Minister Wolf: Fußball nicht anders behandeln als andere Veranstalter

21. Dezember 2009

Minister Dr. Ingo Wolf: Fußball nicht anders behandeln als andere Veranstalter / Kostenforderung an DFB rechtlich heißes Eisen

„Kosten für Polizeieinsätze den Fußballvereinen in Rechnung zu stellen, verletzt das Gleichheitsgebot“, sagte Innen- und Sportminister Ingo Wolf anlässlich eines Treffens der Innen­minister mit dem DFB in Frankfurt.

Das Innenministerium teilt mit:

„Kosten für Polizeieinsätze den Fußballvereinen in Rechnung zu stellen, verletzt das Gleichheitsgebot“, sagte Innen- und Sportminister Dr. Ingo Wolf heute (21. Dezember 2009) anlässlich eines Treffens der Innen­minister mit dem DFB in Frankfurt. „Bei aller berechtigten Empörung über verletzte Polizisten und hohen Einsatzkosten – bei einer ver­gleichsweise kleinen Zahl von Randalierern – ist eine Rechnungs­stellung an den DFB ein rechtlich heißes Eisen und löst auch nicht das Problem der Gewalt gegenüber unserer Polizei.“ Im Übrigen gebe es keinen Beschluss der Innenministerkonferenz, der den DFB für Polizei­einsatz zur Kasse bittet, ergänzte Wolf.

Für die Gewährung der öffentlichen Sicherheit stehe der Staat mit seinen Steuerngeldern ein. Wolf: „Warum soll der Fußball zahlen, wenn marodierende Links- und Rechtsextremisten bei Demonstrationen oder gewalttätige Fans bei Rockkonzerten, im Karneval oder auf dem Oktoberfest ohne eine Kostenbelastung davonkommen?“ Dass Polizis­ten bei ihren Einsätzen von randalierenden Chaoten verletzt werden sei verabscheuungswürdig und kein alleiniges Problem der 1.und 2. Bun­desliga. „Es ist daher wünschenswert, dass sich der deutsche Fußball­bund und die deutsche Fußballliga noch mehr auf dem präventiven Sektor und in Fanprojekten zum Thema ‚Gewalt im Sport’ engagieren“, forderte der Innenminister. Ein gutes Beispiel hierfür sei die vom FC Bayern München aktuell geplante Initiative zu mehr Respekt für die Fans des Gegners. Solche und weitere Projekte seien wichtig, damit Fairness und Toleranz den Sport bestimmen und Gewalt und Rassismus keine Chance haben. „Derartige Initiativen sollte sich Fußball auch etwas kosten lassen“, sagte Wolf.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Innenministeriums, Telefon 0211 871 2300 oder -2301.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

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