Minister Wolf zeichnet 15 Persönlichkeiten mit der Sportplakette aus

9. November 2009

Minister Dr. Ingo Wolf zeichnet 15 Persönlichkeiten mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen aus / 50. Verleihung der Sportplakette auf der MS Rhein Energie

Stellvertretend für Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat Innenminister Ingo Wolf heute 15 Persönlichkeiten mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. In einer Feierstunde aus Anlass der 50. Verleihung der Sportplakette des Lan­des Nordrhein-Westfalen auf der MS Rhein Energie würdigte der In­nenminister die elf Männer und vier Frauen.

Dr. Norbert Fohler, Emmerich,

übernahm bereits als aktiver Tennisspieler ehrenamtlich Verantwortung. 1973 zählte er zu den Mitbegründern des Stadtsportverbandes Geldern und von 1983 bis 1987 leitete er als Vorsitzender die Geschicke des TC Rot-Weiß Emmerich. Als Arzt für Orthopädie und Sportmedizin brachte er zudem früh seine umfassenden Fachkenntnisse in die Übungsleiterausbildung ein. Seine Erfahrungen veranlassten ihn, das St. Willibrord-Spital in Emmerich zu einer Schwerpunkteinrichtung im Bereich Leistungsdiagnostik und me­dizinischen Versorgung von Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportlern auszubauen. Seiner Initiative war es auch zu verdanken, dass sich das Krankenhaus der Herzinfarktrehabilitation durch Sport widmete.

Auf Verbandsebene war Dr. Norbert Fohler Mitglied des Vorstandes der Sporthilfe e.V. und er ist bis heute Vorstandsmitglied des Sportärzte­bundes Nordrhein sowie Verbandsarzt im Tennisverband Niederrhein. Bis 1989 war er ebenfalls Verbandsarzt im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und im Deutschen Tischtennis-Bund. Zudem wurde er zum leitenden Mediziner der World-Games 2005 in Duisburg berufen.

Sue Kussbach, Kamen,

ist eine erfolgreiche Segelfliegerin. Bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften der Standardklasse der Frauen in den Jahren 2000, 2004 und 2006 erreichte sie den 1. Platz. 2008 wurde Sue Kussbach Deutsche Vizemeisterin.

Seit 1998 gehört sie der deutschen Segelflugnationalmannschaft der Frauen an. Ein sportlicher Höhepunkt ihrer bisherigen internationalen Karriere war der Titel der Vize-Weltmeisterin im Jahr 2003, der durch den Gewinn der Weltmeisterschaft der Frauen Anfang August 2009 in Ungarn noch gesteigert wurde. Ihre Erfahrungen als erfolgreiche Segelfliegerin gibt sie als ehrenamtliche Cheffluglehrerin und Abteilungsleiterin Segelflug ihres Vereins „Luftsportfreunde 2000 Kamen“ weiter.  Des Weiteren ist Sue Kussbach seit 1999 Vizepräsidentin und Frauenbeauftragte des Deutschen Aero-Clubs - Landesverband Nordrhein-Westfalen. Für ihre sportlichen Erfolge wurde Sue Kussbach von ihrer Heimatstadt Kamen dreimal zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Prof. Dr. August-Wilhelm Meyer, Petershagen,

begann seine Funktionärskarriere bei den Lübbecker Reitern. 1980 übernahm er für 22 Jahre den Vereinsvorsitz, um sich hiernach als Schriftführer und später als Sportwart zur Verfügung zu stellen.

Sein Engagement und seine anerkannte Kompetenz führten dazu, dass er 1994 erstmals zum Vorsitzenden des Kreissportbundes Minden-Lüb­becke gewählt wurde. Unter seiner Ägide, die bis in das Jahr 2008 währte, entwickelte sich der Kreissportbund zu einem der Trendsetter in Nordrhein-Westfalen. Frühzeitig stärkte er dessen Profil in den The­menfeldern „Sport und Gesundheit“ und „Sport der Älteren“.

