Pflege: Modellstudiengänge für Gesundheitsfachberufe genehmigt

6. Mai 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Attraktive Ausbildung und Studium statt Greencard für Pflege!“ / Modellstudiengänge für Gesundheitsfachberufe auf Gesundheits­campus genehmigt

Aktuell sind landesweit rund eine Million Menschen im Gesundheitssektor beschäftigt. „Diesen Job­motor werden wir mit neuen Studiengängen noch stärker ans Laufen bringen“, sagte Minister Laumann bei der Übergabe des Genehmigungsbescheides für die geplanten Modellvorhaben.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Der Pflegebereich ist für den nordrhein-westfälischen Gesundheits­minister Karl-Josef Laumann ein Wachstumssektor innerhalb der prosperierenden Gesundheitswirtschaft. Aktuell sind landesweit rund eine Million Menschen im Gesundheitssektor beschäftigt. „Diesen Job­motor werden wir mit neuen Studiengängen noch stärker ans Laufen bringen“, sagte Laumann heute (6. Mai 2010) an der Hochschule für Gesundheit auf dem Gesundheitscampus in Bochum anlässlich der Übergabe des Genehmigungsbescheides für die geplanten Modellvorhaben.

Über die Akademisierung sollen Pflege- und Gesundheitsfachberufe für junge Menschen noch attraktiver werden. „Das ist in einer Zeit beson­ders wichtig, in der ständig der Fachkräftemangel in der Pflege herbei­geredet wird“, so der Minister. „Es ist doch besser, neue Studien­angebote zu schaffen und die Ausbildungsangebote zu verbessern, als die Einführung einer „Greencard“ für Pflegekräfte zu fordern. Wenn von einigen Verbänden und Trägern ein Fachkräftemangel beklagt wird, anderseits in der Pflege immer stärker auf Zeitarbeit gesetzt wird und in den Krankeneinrichtungen und Pflegeeinrichtungen die Teilzeitquoten steigen, passt irgendetwas nicht zusammen!“

„Mit den neuen Modellstudiengängen haben wir in Nordrhein-Westfalen bei der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe bundesweit die Nase vorn“, erklärte Sozialminister Karl-Josef Laumann. Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen auf dem Gesundheitscampus NRW eine Fachhochschule ausschließlich für Gesundheitsberufe gegründet.

Die Hochschule für Gesundheit in Bochum wird ab dem Wintersemester 2010 mit Modellvorhaben in den Bereichen der Alten- und Kranken­pflege, Hebammenkunde, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie starten. Die Studierenden bekommen neben einem ersten akademischen Ab­schluss, dem Bachelor, auch einen Berufsabschluss. Die theoretische Ausbildung findet ausschließlich an der Hochschule für Gesundheit statt. Alle Modellvorhaben werden durch ein Kerncurriculum verbunden, damit die Studierenden die angrenzenden Professionen kennenlernen. Sie bekommen auch dieselbe praktische Ausbildung, beispielsweise in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, wie jede andere Fachkraft auch. Die Teilnehmer werden nicht zu Theoretikern, sondern erhalten neben der soliden praktischen Ausbildung auch einen akademischen Hintergrund. Dieser soll sie noch besser befähigen, den Berufsalltag durch lebenslanges eigenes Lernen zu meistern.

Von den neuen Studiengängen sollen der gesamte Berufsstand, die Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen aber insbesondere auch die Patienten und Pflegebedürftigen, profitieren. „Wir werden damit nicht nur die Akademisierung in den Gesundheitsfachberufen vorantreiben. Die Modelle liefern uns auch wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Berufsausbildungen und der Berufsgesetze.“, erklärte der Minister.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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