Altersarmut darf nicht die Mitte der Gesellschaft erreichen

3. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Altersarmut darf nicht die Mitte der Gesellschaft erreichen“ / Rede beim Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen

„Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat eine Reihe von Maß­nahmen vorgeschlagen, um Altersarmut zu verhindern. Mein Ziel als Arbeits- und Sozialminister ist es, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter eine Rente oberhalb der Armutsgrenze ha­ben“, betonte Minister Karl-Josef Laumann heute anlässlich eines Sozialen Forums des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat eine Reihe von Maß­nahmen vorgeschlagen, um Altersarmut zu verhindern. Mein Ziel als Arbeits- und Sozialminister ist es, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter eine Rente oberhalb der Armutsgrenze ha­ben“, betonte Minister Karl-Josef Laumann heute (3. September 2009) in Düsseldorf anlässlich eines Sozialen Forums des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen.

Um der zunehmenden Gefahr der Altersarmut zu begegnen, legte Laumann bereits vor geraumer Zeit den Bericht „Vermeidung von Al­tersarmut“ vor. Denn eines steht für den Minister fest: „Wir müssen schon heute darüber reden, welche Auswirkungen die Rentenreformen der vergangenen Jahre auf zukünftige Rentnergenerationen haben wer­den. Dafür haben wir in dem Bericht Lösungsansätze dargeboten.“, so Laumann.

„Zunächst einmal ist es die Aufgabe der Unternehmen, für ausreichend Arbeitsplätze und eine gerechte Entlohnung zu sorgen“, forderte Laumann. „Wir verzeichnen einen wachsenden Niedriglohnsektor, der dann im Alter auch geringere Renten bedeutet. Ebenso werden Er­werbsbiographien immer unsteter mit abwechselnder Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Selbständigkeit.“, sagte Laumann.

Der Arbeits- und Sozialminister bekräftigte seinen Vorschlag, die frühere Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen. „Und zwar für die­jenigen, die vollbeschäftigt waren oder wegen der Erziehung von Kin­dern nur teilzeitbeschäftigt sein konnten“, sagte Laumann. Dies führe dazu, dass ein Arbeitnehmer bei einem Stundenlohn von 7,50 Euro nach 47 Versicherungsjahren statt 536 Euro Rente etwa 795 Euro be­kommen würde und damit nicht mehr auf Leistungen der sozialen Grundsicherung angewiesen wäre. „Er bekäme eine Rente oberhalb des Existenzminimums und müsste nicht mehr dem Sozialamt seine Ein­künfte und seine Spargroschen offen legen“, sagte Laumann.

Der Minister sprach sich gleichzeitig dafür aus, die Anhebung der Re­gelaltersgrenze auf 67 Jahre stärker sozial zu flankieren. Und für dieje­nigen, die nicht mehr bis zum 67. Lebensjahr voll arbeiten können, müs­sen alternative Angebote geschaffen werden. „Statt neue Vorruhe­standsregelungen zu schaffen, die vorzugsweise von Großunternehmen auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler genutzt werden, sollten wir dafür sorgen, dass ein gleitender Übergang in den Ruhestand zum Bei­spiel durch die Nutzung von Teilrenten zum Alltag in unseren Betrieben wird“, sagte der Minister. Die Anhebung des Schonvermögens beim Ar­beitslosengeld II auf 700 Euro pro Lebensjahr (maximal 45.000 Euro) ist ein weiterer Lösungsansatz zur Vermeidung von Altersarmut. „Damit lässt sich eine private Zusatzrente von über 200 Euro erzielen, die dann wirklich Altersarmut bekämpft“, so Laumann abschließend-

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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