Erstmals Bodenschutzpreis verliehen

26. November 2009

Minister Eckhard Uhlenberg verleiht erstmals Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2009 – Erster Sieger ist die Stadt Willich

Der erste Preis des in diesem Jahr erstmals ausgelobten „Bodenschutzpreises Nordrhein-Westfalen 2009“ geht an die Stadt Willich. Dort sei das 42 Hektar große Gelände der ehemaligen Seidenweberei in Willich-Schiefbahn erfolgreich und ansprechend saniert worden, freute sich Umweltminister Eckhard Uhlenberg.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Der erste Preis des in diesem Jahr erstmals ausgelobten „Bodenschutzpreises Nordrhein-Westfalen 2009“ geht an die Stadt Willich. „Gemeinsam mit der DJS GmbH aus Neuss und der GEOBIT Ingenieurgesellschaft mbH aus Aachen wurde von der Stadt Willich das 42 Hektar große Gelände der ehemaligen Seidenweberei in Willich-Schiefbahn erfolgreich und ansprechend saniert“, freute sich Umweltminister Eckhard Uhlenberg auf der Auszeichnungsveranstaltung heute in Düsseldorf. „Durch eine hochwertige Neubebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern sowie dem Umbau von denkmalgeschützten Gebäuden wurde das Areal für eine neue Nutzung erschlossen.“

Der Verbandsvorsitzende des nordrhein-westfälischen Altlastensanierungsverbandes (AAV), Dr. Jochen Rudolph, betonte, dass der Jury bei dem Siegerprojekt vor allem gefallen hat, „dass das gleichzeitige Vorhandensein von Altlasten und denkmalgeschützter Bausubstanz nicht unbedingt zu einem Verzicht auf ein rein privatwirtschaftlich getragenes Flächenrecycling führen muss“. Durch eine hochwertige Sanierung der Bodenflächen wurden die Ansprüche der neuen Bewohner an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse erfüllt. Mit der Sanierung des Bodens wurde gleichzeitig das Grundwasser entlastet. Zudem wurde durch die kompakte und moderne Architektur die Innenstadt als Wohnraum aufgewertet und es konnte in den denkmalgeschützten Gebäuden ein Stück Geschichte erhalten werden.

Den zweiten Preis erhält die Stadt Detmold für ihr Projekt „Brachflächenrevitalisierung in Detmold“. Minister Uhlenberg sieht in dem Projekt ein sehr gutes Beispiel dafür, wie durch die konstruktive Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure ehemalige Altlastenflächen vermarktet und neue städtische Freiräume entwickelt werden können. Auf dem 2,7 Hektar großen Gelände sind der Bau eines Pflegeheims, Wohn- und Geschäftshäuser sowie ein Grüngürtel vorgesehen.

Den dritten Platz belegt das Projekt „Galvanik Hartchrom Feige“ in Remscheid. Dort wurde in einem bestehenden Wohngebiet eine Altlastensanierung unter erschwerten Bedingungen durchgeführt. Die Entscheidung für eine höherwertige Sanierung hat die Inanspruchnahme öffentlicher Mittel begrenzt, da die Grundstücke für Privathäuser und Wohnungen so zu marktüblichen Preisen vermarktet werden konnten.

„Mit dem in diesem Jahr erstmals ausgelobten Bodenschutzpreis werden erfolgreiche Projekte ausgezeichnet, die sich für ein gelungenes Recycling von brachliegenden Flächen verdient gemacht haben“, sagte Umweltminister Eckhard Uhlenberg bei der Preisverleihung vor rund 250 geladenen Gästen im Düsseldorfer S-Forum. „Die Aufbereitung von brachliegenden Flächen für neue Nutzungen ist einer der Schwerpunkte der Allianz für die Fläche. Nur wenn wir diese Flächen wieder nutzbar machen, schaffen wir es, unser Ziel zu erreichen, den Flächenverbrauch von derzeit 15 Hektar auf fünf Hektar pro Tag zu senken.“

Gemeinsam mit Jochen Rudolph übergab Minister Uhlenberg dem ersten Gewinner einen Scheck über 5000 Euro, dem zweiten Sieger 3000 Euro und dem Drittplatzierten 2000 Euro. Zudem wurde der Stadt Willich als Erstplatzierter eine extra für den Bodenschutzpreis entworfene rund sechs Kilogramm schwere Skulptur aus Stein und Glas überreicht, die die neue Nutzung von alten Flächen symbolisieren soll.

Insgesamt wurden sieben der zwölf eingereichten Projekte für die Preisvergabe nominiert. Weitere nominierte Projekte waren:

  • „Hohenbuschei in Dortmund-Brackel“, eingereicht durch die Dortmunder Stadtwerke AG.
  • „Wohnen am Stadtgarten“ in Gelsenkirchen, eingereicht durch die Burgmer Vermietung & Verpachtung GmbH & Co. KG und die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG.
  • „Wohnen am Bachlauf“ in Gelsenkirchen, eingereicht durch die E.ON Kraftwerke GmbH.
  • „Neues Wohnen am Alten Postweg“ in Sendenhorst, eingereicht durch die Stadt Sendenhorst.

Der Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen wird das nächste Mal im Jahr 2011 ausgeschrieben. Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten und allgemein zum „Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2009“ sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de und www.aav-nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566 719 (Wilhelm Deitermann).

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