Prof. Meyer erkannte die Notwendigkeit, die Arbeit des Kreissportbun­des durch Hauptberuflichkeit weiter zu professionalisieren. Mit neuein­gestellten Sportfachkräften konnte das Angebot erheblich ausgeweitet sowie zahlreiche neue Projekte und Einzelmaßnahmen ins Leben ge­rufen und nachhaltig umgesetzt werden.

Prof. Meyer vertrat den Bezirk der Sportbünde aus Ostwestfalen-Lippe im Landessportbund und arbeitete dort in wichtigen Ausschüssen mit.

Nachdem Prof. Meyer am 24. Mai 2008 nicht mehr zur Wahl des Vorsit­zenden des Kreissportbundes antrat, wurde er als erster Sportfunktionär mit der Sportmedaille des Kreises Minden-Lübbecke ausgezeichnet.

Barbara Pudelko, Krefeld,

begann ihre aktive sportliche Laufbahn im Alter von zehn Jahren als Mitglied im Mädelturnverein Krefeld 1956 e.V. Bereits mit 16 Jahren wurde sie Übungsleiterin mit den Schwerpunkten „Turnen für Kinder, Mädchen und Frauen“.

In die Vorstandsarbeit ihres Vereins wurde Barbara Pudelko bald als Jugendwartin und Frauenwartin eingebunden. Seit 2001 ist sie Beisitze­rin im Vorstand.

Im Rheinischen Turnerbund war sie mehrere Jahre Mitglied im Frauenausschuss.Barbara Pudelko kann darüber hinaus auf eine mehr als 40-jährige Tä­tigkeit im Stadtsportbund Krefeld zurückblicken. Sie war Jugendwartin und Vertreterin der Sportjugend im Krefelder Jugendring (1968-1980), Frauenbeauftragte (1980-1990) und Stellvertretende Vorsitzende des SSB Krefeld (1990-2008). Für ihre langjährigen, vielfältigen Verdienste wurden Barbara Pudelko die Ehrennadel des MTV Krefeld und die Verbandsehrennadel des Rheinischen Turnerbundes verliehen.

Dr. Rudolf Salmen, Lünen,

entwickelte früh seine Verbundenheit zum Schwimmsport. Im 1. Pader­borner Schwimmverein war er aktiv als Mitglied der Schwimm- und Wasserballmannschaft. In die Vereinsführung brachte er sich als Pres­sewart und 2. Vorsitzender ein. Dieses Engagement setzte Dr. Rudolf Salmen an seinem heutigen Wohnort Lünen fort. Auch dort war er in verschiedenen Ehrenämtern ein engagierter Mitarbeiter in der Führung der örtlichen Sportvereine. Als Stadtdirektor der Stadt Lünen initiierte er den Zusammenschluss ver­schiedener Schwimmvereine zur Startgemeinschaft Lünen.

Auf Verbandsebene ist Dr. Rudolf Salmen von 1992 bis heute Vizeprä­sident des Schwimmverbandes Nordrhein-Westfalen und ein sehr kom­petenter Rechtsberater in allen Fragen des Vereins- und Verbands­rechts. Wegweisend war seine Initiative zur Gründung der „Arbeits­gruppe Bäder“ im Schwimmverband Nordrhein-Westfalen. Diese Ar­beitsgruppe konnte in wenigen Jahren viele Vereine unterstützten, die vor Ort mit Problemen beim Betreiben von Bädern konfrontiert wurden.

Lena Schöneborn, Niederkassel,

ist eine Ausnahmesportlerin im Modernen Fünfkampf, der durch die un­terschiedlichen Disziplinen Reiten, Fechten, Schießen, Schwimmen und Laufen besondere Anforderungen an die konditionellen und psychischen Fähigkeiten der Sportlerinnen und Sportler stellt. In der Regel erreichen Athleten im Modernen Fünfkampf erst mit 25 Jahren oder später ihr Höchstleistungsalter. Bei Lena Schöneborn war dies alles anders.

