34 Prozent der jungen Zugewanderten haben hohen Schulabschluss

18. Februar 2011

Minister Guntram Schneider: „Bildung ist jungen Menschen mit Zuwanderungs­geschichte wichtig“ / 34 Prozent der jungen Zugewanderten haben hohen Schulabschluss

„Vielen jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind Bildung und beruflicher Erfolg wichtig – und sie sind weit besser integriert und in der Schule erfolgreicher als viele meinen“, sagte Integrations­minister Guntram Schneider bei der Vorstellung eines Buches der Friedensschule Hamm.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

„Vielen jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind Bildung und beruflicher Erfolg wichtig – und sie sind weit besser integriert und in der Schule erfolgreicher als viele meinen.“ Das sagte Integrations­minister Guntram Schneider heute in Hamm bei der Vorstellung eines Buches der Friedensschule Hamm, in dem Schülerinnen und Schüler – alle mit ausländischen Wurzeln – in Wort und Bild portraitiert werden.
Die Integration im Bildungsbereich sei besser als ihr Ruf, so Minister Schneider weiter. Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die zum großen Teil hier geboren seien, hätten deutlich höhere Bildungsab­schlüsse als ihre Elterngeneration: So haben 29 Prozent der 18- bis 64-jährigen Migrantinnen und Migranten in NRW die Fachhochschul- oder Hochschulreife, aber 34 Prozent der 18- bis 24-Jährigen. (Quelle: Mik­rozensus 2009).

Wie wichtig es sei, dass die Landesregierung in der Integrationspolitik vor allem bei der Bildung der jungen Generation ansetze, zeige diese Zahl: 37 Prozent der Kinder und Jugendlichen in NRW unter 18 Jahren haben einen Migrationshintergrund. „Diese jungen Menschen müssen von Anfang an die Chance auf gute Bildung bekommen“, sagte Schneider.

Um die Potenziale von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte besser erkennen und fördern zu können, hat das Integrationsministerium ge­meinsam mit dem Schulministerium das aus EU-Mitteln geförderte Pro­jekt „Chancen der Vielfalt nutzen lernen“ gestartet. Studierende in den Bereichen Lehramt und Soziale Arbeit werden dabei für die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund qualifiziert. Ein weiteres gemeinsames Projekt mit dem Schulministerium hat das Ziel, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Leh­rerberuf zu interessieren.

Er wolle den Blick auf die vielfältigen Potenziale von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte lenken, so der Minister weiter, beispiels­weise deren Mehrsprachigkeit und ihre interkulturelle Kompetenz: „Un­sere Gesellschaft muss noch lernen, diese Chancen zu erkennen und zu nutzen. Und mit Blick auf den Fachkräftebedarf der Zukunft können wir es uns gar nicht leisten, diese Potenziale brachliegen zu lassen.“
Die Beispiele im Buch zeigten, wie viele junge Menschen mit Migrati­onshintergrund in Hamm gut angekommen seien und wie wichtig ihnen das Thema Bildung sei, sagte Minister Schneider. Da es auch sein An­liegen sei, Integrationserfolge sichtbar zu machen, habe er die Schirm­herrschaft über dieses Buchprojekt der Friedensschule Hamm –  einer Gesamtschule mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Her­kunft – sehr gerne übernommen.

Das Buch „Angekommen / Angenommen“ mit den Portraits von 34 jun­gen Leuten zwischen elf und 31 Jahren (darunter auch einige Ehema­lige, die erfolgreich ihren beruflichen Weg gemacht haben) sowie Infos über das Projekt gibt es bei der Friedensschule Hamm, Tel.: 02381 – 54402-0 oder E-Mail: friedensschule@gefr.schulen-hamm.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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