Aktionsplan: „Zukunft durch Ausbildung“

21. November 2010

Minister Guntram Schneider: „Wir wollen türkischen Jugendlichen eine echte Berufsperspektive geben“ / Aktionsplan „Zukunft durch Ausbildung“

Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider will erreichen, dass mehr türkische und türkeistämmige Jugendliche eine berufliche Ausbildung absolvieren. Das sagte der Minister auf einer Veranstaltung zur Umsetzung des Aktionsplans „Zukunft durch Ausbildung“.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider will erreichen, dass mehr türkische und türkeistämmige Jugendliche eine berufliche Ausbildung absolvieren. Auf einer Veranstaltung zur Umsetzung des Aktionsplans „Zukunft durch Ausbildung“ sagte der Minister am Sonntag (21. November 2010) in Dortmund: „Ich bin überzeugt davon, dass wir eine bessere berufliche Eingliederung nur mit Hilfe der türkischen Ver­eine und Organisationen in unseren Städten und Gemeinden hinbe­kommen können.“ Derzeit ist die Ausbildungsbeteiligung deutscher Ju­gendlicher noch etwa doppelt so hoch wie bei Jugendlichen mit auslän­dischem Pass.

Insgesamt 150 zweisprachige Ansprechpartner in türkischen Eltern-, Sport-, Kultur und Moscheevereinen sollen gewonnen werden, um bei Jugendlichen und ihren Eltern als ehrenamtliche Berufseinstiegsberater für das Thema Ausbildung zu werben. Minister Schneider: „Wir wollen die jungen Leute davon überzeugen, dass eine solide Berufsausbildung noch immer der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist und eine gute Vor­aussetzung für den beruflichen Aufstieg. Auch wollen wir deutlich ma­chen, dass es ein breites Spektrum von insgesamt 350 Ausbildungsbe­rufen gibt. Gerade bei Schulabgängern mit ausländischem Pass stellen wir aber fest, dass fast die Hälfte von ihnen sich auf nur zehn besonders beliebte Ausbildungsberufe konzentriert und sie damit viele Chancen verschenken.“

Seit dem Start des Aktionsplans „Zukunft durch Ausbildung“ konnten bereits 116 ehrenamtliche Berufseinstiegsberater aus türkischen Verei­nen in 71 Kommunen qualifiziert werden. Diese Schulungen werden vom nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium gefördert und vom tür­kischen Unternehmerverband ATIAD umgesetzt.

Die Berater organisieren vor Ort eigene Informationsveranstaltungen und beantworten Fragen zu Ausbildung und Berufswahl: „Wie funktio­niert das duale Ausbildungssystem?“, „Wer hilft bei der Suche nach dem richtigen Beruf und der Ausbildungsstelle?“ oder „Welche Aufstiegs- und Zukunftschancen bietet ein deutscher Ausbildungsabschluss?“. Insge­samt sollen über die Berufseinstiegsberater mehr als 20.000 Eltern und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte erreicht werden.

Weitere Bausteine des Aktionsplans sind zweisprachige Elternabende in Haupt- und Gesamtschulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte. Bereits mehr als 70 Schu­len haben sich dafür angemeldet. Inzwischen sind 200.000 zweispra­chige Flyer und Broschüren zur Berufsorientierung gedruckt worden. Zudem können sich Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte auf der Internetseite www.jaau.nrw.de (Jugend in Arbeit und Ausbildung), die mehrsprachig eingerichtet wurde, informieren. Auch bieten die Gene­ralkonsulate und die Arbeitsagenturen regelmäßig gemeinsame Ausbil­dungs-Sprechstunden an.

Zusatzinformationen:

Der Aktionsplan „Zukunft durch Ausbildung – Gelecek için Meslek Eğitimi“ wird gemeinsam von der Landesregierung, den türkischen Ge­neralkonsulaten und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit getragen.

Etwa zwei Drittel (68,2 Prozent) der deutschen Jugendlichen machen eine Ausbildung, aber nur etwa ein Drittel (32,2 Prozent) der ausländi­schen. Zahlenmäßige Aussagen zur Ausbildungssituation von Jugendli­chen mit Zuwanderungsgeschichte sind generell schwierig, denn die offizielle Ausbildungsstatistik unterscheidet nur nach deutschen Auszu­bildenden und Auszubildenden mit ausländischem Pass; ein Migrations­hintergrund wird statistisch nicht erfasst.

Internet: www.mais.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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