Jugendarbeitsschutzgesetz regelt Ferienjobs

18. Juli 2011

Minister Guntram Schneider: Ferien sollen hauptsächlich der Erholung dienen / Jugendarbeitsschutzgesetz regelt Ferienjobs

Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Schülerinnen und Schüler wollen in dieser Zeit ihr Taschengeld durch einen Ferienjob auf­bessern. Arbeitsminister Guntram Schneider sagte dazu: „Die Schulferien sollen in erster Linie der Erholung dienen. Für Ferienjobs gelten gesetzliche Regelungen, die zum Schutz der Jugendlichen unbedingt eingehalten werden müssen.“

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Schülerinnen und Schüler wollen in dieser Zeit ihr Taschengeld durch einen Ferienjob auf­bessern. Arbeitsminister Guntram Schneider sagte dazu heute (18. Juli 2011) in Düsseldorf: „Die Schulferien sollen in erster Linie der Erholung dienen. Für Ferienjobs gelten gesetzliche Regelungen, die zum Schutz der Jugendlichen unbedingt eingehalten werden müssen.“

Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz gelten folgende „Spielregeln“ für Ferienjobs:

  • Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren dürfen mit Zustimmung der Eltern leichte Arbeiten ausführen, beispielsweise  Zeitungen austra­gen, Babysitten, Nachhilfe geben oder kleine Botengänge erledigen – dies allerdings nur bis zu zwei Stunden täglich.
  • Länger arbeiten dürfen Jugendliche erst ab 15 Jahren. Dabei darf im Jahr an maximal 20 Tagen gejobbt werden, pro Woche höchstens an fünf Tagen. Die tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht über­schreiten; nächtliche Arbeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr sowie die Ar­beit an Sonn- und Feiertagen sind tabu. Für Branchen wie Gastrono­mie, Landwirtschaft sowie Tätigkeiten im Gesundheitsdienst und im Bäckereihandwerk gelten Ausnahmen.
  • Die Jugendlichen dürfen nur Arbeiten verrichten, die sie körperlich nicht überfordern und die mit keinen gesundheitlichen Gefahren ver­bunden sind. Fließband- und Akkordarbeiten sind unzulässig. Der Ar­beitgeber hat die Jugendlichen vor der Arbeitsaufnahme zu unterwei­sen und auf Unfall- und Gesundheitsgefahren hinzuweisen.
  • Jugendliche sind bei Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert. Für die Jugendlichen fallen keine Beiträge zu den Sozialversicherun­gen an.
  • Verstöße von Arbeitgebern gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz gelten als Ordnungswidrigkeit und können in schweren Fällen auch als Straftat verfolgt werden.

Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Jugend­arbeitsschutzgesetz sind in Nordrhein-Westfalen die Bezirksregierun­gen:

Arnsberg        Tel.: 02931-82-0
Detmold         Tel.: 05231-71-0
Düsseldorf     Tel.: 0211-475-0
Köln                Tel.: 0221-147-0
Münster          Tel.: 0251-411-0

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-311.

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