Öko-Kontrolle verbessern

4. Februar 2009

Minister Eckhard Uhlenberg: Öko-Kontrolle verbessern

Als Konsequenz aus dem schwerwiegenden Verstoß gegen die EG-Öko-Verordnung bei einer Biogeflügel-Unternehmensgruppe in Delbrück will Minister Eckhard Uhlenberg das System der Ökokontrolle verbessern. „Die zweistufig organisierte Kontrolle der Bioproduktion mit privaten Kontrollstellen und staatlicher Überwachung muss stärker risiko- und schwachstellenorientiert arbeiten", sagte der Umweltminister.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Als Konsequenz aus dem schwerwiegenden Verstoß gegen die EG-Öko-Verordnung bei einer Biogeflügel-Unternehmensgruppe in Delbrück will Umweltminister Eckhard Uhlenberg das System der Ökokontrolle verbessern. „Die zweistufig organisierte Kontrolle der Bioproduktion mit privaten Kontrollstellen und staatlicher Überwachung muss stärker risiko- und schwachstellenorientiert arbeiten. Deshalb soll vor allem im Futter- und Geflügelbereich die Kontrolle verbessert werden.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hatte im No­vember und Dezember des vergangenen Jahres im Rahmen von Routi­nekontrollen in Futtermittelbetrieben festgestellt, dass landwirtschaft­liche Betriebe der Bio-Unternehmensgruppe in Delbrück über längere Zeit konventionelle Futtermittel bezogen hatten. Weitere Prüfungen in nachgelagerten Verarbeitungs- und Handelsunternehmen zeigten, dass auch konventionelle Geflügel-Produkte in größerem Umfang zugekauft worden waren. Es besteht der Verdacht, dass das Bio-Siegel zu Unrecht verwendet worden ist. Uhlenberg sieht darin eine „Täuschung der Verbraucher“. Die privatwirtschaftlichen Öko-Kontrollstellen hatten diese Manipulation bei ihren Betriebsprüfungen nicht entdeckt. Die Ursachen dafür müssen analysiert werden. Außerdem muss das gesamte Kon­trollsystem sowie das Zusammenspiel zwischen privatwirtschaftlicher und staatlicher Überwachung („Kontrolle der Kontrolleure“) überprüft werden.

Der Minister verwies auf die insgesamt 2.800 ökologisch wirtschaften­den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen (aus den Bereichen Erzeu­gung, Verarbeitung und Handel). „Die vielen ehrlichen Biobetriebe ha­ben es verdient, dass man wirksam kontrolliert und Betrugsfälle auf­deckt. Der Ökomarkt lebt besonders vom Vertrauen seiner Kunden. Der Staat muss genau darauf achten, dass nicht durch wenige unredliche Akteure mit krimineller Energie der Ruf einer ganzen Branche beschä­digt wird“, erklärte Uhlenberg.

Das Ministerium wird mit allen Beteiligten Gespräche führen, um über eine Verbesserung der Kontrolle der Ökoproduktion zu beraten.

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