Gesundheitsminister ruft Apotheken zu stärkerer Beratung auf

6. Februar 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Apotheken sind keine Kosmetikgeschäfte mit angeschlossener Arzneimittelabgabe!“ / Gesundheitsminister ruft Apotheken zu stärkerer Beratung auf

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Bedeutung der inhabergeführten Apotheke als „nah am Menschen“ unterstrichen. Gleichzeitig rief er die Apotheker auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren und noch bessere Beratung beispielweise für Senioren anzubieten und sich stärker für die gesundheitliche Prävention zu engagieren.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Bedeutung der inhabergeführten Apotheke als „nah am Menschen“ unterstrichen. Gleichzeitig rief er die Apotheker auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren und noch bessere Beratung beispielweise für Senioren anzubieten und sich stärker für die gesundheitliche Prävention zu engagieren.

„Manchmal bekommt man den Eindruck, dass Apotheken sich weniger als Ort der Arzneimittelabgabe und der Arzneimittelberatung präsentieren, sondern eher als Geschäft für Kosmetik- und Wellnessprodukte, wo im hinteren Teil auch Arzneimittel abgegeben werden. Als nordrhein-westfälischer Gesundheitsminister habe ich mich immer für die inhabergeführte mittelständische Apotheke stark gemacht. Denn das Arzneimittel ist ein besonderes Gut und die Apotheke nicht ein x-beliebiges Ladengeschäft – und so sollte es auch bleiben.“ Das sagte Minister Laumann am Samstag (6. Februar 2010) in Bonn auf dem „2. Zukunftskongress öffentliche Apotheke“ des Apothekerverbandes Nordrhein.

Wenn die Apotheke, wie wir sie heute kennen, eine Zukunft haben soll, so der Minister weiter, dann müsse sie sich vor allem um den Kernbereich der Arzneimittelversorgung und -beratung kümmern und weitere Angebote zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen der Apotheken machen.

Minister Laumann wünscht sich insbesondere, dass die Apotheken noch stärker auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen. So brauchen Senioren, die mehrere Arzneimittel einnehmen, eine besondere Beratung über mögliche unerwünschte Wechselwirkungen. Auch weiterführende schriftliche und gut lesbare Informationen können gerade für ältere Menschen sehr nützlich sein, „damit sie sich zu Hause genau an das Beratungsgespräch erinnern und die Arzneimittel in der richtigen Dosierung und zum richtigen Zeitpunkt einnehmen“, so der Minister.

Eine weitere wichtige Zukunftsaufgabe für die Apotheken sieht der Minister in Gesundheitsförderung und Prävention: „Weil die Gesellschaft immer älter wird und immer mehr Menschen chronisch erkranken, müssen wir alles dafür tun, um Krankheiten zu vermeiden und gesund zu bleiben. Hier könnten die Apotheken Zusätzliches leisten, denn sie verfügen über gut ausgebildetes Personal, sprechen täglich viele Menschen an und haben einen hohen Vertrauensbonus.“ Als Beispiele nannte er die Impfberatung, individuelle Beratung zum Erkrankungsrisiko „Diabetes“, eine Ernährungsberatung für Kinder und Eltern zur Vermeidung von Übergewicht sowie Beratungen in Schulen zum Umgang mit Arzneimitteln.

Abschließend rief der Gesundheitsminister die Apotheker auf, diese Chancen zu nutzen: „in Ihrem persönlichen Interesse, im Interesse der Zukunftsfähigkeit Ihrer Apotheken und insbesondere zum gesundheitlichen Wohl unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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