2004 war Lena Schöneborn noch Teilnehmerin am olympischen Ju­gendlager. 2008 bereits Olympiasiegerin. Dem gingen schon große Er­folge voraus: Siege bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 im Ein­zel wie auch in der Staffel, 2006 folgten drei sechste Plätze bei Welt­cups, bei der Weltmeisterschaft im August 2007 in Berlin holte sie den Vizeweltmeistertitel, außerdem Silber im Team und Bronze in der Staf­fel. Mit ihren 23 Jahren ist Lena Schöneborn bereits eine reife Athletin, die auch als Aktivensprecherin im Deutschen Verband für Modernen Fünf­kampf Verantwortung übernimmt.

2005 und 2007 belegte Lena Schöneborn bei der Wahl der Sportlerin des Jahres den dritten bzw. zweiten Platz. Im Jahr 2005 erhielt sie die Sportehrenmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen.

Silke Spiegelburg, Leverkusen,

machte bereits 2001 international auf sich aufmerksam, als sie die Weltmeisterschaften im Stabhochsprung der Altersklasse U18 gewann.

Dem 1. Platz bei den U20 Junioren-Europameisterschaften 2003 folgte ein Jahr später die Qualifikation mit 18 Jahren für die Olympischen Spiele in Athen. Dort belegte sie Rang 13. 2005 wurde Silke Spiegel­burg erneut Junioren-Europameisterin. Im gleichen Jahr stellte sie in Münster mit 4,48 Metern einen U20-Weltrekord auf.

Weitere beachtliche Platzierungen und Erfolge bei nationalen und inter­nationalen Meisterschaften folgten. Bei den Olympischen Sommerspie­len 2008 in Peking belegte Silke Spiegelburg - zwischenzeitlich dreima­lige Deutsche Meisterin geworden - im Vergleich der weltbesten Stab­hochspringerinnen den siebten Platz.

Bei der Hallen-Europameisterschaft 2009 in Turin gelang es ihr den deutschen Hallenrekord um 4 cm auf 4,75 m zu schrauben. Mit dieser Höhe gewann Silke Spiegelburg die Silbermedaille.

Wolfgang Süllwald, Münster,

kam 1948 zum Fechtsport. Als Säbelfechter gehörte er 1951 der Saar­ländischen Nationalmannschaft an. Er qualifizierte sich für die Fecht­weltmeisterschaften 1953 und 1954, die er jeweils mit Platzierungen im oberen Drittel abschloss. 1956 legte Wolfgang Süllwald die Prüfung zum Diplom Fechtmeister ab. Seit diesem Zeitpunkt unterrichtete er unzählige Kinder und Jugendliche in vielen nordrhein-westfälischen Vereinen.

Im Februar 1994 wurde er zum Geschäftsführer des Westfälischen Fechter-Bundes gewählt. Hiermit verbunden ist zugleich das Amt des Geschäftsführers des Rheinisch-Westfälischen Fechter-Bundes. Beide Ämter sind Ehrenämter, die er bis heute inne hat. Wolfgang Süllwald wurden für seine Verdienste im Fechtsport die Gol­dene Ehrennadel des Westfälischen Fechter-Bundes und der Silberne Ehrenteller des Deutschen Fechter-Bundes verliehen.

Kai Vorberg, Köln,

entschied sich im Alter von elf Jahren dazu Voltigierer zu werden und schon fünf Jahre später wurde er Vizeeuropameister im Einzelvoltigie­ren. In der Folgezeit entwickelte sich Kai Vorberg zum erfolgreichsten Voltigierer der Welt.

Seit 1997 gewann Kai Vorberg zahlreiche nationale und Internationale Turniere und Deutsche Meisterschaften. Weltmeister wurde er in den Jahren 2004 und 2005, Europameister 2005 und 2007. Viermal wurde Kai Vorberg Vizeeuropameister, 2008 Vizeweltmeister. Hinzu kommen bis heute sieben Deutsche Meistertitel und vier Erfolge beim CHIO in Aachen. Inzwischen ist Kai Vorberg auch ein erfolgreicher Trainer. Von ihm trai­nierte Teammitglieder der Jugend Reiter Gruppe Köln gingen bereits erfolgreich bei Europameisterschaften an den Start. Im Jahr 2008 erhielt Kai Vorberg die Sportehrenmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen.

