Minister Groschek zeichnet zwölf „Ab in die Mitte!“-Kommunen aus

21. Januar 2013

Minister Groschek zeichnet zwölf „Ab in die Mitte!“-Kommunen aus – Tourismus, Handel und Stadtidentität stehen 2013 im Fokus

Im Rahmen des Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte!“ sind folgende zwölf Städte und Gemeinden in NRW ausgewählt worden: Bielefeld, Bünde, Hamm, Kleve, Lünen, Neukirchen-Vluyn, Paderborn, Radevormwald, Solingen, Velen, Wesel und Winterberg. Minister Michael Groschek gratulierte den Siegerkommunen und unterstrich zugleich: „Die Projekte der Landessieger setzen sich kreativ und innovativ mit ihren jeweiligen Stadtidentitäten auseinander und bewegen sich im Spannungsfeld von Stadttourismus und Handel, Erlebnis und Wohlfühlen.“ Mit „Ab in die Mitte!“ fördert und initiiert das Land Nordrhein-Westfalen seit 1999 innovative Entwicklungsstrategien für die nordrhein-westfälischen Innenstädte. Dabei werden vor Ort Konzepte und Handlungsstrategien als nachhaltige Entwicklungsoptionen für die Innenstädte entwickelt.

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Im Rahmen des Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte!“ sind folgende zwölf Städte und Gemeinden in NRW ausgewählt worden: Bielefeld, Bünde, Hamm, Kleve, Lünen, Neukirchen-Vluyn, Paderborn, Radevormwald, Solingen, Velen, Wesel und Winterberg.

Insgesamt hatten sich 38 Kommunen an dem Landeswettbewerb beteiligt. Die Auswahl wurde von einer im Auftrag des Ministeriums eingesetzten Fachjury getroffen.

Das Land unterstützt die Initiative in diesem Jahr mit einer Fördersumme von 453.700 Euro. Geehrt werden die siegreichen Wettbewerbsbeiträge am 14. Februar 2013 in Dorsten.

Minister Michael Groschek gratulierte den ausgewählten Siegerkommunen und unterstrich zugleich: „Die Projekte der Landessieger setzen sich kreativ und innovativ mit ihren jeweiligen Stadtidentitäten auseinander und bewegen sich im Spannungsfeld von Stadttourismus und Handel, Erlebnis und Wohlfühlen.“ Dabei setze man vielerorts auf eine enge Kooperation mit Akteuren aus Immobilien- und Standort-Gemeinschaften sowie Werbegemeinschaften.

Mit „Ab in die Mitte!“ fördert und initiiert das Land Nordrhein-Westfalen seit 1999 innovative Entwicklungsstrategien für die nordrhein-westfälischen Innenstädte. Dabei werden vor Ort Konzepte und Handlungsstrategien als nachhaltige Entwicklungsoptionen für die Innenstädte entwickelt. Die Konzepte sollen zudem geeignet sein, auf stadtgestalterische Qualitäten und Fragestellungen hinzuweisen, diesbezügliche Beteiligungsverfahren zu initiieren sowie bedarfsgerechte Nutzungskonzepte zu entwickeln und zu erproben. Die zentralen Begriffe in diesem Jahr lauten Tourismus, Handel und Stadtidentität.

Neu in diesem Jahr ist der landesweite „Ab in die Mitte!“-Tag: Am Samstag, den 14. September 2013 finden zeitgleich in allen siegreichen Kommunen Aktionen statt.

Kurzübersicht der siegreichen Projekte:

  • In Bielefeld steht das „Einwachsen“ des Platzes Kesselbrink in das Innenstadtgefüge im Fokus des Projekts „unglaublich.kesselbrink – vom UnOrt zum InOrt“. Für die Stadt Bielefeld ist ein umgestalteter und breit akzeptierter Kesselbrink ein Schlüsselvorhaben des laufenden Stadtumbaus.
  • Grundidee des Projekts „Unsere Else“ in Bünde ist, den Fluss Else identitätsstiftend zu betonen, um das fließende Wasser als Symbol für Leben und Weiterentwicklung in das städtische Bewusstsein zu heben. Die langfristigen Ziele des Else-Projektes sind eingebettet in Maßnahmen einer städtebaulichen Gesamtentwicklung (Integriertes Handlungskonzept).
  • In Hamm soll das Projekt „Innenstadtentwicklung Hamm 1a-20-30“ eine „gesellschaftliche Allianz für die Innenstadt“ als lebendige Klammer zwischen privaten Akteuren, Stadtmarketing, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung bilden. Das Projekt fußt auf bestehenden Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsprojekten, als federführender Akteur fungiert der Beirat Einzelhandel der Stadtmarketing GmbH.
  • Das Projekt „Kleve ahoi! Wir sind auf dem richtigen Dampfer!“ will eine Brücke zwischen dem Campus der neuen Hochschule und der City sowie zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen. Auf der Suche nach der Identität von morgen wird das Wasser in der Stadt seine touristischen Qualitäten stärker als bisher in den Vordergrund stellen.
  • In Lünen knüpft das Projekt „Lüner Augenblicke – Lünen im Fluss“ an die Projekte aus 2009 und 2011 an, setzt aber einen neuen Schwerpunkt mit doppeldeutigem Bezug zum Fluss Lippe und zum Wandel der Stadtgestalt. Die Projektbausteine orientieren sich gezielt an geschichtlich gewachsenen identitätsstiftenden Orten der Lüner Innenstadt und solchen, die es im Rahmen des Stadtumbaus werden sollen.
  • Das Projekt „Dorf Neukirchen – 4 Zimmer, Küche, Diele, Bad“ rückt in Neukirchen-Vluyn die baulichen Besonderheiten des Ortskerns in den Fokus. Das Dorf lädt ein zur Besichtigung, öffnet Privates und Geschäftliches für seine Gäste und plant Veranstaltungen auf seiner Diele, in der guten Stube und der Wohnküche.
  • Paderborn bezieht mit dem Projekt „PADERQuellen der Identität“ Gewerbetreibende, Anwohner, Schüler, Migranten und viele weitere Gruppen in die Inszenierung und Darstellung des Paderquellgebiets auf der „Bühne Innenstadt“ mit ein und bringt sie unter der Projektidee zum Teil ganz neu zusammen. Eingebunden sind das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt, die kommunale Baukultur und das Kulturerbe Paderquellgebiet.
  • Das Projekt „Auf nach Rade! – Die Reise zum Mittelpunkt unserer Stadt“ will in Radevormwald Identität auf verschiedene Weisen stiften und gleichzeitig das Stadtzentrum – und insbesondere den Marktplatz – weiter profilieren. Die Projektbausteine sollen verschiedene Ansätze und Themen aus den Bereichen Stadttourismus sowie Image- und Markenbildung verfolgen und nachhaltig implementieren.
  • Solingen will mit dem Projekt „Echt.Scharf.Solingen. – Willkommen“ eine neue Willkommenskultur der Innenstadt begründen, die Marke Solingen echt.scharf positionieren, eine Visitenkarte abgeben und zeigen, dass in Solingen Menschen aller Kulturen willkommen sind. Dabei soll der Blick auf die anstehenden Veränderungen in der Solinger Innenstadt gerichtet werden (Innenstadtkonzept „City 2013“).
  • Das Projekt „Velen und Ramsdorf – gemeinsam Stadt!“ will durch Veranstaltungen in Velen und Ramsdorf Bezüge zwischen Vereinen beider Ortsteile schaffen, um die gemeinsame Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens in der Stadt Velen hervorzuheben. Der „Ab in die Mitte!“-Tag am 14. September wird dabei als „1. Stadtgeburtstag“ gefeiert.
  • Wesel sucht mit dem Projekt „Stadtgesichter – Weseler Ansichten“ nach dem wahren Gesicht der Stadt und damit nach der eigenen Identität. Das Projekt spiegelt die Bedeutung der komplett umgebauten Fußgängerzone über die Verknüpfung mit Gesichtern Weseler Bürger und ihrer ganz persönlichen Geschichte mit der Fußgängerzone wider.
  • Das Projekt „Made in Winterberg“ fasst die Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote sowie Produkte, die aus eigener Herstellung stammen, zusammen und vermarktet sie unter diesem Label. Darüber hinaus sind auch die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre eigene Stadt und somit ihre Identität zur Stadt authentisch darzustellen, zu erleben und als Botschafter der Region weiterzureichen.

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr finanziert die Public-Private-Partnership-Initiative „Ab in die Mitte!“ gemeinsam mit der GALERIA Kaufhof GmbH und der Multi Development GmbH. Darüber hinaus unterstützen der Handelsverband NRW, der Städtetag NRW, der Städte- und Gemeindebund NRW, der Tourismus NRW e. V., McDonald’s Deutschland Inc., die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, das handelsjournal und die WELT am Sonntag die Initiative. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme durch Geld oder geldwerte Leistungen auf mehr als 1,1 Millionen Euro.

Weitere Informationen gibt es auf www.abindiemitte-nrw.de. Hier finden sich auch Informationen zu den Initiatoren und Sponsoren.

Pressekontakt:
Angela Gareis, Pressestelle, Telefon 0211-3843 1023, E-Mail: angela.gareis@mbwsv.nrw.de

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