Mehr Schutz vor Häuslicher Gewalt

20. Juli 2009

Minister Ingo Wolf und Minister Armin Laschet: Mehr Schutz vor Häuslicher Gewalt

Im vergangenen Jahr hat die Polizei Nordrhein-Westfalen 22.586 Fälle von Häuslicher Gewalt bearbeitet. Das sind über 2.000 Fälle mehr als im Jahr davor. Zahlreiche Beratungsangebote unterstützen die Opfer von häuslicher Gewalt. Die Landesregierung fördert neben 55 Frauenberatungsstellen auch 62 Frauenhäuser und 47 Frauen-Notrufe.

Das Innenministerium und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilen mit:

Im vergangenen Jahr hat die Polizei Nordrhein-Westfalen 22.586 Fälle von Häuslicher Gewalt bearbeitet. Das sind über 2.000 Fälle mehr als im Jahr davor. Seit Inkrafttreten der gesetzlichen Vorschrift in 2002 ist die Zahl der polizeilichen Interventionen bei häuslicher Gewalt stetig angestiegen. „Die Opfer wissen heute, dass sie sich auf Polizei und Justiz verlassen können. Deshalb wenden sie sich vertrauensvoll an diese Helfer. Das ist ein beachtlicher Erfolg“, sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (20. Juli 2009) in Düsseldorf.

Häusliche Gewalt spielt sich im engsten sozialen Kreis, also in Beziehungen ab und umfasst eine breite Palette von Straftaten. Im Jahr 2008 verzeichnete die Polizei dabei rund 14.500 Körperverletzungen, über 3.400 Bedrohungen und rund 1.300 Sachbeschädigungen. In rund 10.800 Fällen musste der Täter die Wohnung verlassen.

„Wichtig ist, dass Häusliche Gewalt nicht als Privatsache abgetan und ignoriert wird. Mehr Menschen müssen hinschauen und die Polizei verständigen, damit der Kreislauf von Gewalt durchbrochen werden kann“, erklärte Minister Armin Laschet. Oft gelingt dies nur, wenn dem Täter der Kontakt zum Opfer durch Polizei und Justiz verwehrt wird. Während der Täter sich nicht in der Wohnung aufhalten darf, kann das Opfer zur Ruhe kommen und eine einstweilige Verfügung durch das Amtsgericht erwirken. Stellt das Opfer innerhalb des von der Polizei festgelegten Rückkehrverbots diesen gerichtlichen Antrag auf zivilrechtlichen Schutz, verlängert sich das Rückkehrverbot bis zum Tag der gerichtlichen Entscheidung.

Zahlreiche Beratungsangebote unterstützen die Opfer von häuslicher Gewalt. Die Polizei vermittelt den Kontakt zu bestimmten Hilfeorganisationen wie Frauenberatungsstellen, Opferschutz, Frauenhäuser oder Familienberatungen. Im vergangenen Jahr konnte so in rund 7.400 Fällen Hilfe und Unterstützung für die Opfer angebahnt werden.

Die Landesregierung fördert neben 55 Frauenberatungsstellen auch 62 Frauenhäuser und 47 Frauen-Notrufe. Damit auch Zugewanderten geholfen werden kann, stellt das Land den Frauenhilfeeinrichtungen Mittel für Dolmetscherinnen zur Verfügung.

Eine Broschüre der Polizei Nordrhein-Westfalen informiert zusätzlich über das Thema „Häusliche Gewalt“. Die Broschüre wird aktuell zum wiederholten Mal neu aufgelegt.

Alle Informationen gibt es auch auf den Internetseiten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen unter www.im.nrw.de und www.mgffi.nrw.de

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