Programm Reine Ruhr wirkt

21. April 2009

Minister Eckhard Uhlenberg: Programm Reine Ruhr wirkt

Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute eine positive Zwischenbilanz des Programms „Reine Ruhr“ gezogen, das er vor einem Jahr zur weiteren Verbesserung der Gewässer- und Trinkwasserquaität in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen hatte. <p><a href="../archive/presse2009/04_2009/090421MUNLV.php" title="Programm Reine Ruhr wirkt">Pressemitteilung lesen</a><br /><a href="/mediadatabase/Zwischenbericht_Reine_Ruhr.pdf" title="Zwischenbericht_Reine_Ruhr">Zwischenbericht lesen</a><br /><a href="/mediadatabase/09-04-24_PK_Zwischenbilanz_Reine_Ruhr.pdf" title="09-04-24_PK_Zwischenbilanz_Reine_Ruhr">Pressekonferenztext des Ministers lesen</a></p>

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute eine positive Zwischen­bilanz des Programms „Reine Ruhr“ gezogen, das er vor einem Jahr zur weiteren Verbesserung der Gewässer- und Trinkwasserqualität in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen hatte. „Wir wollen mit einer Vorsorgestrategie vor allem Mikroverunreinigungen reduzieren, zum Beispiel Arzneimittelrückstände und hormonell wirksame Substanzen, die bereits in geringen Konzentrationen die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können“, sagte Uhlenberg.

Uhlenberg will die Überwachung der Abwassereinleitungen, der Ge­wässer, des Roh- und Trinkwassers miteinander verzahnen, um problematische Stoff-Einträge, insbesondere „neue“ Stoffe möglichst früh indentifizieren zu können. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten an einem Indirekteinleiterkataster abgeschlossen sein, das die Möglichkeit bieten wird, den Eintrag von Industriechemikalien in kommunale Klär­anlagen und letztlich in die Gewässer festzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Programms „Reine Ruhr“ ist das Multi-Barrieren-Prinzip. Das bedeutet, Schutzmaßnahmen vorrangig vorzu­nehmen an der Quelle der Gefährdung, beispielsweise bei Industrie-Einleitern und Krankenhäusern, bei der Abwasserbehandlung sowie bei der Trinkwasseraufbereitung.

Der jüngste Fall „Sulfolan“ zeigte nach Angaben des Umweltministers, dass das Programm „Reine Ruhr“ wirkt. Nach dem Identifizieren und Bewerten dieses bislang noch unbekannten Stoffes konnten die Behör­den kurzfristig handeln und Maßnahmen am Ort der Gefährdung veran­lassen.

Auch die PFT-Belastungen wurden aufgrund dieser vielfältigen Maß­nahmen erheblich reduziert. So werden zum Beispiel heute bei etwa 50 Firmen Ersatzstoffe eingesetzt. Einige Firmen haben Technik zur besse­ren Behandlung des Abwassers installiert. Daneben haben wir den Ein­satz PFT-haltiger Feuerlöschschäume zu Übungszwecken verboten. Im Ergebnis unterschreiten die PFT-Werte überall in Nordrhein-Westfalen die entsprechenden Grenzwerte.

Durch den Einsatz einer Umkehr-Osmose-Anlage bei der Firma Perstorp konnte die Tosu-Konzentration in der Ruhr deutlich reduziert werden.

Im Krankenhaus Walbröl werden stark arzneimittellastige Abwässer in einem Membran-Bioreaktor behandelt.

Bei der Trinkwasseraufbereitung werden von einigen Wasserversorgern bereits zielgerichtet weitergehende Maßnahmen installiert, zum Beispiel die Behandlung des Wassers mit Aktivkohle oder Ozon. Einige Wasser­aufbereitungsanlagen, wie z.B. in Essen-Steele oder Echthausen werden derzeit modernisiert.

Begleitet und fachlich unterstützt wird das Programm „Reine Ruhr“ durch eine Expertenkommission, die aus drei hochrangigen und mit der Materie intensiv befassten Wissenschaftlern besteht. Dies sind Professor Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffent­liche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn, Professor Klaus Kümmerer vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg sowie Professor Helmut Kroiss vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft in Wien.

„Ich bin froh darüber, dass unsere Strategie beim Programm Reine Ruhr von der Expertenkommission ausdrücklich befürwortet und mitgetragen wird“, erklärte Uhlenberg.

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