zu 2.000 zusätzliche Ausbildungsplätze bundesweit schaffen könnte, davon rund 400 in Nordrhein-Westfalen“, sagte Laumann.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.