25 Jahre AIDS-Hilfe in Nordrhein-Westfalen

9. März 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „AIDS-Hilfe setzte Maßstäbe in der Prävention“ / 25 Jahre AIDS-Hilfe in Nordrhein-Westfalen

„Die AIDS-Hilfe war in den vergangenen 25 Jahren sowohl Motor als auch Ideengeber für die AIDS-Bekämpfung in unserem Land“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei einem Empfang im Landtag anlässlich des 25jährigen Bestehens der AIDS-Hilfen in Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Die AIDS-Hilfe als ein wichtiger und verlässlicher Partner der Landes­regierung war in den vergangenen 25 Jahren sowohl Motor als auch Ideengeber für die AIDS-Bekämpfung in unserem Land“, erklärte Ge­sundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (9. März 2010) bei einem Empfang im Landtag anlässlich des 25jährigen Bestehens der AIDS-Hilfen in Nordrhein-Westfalen.

„Auch wenn der Anstieg der Zahl der HIV-Neuinfektionen sich seit 2008 zum ersten Mal verlangsamt hat, besteht kein Grund zur Entwarnung! AIDS ist noch immer eine tödliche Krankheit, gegen die es keinen Impf­schutz gibt. Deshalb sind die gesundheits-politischen Ziele aus dem ersten Landes-AIDS-Programm auch heute noch so aktuell“, sagte Laumann. Nur durch Information, Aufklärung, Beratung und Tests und insbesondere verantwortliches Verhalten könne die weitere Verbreitung von HIV-Infektionen minimiert werden. „AIDS ist nicht mit ordnungspoli­tischen Maßnahmen zu bekämpfen. In den Köpfen muss angesetzt werden“, erklärte Laumann.

Das Risikobewusstsein vor allem in besonders gefährdeten Gruppen lasse nach und es gebe weltweit steigende Neuinfektionen. „Allein in Deutschland werden pro Jahr 3.000 HIV-Infektionen neu gemeldet. Es gibt also Anlass genug, die AIDS-Bekämpfung konsequent weiter zu entwickeln und fortzusetzen“, sagte Laumann. Weiterhin bleibe es wich­tig, HIV-Infizierte und AIDS-kranke Menschen vor Ausgrenzung und Diskriminierung zu bewahren.

„Darüber hinaus setzt sich die Landesregierung seit Jahren dafür ein, die ärztliche, pflegerische und psychosoziale Versorgung und Betreuung von Menschen mit HIV und AIDS sicherzustellen“, so der Minister. „Ei­nes ist mir sehr wichtig: Die Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV und AIDS müssen damals wie heute von dem Grundsatz geleitet sein: Auf­klärung, Information und Prävention sind wirkungsvoller als Zwang und Repression“, so Laumann. Diese Strategie werde von der bisherigen Entwicklung der Infektionszahlen im Land bestätigt.

Einen besonderen Stellenwert räumte der Minister der AIDS-Prävention ein. „Wir müssen die bestehenden Präventionsangebote auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene künftig noch stärker miteinander ver­zahnen“, betonte Laumann. Derzeit erarbeite das Gesundheitsministe­rium mit den maßgeblichen Akteuren gemeinsam ein Konzept zur Wei­terentwicklung der AIDS-Prävention. „Dabei legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Minimierung von Neuinfektionen besonders ge­fährdeter Bevölkerungsgruppen“, sagte Laumann. Zu den Risikogrup­pen zählen vor allem Männer, die mit Männern Sex haben, Menschen mit Migrationshintergrund vor allem aus Osteuropa, aber auch Frauen und Jugendliche, die wegen ihrer sozialen, kulturellen oder persönlich schwierigen Situation oftmals nur eingeschränkt in der Lage sind, sich ausreichend vor einer Ansteckung zu schützen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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