Sozialminister: Für ein würdevolles Leben im Alter

16. Juni 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Bund und Land müssen alles tun, um Altersarmut zu verhindern“ / Für ein würdevolles Leben im Alter

Sozialminister Karl-Josef Laumann begrüßt den Plan von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen, eine Regierungskommission zur Bekämpfung der zunehmenden Alters­armut einzusetzen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann begrüßt aus­drücklich den Plan von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen, eine Regierungskommission zur Bekämpfung der zunehmenden Alters­armut einzusetzen. „Seit langem setze ich mich dafür ein, Altersarmut zu verhindern und den Menschen im Alter ein würdevolles Leben zu er­möglichen – mir war und ist es besonders wichtig, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter eine Rente oberhalb der Armutsgrenze beziehen“, sagte Minister Laumann heute (16. Juni 2010) in Düsseldorf. „Gleichzeitig muss ich klar sagen, dass in der Kommis­sion unbedingt auch die Länder mit am Tisch sitzen müssen – unter anderem Nordrhein-Westfalen war es, das den Anstoß gegeben hat und bereits viele Vorschläge eingebracht hat“, fordert Laumann. 

„Wir müssen über die Auswirkungen der Rentenreformen der vergan­genen Jahre für künftige Rentnergenerationen gemeinsam noch inten­siver sprechen“, so der Minister. Er erinnerte daran, bereits 2008 seinen Bericht „Vermeidung von Altersarmut“ mit zahlreichen Vorschlägen vor­gestellt zu haben. Der Bericht stellt die heutige Rentensituation, Ent­wicklungstendenzen und mögliche Handlungsansätze dar.

„Die Rentenversicherung muss – übrigens auch aus verfassungsrecht­lichen Gründen – gewährleisten, dass Menschen, die tagaus und tagein in Lohn und Brot standen und ihre Pflichtbeiträge gezahlt haben, eine Altersvorsorgung oberhalb der Grundsicherung erhalten und nicht zu Bittstellern des Staates werden“, betonte der Minister. „Eine Pflichtver­sicherung, die dies nicht gewährleistet, verliert aus meiner Sicht ihre Berechtigung“, ergänzte er.

„Wir müssen sehen, dass die Angst vor Altersarmut immer mehr Men­schen ergreift – und diese Angst müssen wir den Menschen nehmen; vor allem auch mit Blick auf eine immer älter werdende Gesellschaft“, sagte Laumann. Die Alterssicherung der Menschen sei Spiegelbild ihres Erwerbslebens, so der Minister. Eine beitragsfinanzierte Pflichtver­sicherung sei nur akzeptabel, wenn diejenigen, die auf ein erfülltes Erwerbsleben zurückblicken können, eine entsprechende vollwertige Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhielten.

„Klar ist aber auch, dass es zunächst Aufgabe der Unternehmen ist, für ausreichend Arbeitsplätze und eine gerechte Entlohnung zu sorgen“, betonte Laumann. Der Sozialminister bekräftigte überdies seinen Vor­schlag, die frühere Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen. „Schon das trägt dazu bei, eine Rente oberhalb des Existenzminimums zu garantieren.“ Gleichzeitig sprach sich Laumann erneut dafür aus, die Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre stärker sozial zu flan­kieren.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.