Ärztliche Vergütung muss gerechter werden

6. März 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Benachteiligung der Ärzte in Nordrhein-Westfalen durch die Honorar-Reform muss schnellstens beseitigt werden“ / Ärztliche Vergütung muss gerechter werden

„Die Honorar-Reform der Ärzte muss gerechter, transparenter und verständlicher werden. Nur so kann die ambulante Versorgung bundesweit sichergestellt werden“, betonte heute der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Bundesrat.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Die Honorar-Reform der Ärzte muss gerechter, transparenter und verständlicher werden. Nur so  kann die ambulante Versorgung bundesweit sichergestellt werden“, betonte heute (6. März 2009) der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Bundesrat. Dazu gehört auch, dass in allen Regionen ausreichende Finanzmittel von den gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden, um eine angemessene Vergütung der ambulanten ärztlichen Leistung zu erreichen.

Dies ist für Nordrhein Westfalen im Vergleich zu anderen Bundesländern derzeit nicht erkennbar, da die Honorarreform nur halbherzig umgesetzt wurde. „Wenn man sieht, dass in den Stadtstaaten über 400 Euro für die Behandlung eines Versicherten zur Verfügung gestellt werden, in Nordrhein-Westfalen aber gerade einmal 330 Euro drängt sich geradezu die Frage auf, wie das zu begründen ist“, so Laumann.  Einem Hausarzt in Westfalen stehen für die „normale“ Behandlung eines Patienten pro Quartal gerade einmal 32 Euro zur Verfügung - einem nur wenige Kilometer entfernten Hausarzt in Niedersachsen aber mehr als 44 Euro. „Das gesetzliche Ziel, die Vergütung bundesweit anzugleichen, muss jetzt kurzfristig realisiert werden“, erklärte Laumann.

„Ich teile die grundsätzliche Kritik Bayerns an der Honorarreform: So kann sie nicht bleiben. Aber ein Stopp dieser Reform würde bedeuten, dass die versprochene Honorarerhöhung ausbleibt und die Vergütung zu festen Euro-Preisen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird.“ Außerdem würden dann die bestehenden Unterschiede zu Lasten unserer Ärzte in Nordrhein-Westfalen nur fortgeschrieben.

Unsere Forderung ist daher kein Stopp der Reform, sondern eine möglichst schnelle Vollendung der Reform. Diese Forderung trifft vor allem die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Selbstverwaltung auf der Bundesebene. Aber auch das Bundesgesundheitsministerium muss seinen Einfluss auf diese Institutionen in diesem Sinne geltend machen“, sagte Laumann. „Andernfalls ist in vielen Regionen – und dazu zähle ich ausdrücklich auch Nordrhein-Westfalen - eine Gefährdung der ambulanten Versorgung zu befürchten.

„Wenn es der KBV und der Selbstverwaltung insgesamt nicht gelingt, eine transparente und gerechte Honorarreform zu beschließen und diese ihren Ärzten auch zu erklären, sehe ich die Gefahr, dass sich das KV-System schnell selbst in Frage stellt.“

 

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