Bericht „20 Jahre Arbeitszeitberichterstattung“ vorgelegt

1. März 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Arbeitszeiten werden flexibler – das ist gut für Betriebe und Beschäftigte!“ /

„Arbeitszeitflexibilisierung hat gerade in der Krise Konjunktur. Mit Kurz­arbeit, dem Abbau von Arbeitszeitkonten und Überstunden können Be­triebe und Beschäftigte trotz eines starken Auftragsrückgangs Beschäf­tigung sichern. Aber der Trend zu flexibleren Arbeitszeiten hält schon länger an", sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Arbeitszeitflexibilisierung hat gerade in der Krise Konjunktur. Mit Kurz­arbeit, dem Abbau von Arbeitszeitkonten und Überstunden können Be­triebe und Beschäftigte trotz eines starken Auftragsrückgangs Beschäf­tigung sichern. Aber der Trend zu flexibleren Arbeitszeiten hält schon länger an.“ Das sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (1. März 2010) in Düsseldorf zur Vorstellung des Berichts „20 Jahre Ar­beitszeitberichterstattung in Nordrhein-Westfalen“.

Danach sind die individuellen Arbeitszeiten in Westdeutschland in den letzten 20 Jahren deutlich flexibler geworden: Während 1987 gerade einmal 14 Prozent der Beschäftigten in Gleitzeit arbeiteten, arbeitet heute etwa jeder Zweite mit einem Arbeitszeitkonto. Ein wichtiges Ergebnis ist auch die Entkoppelung von Betriebszeiten und individuellen Arbeitszeiten der Beschäftigten. „Deutschland nimmt bei der Dauer der Betriebszeiten inzwischen international eine Spitzen­position ein, ebenso bei der Arbeitszeitflexibilisierung“ sagte Minister Laumann. „Das ist gut so, denn längere Betriebszeiten stärken eine Volkswirtschaft im Wettbewerb. Arbeitszeitflexibilität ist ökonomisch sinnvoll, sozial und gesundheitlich gestaltbar und kann Arbeitsplätze und Standorte sichern. Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeiten sind auch im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver.“

Im Jahr 1990 betrug in Westdeutschland die Betriebszeit in einem Be­trieb des Verarbeitenden Gewerbes mit 20 oder mehr Beschäftigten rund 68 Stunden, im Jahr 2007 waren es rund 75 Stunden. Die vertrag­liche Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten ist dabei aber nahezu konstant geblieben (37,8 Stunden in 1990 und 37,7 Stunden in 2007).

Der Minister warnte allerdings: „Flexibilität funktioniert nicht ohne Regeln und Standards.“ Die Gestaltung flexibler Arbeitszeiten sei umso erfolg­reicher, je präziser Betrieb und Beschäftigte Vereinbarungen zur Dauer, Lage und Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit, Ober- und Unter­grenzen und Ausgleichszeiträume für Arbeitszeitkonten treffen. Lau­mann weiter: „Verbindliche Vereinbarungen schaffen Vertrauen, schüt­zen die Beschäftigten und können gesundes Arbeiten bis zum Renten­eintritt möglich machen.“

Weitere Zahlen aus dem Bericht: Die Anzahl der bezahlten Überstunden ist der Beschäftigtenbefragung zufolge von 1,1 Stunden pro Woche in 1987 auf 0,6 Stunden in 2003 zurückgegangen, die Zahl der in Freizeit ausgeglichenen Überstunden ist im selben Zeitraum von 0,8 auf 1,4 Stunden gestiegen. Dies ist wesentlich auf die Einrichtung von Arbeits­zeitkontenmodellen zurückzuführen, die einen späteren Zeitausgleich ermöglichen.

Der Bericht findet sich auf den Internetseiten des Ministeriums unter www.mags.nrw.de, alle anderen Publikationen zum Thema „Flexible Arbeitszeitgestaltung“ unter www.arbeit.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.