Guntram Schneider: Zeitarbeit neu regulieren

29. Juli 2010

Minister Guntram Schneider: „Wir müssen die Zeitarbeit dringend neu regulieren“ / Arbeitslosigkeit saisonalbedingt leicht gestiegen

Trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen beurteilt Arbeitsminister Guntram Schneider die Entwicklung am Arbeitsmarkt positiv. „Die konjunkturell gute Entwicklung schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder“, sagte Schneider zur Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilen mit:

Trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen beurteilt Arbeitsminister Guntram Schneider die Entwicklung am Arbeitsmarkt positiv. „Die konjunkturell gute Entwicklung schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder“, sagte Schneider heute (29. Juli 2010) in Düsseldorf zur Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Der Arbeitsmarkt ist in Form und mit der Beschäftigungsentwicklung können wir durchaus zufrieden sein“, erklärte der Minister.

Allerdings betrachtet Schneider mit großer Sorge, dass ein erheblicher Teil der Entwicklung auf den Anstieg der Zeitarbeit zurückzuführen ist. Der Anteil der Zeitarbeitsstellen am Bestand der offenen Stellen in Nordrhein-Westfalen beträgt nach Angaben der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit 35 Prozent. Inzwischen sind rund 150.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen als Zeitarbeiter beschäftigt. „Offensichtlich sind viele Unternehmer trotz des konjunkturellen Aufschwungs nicht bereit, ihre Belegschaft entsprechend aufzustocken. Vielmehr setzen sie auf Zeitarbeit“, gab der Minister zu bedenken. Diese Entwicklung zeige, wie wichtig es sei, Zeitarbeit neu zu regulieren. „Für gleiche Arbeit muss gleiches Geld gezahlt werden“, erklärte Schneider. Außerdem fordert er die Wiedereinführung des Synchronisationsverbots in der Zeitarbeitsbranche. „Arbeitnehmer dürfen nicht nur für einen Auftrag eingestellt und anschließend wieder entlassen werden“, sagte der Minister. Schneider kündigte an, auf Bundesebene auf eine entsprechende Regulierung der Zeitarbeit zu drängen. In Nordrhein-Westfalen werde er ein Gütesiegel für Zeitarbeitsunternehmen entwickeln.

Wirtschaftsminister Voigtsberger: „Aufschwung hat sich verfestigt“

Ergänzend erklärte Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger: „Die insgesamt positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigt, dass sich der Aufschwung offensichtlich verfestigt. Hauptgrund dafür ist die Stärke unserer Wirtschaft im Export, der von der Euro-Schwäche profitiert. Wirtschaftlich starke Regionen wie Nordrhein-Westfalen waren von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders heftig betroffen. Sie haben dennoch nicht mit Entlassungen auf die Auftragseinbrüche reagiert, sondern an ihren Beschäftigten festgehalten. Das ist einer der Gründe für das deutsche ´Job-Wunder` und hat sich für Beschäftigte wie Unternehmen ausgezahlt."

Arbeitsmarktentwicklung in Nordrhein-Westfalen

.

Juli 2010

Veränderung gegenüber Juli 2009

Veränderung gegenüber Juni 2010

Arbeitslose insgesamt

787.345

- 42.740

12.892

Arbeitslose SGB II (Arbeitslosengeld II)

563.651

- 3.912

1.003

Arbeitslose SGB III (Arbeitslosengeld I)

223.694

- 38.828

11.889

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

5.804.200

(05/2010)

20.941

(05/2009)

12.892

(gegenüber 04/2010)

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3545 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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