Klaus Walter, Ratingen,

gewann 1962 und 1963 die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Badminton. Später kamen sechs Siege bei den Westdeutschen Meister­schaften hinzu.

Klaus Walter blieb seinem Sport auch als Funktionär verbunden. Im Lehrausschuss, als Schulsportreferent und im Leistungssportausschuss des Badminton Landesverbandes Nordrhein-Westfalen brachte er seine Kenntnisse und Fähigkeiten ein. Auch im Deutschen Badminton Ver­band waren seine Kompetenzen in verschiedenen Ausschüssen gefragt. Von 1988 bis 2008 war Klaus Walter Vizepräsident des Bundesverban­des.

Für sein erfolgreiches ehrenamtliches Engagement wurde Klaus Walter mehrfach geehrt. Im Juni 2008 ernannte ihn der Deutsche Badminton Verband zum Ehrenmitglied.

Heinz-Hubert Werker, Niederzier,

begann seine sportliche Karriere 1954 als Fußballspieler des Spielver­eins 06 Düren.  1960 startete Heinz-Hubert Werker seine 46 Jahre währende Schieds­richterlaufbahn im Fußballkreisverband Düren. 1965 wurde er zudem Mitglied im Schiedsrichterausschuss und weitere Aufgaben im Fußball­kreis kamen im Laufe der Zeit hinzu: Schiedsrichterobmann, Techni­scher Obmann und bis 2007 war Heinz-Hubert Werker Staffelleiter im Seniorenbereich.

Ab 1971 wurde Heinz-Hubert Werker zusätzlich auf Verbandsebene tä­tig. Nach mehreren Jahren Beisitzertätigkeit ist Heinz-Hubert Werker seit 1977 Vorsitzender der Bezirksspruchkammer II des Fußballver­bands Mittelrhein und seit 2001 Vorsitzender des Verbandsgerichtes des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes. Beisitzer des DFB Kontrollausschusses ist Heinz-Hubert Werker seit 2007.

Von 1974 bis 2007 war Heinz-Hubert Werker stellvertretender Vorsit­zender des Kreissportbundes Düren und von 1975 bis 2007 zudem 1. Vorsitzender des Gemeindesportverbandes Niederzier. Für sein erfolgreiches ehrenamtliches Engagement ehrte ihn der Fuß­ballverband Mittelrhein mit der Silbernen Verdienstnadel sowie mit der Silbernen und Goldenen Ehrennadel. Der Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband verlieh ihm die Silberne Ehrennadel sowie der Deutsche Fußballbund die Verdienstnadel. Der Fußballkreis Düren er­nannte ihn zum Ehrenmitglied und der Kreissportbund Düren zum Ehrenvorstandsmitglied.

Theo van Zütphen, Moers,

war von 1949 bis 1960 als Kunstradfahrer mehrmaliger Bezirks- und Landesmeister. Auch als Radballspieler war er bis 1970 aktiv. Von 1962 bis 1985 wurde er als Motorsportler mehrmaliger Bezirks-, Landes- und Bundesmeister des Rad- und Kraftfahrerbundes Solidarität.

Seit 1958 übernahm Theo van Zütphen ehrenamtliche Aufgaben. Heute noch ist er unter anderem als Vereinsvorsitzender, Landesjugendleiter, als Bundesradsportleiter und Bundesvizepräsident im Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität tätig.  Von 1979-2004 war Theo van Zütphen Mitglied im Vorstand des Stadtsportverbandes Moers. Als Ausdruck seiner ehrenamtlichen Tätigkeit über mehr als 50 Jahre hat er die goldene Nadel des RKB Solidarität, die Ehrenplakette der Stadt Moers, die Goldene Ehrenplakette der Bundessportleitung im RKB Solidarität, die Goldene Ehrennadel mit Brillianten vom Grafschafter Rad- und Motorsportverein Moers sowie als höchste Auszeichnung den Ehrenbrief der RKB Solidarität erhalten.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Seiten

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.