Soziales: Initiativen gegen schlimmste Formen der Kinderarbeit

11. Juni 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Beim Kauf von Natursteinen auch nach Kinderarbeit fragen!“ / Am 12. Juni ist Internationaler Tag gegen Kinderarbeit / Initiativen des Sozialministers gegen schlimmste Formen der Kinderarbeit

Minister Laumann hat auf europäischer Ebene eine Initiative gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit angestoßen. „Ein paar gesparte Euro sind es nicht wert, dass Kinder in Indien ihre Gesundheit ruinieren, ohne Schulbildung bleiben und eventuell schon als junge Erwachsene arbeitsunfähig werden“, sagte der Minister, der bei einer Indienreise Steinbrüche besucht hatte, in denen Kinder arbeiten.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes teilt mit:

„Wer Natursteine kauft, sollte nicht nur auf den Preis achten, sondern auch fragen, ob sie ohne Kinderarbeit hergestellt worden sind.“ Das sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann heute (11. Juni 2010) in Düsseldorf anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Kinderarbeit (12. Juni 2010).

„Ein paar gesparte Euro sind es nicht wert, dass Kinder in Indien ihre Gesundheit ruinieren, ohne Schulbildung bleiben und eventuell schon als junge Erwachsene arbeitsunfähig werden“, sagte Laumann, der Anfang des Jahres bei einer Indienreise Steinbrüche besucht hatte, in denen Kinder arbeiten.

Laumann hat jetzt auch auf europäischer Ebene eine Initiative gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit angestoßen. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten im Europäischen Parlament, Thomas Mann, setzt er sich dafür ein, dass bei künftigen Handelsabkommen ein ein­heitliches Zertifizierungssystem eingeführt wird. Damit soll gewährleistet werden, dass eingeführte Natursteinprodukte nachweislich ohne aus­beuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Minister Laumann begrüßte es, dass der Ausschuss diesem Vorstoß bereits zugestimmt hat und hofft nun, dass die Initiative auch den weiteren Weg durch die Gremien des Europaparlaments nehmen wird.

Bereits im März hatte das Landeskabinett unter dem Eindruck von Laumanns Bericht über seine Indienreise einen Erlass des Wirtschafts­ministeriums verabschiedet. Damit verpflichtet sich die Landes­regierung, bei öffentlichen Aufträgen darauf zu achten, dass keine Produkte aus Kinderarbeit verwendet werden. Bieter müssen demnach bereits bei der Eignungsprüfung belegen, dass sie im Rahmen eines Vergabe-Verfahrens wissentlich keine Produkte anbieten, die mit Kinderarbeit hergestellt wurden. Hierbei wird unter anderem auf die Zertifizierung von Natursteinen gesetzt.

Laut Internationaler Arbeitsorganisation arbeiten in Indien 12,6 Prozent der 230 Millionen Kinder unter 14 Jahren, viele davon in Steinbrüchen. Exportiert werden Küchen-Arbeitsplatten aus Granit, Straßenpflaster, Terrassen- und Treppenstufen bis hin zu Grabsteinen. Schätzungsweise 60 bis 80 Prozent aller in Deutschland verkauften Natursteine stammen aus Asien. Die vom katholischen Hilfswerk Misereor ins Leben gerufene Organisation „XertifiX“ vergibt Siegel für nachweislich (durch unan­gemeldete Kontrollen überprüft) nicht mit Kinderarbeit hergestellte Natursteinprodukte aus Indien.

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organization) hat im Jahr 2002 den 12. Juni zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit ausgerufen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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