Neue Perspektiven für Flüchtlinge aus dem Irak

3. April 2010

Minister Armin Laschet zum Jahrestag der ersten Aufnahme irakischer Christen in Nordrhein-Westfalen: „Neue Perspektiven für ein friedvolles und geschütztes Leben bieten“

Das Land Nordrhein-Westfalen hat innerhalb eines Jahres 520 verfolgten Christen aus dem Irak eine neue Heimat geboten.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

"Heute vor genau einem Jahr haben wir in Nordrhein-Westfalen die ersten 27 irakischen Christen in Nordrhein-Westfalen mit einer Willkommensfeier im Integrationsministerium empfangen. Sie und inzwischen 493 weitere irakische Flüchtlinge haben in unserem Land eine neue Heimat gefunden", sagte heute (3. April 2010) Integrationsminister Armin Laschet in Düsseldorf.

Am 3. April 2009 begrüßte Minister Laschet zusammen mit den Oberbürgermeistern der ersten vier Aufnahmestädte (Aachen, Bonn, Düsseldorf und Essen), Landtagsabgeordneten, Vertretern der Kirchen und dem Integrationsbeauftragten der Landesregierung, Thomas Kufen, die ersten irakischen Flüchtlinge.

"Wir wollen für diese von Flucht und Vertreibung gezeichneten Menschen, die ihr Heimatland Irak vor allem wegen ihres christlichen Glaubens verlassen mussten, und zunächst in Syrien und Jordanien Zuflucht suchten, eine neue Perspektive für ein friedvolles und geschütztes Leben bieten. Gemeinsam mit den Kommunen des Landes, den Integrationsakteuren vor Ort und den Kirchen haben wir eine neue Willkommenskultur geschaffen, die zu einer schnellen Orientierung und gelingenden Integration der schutzbedürftigen Irakerinnen und Iraker beiträgt", so Minister Laschet heute. "Ich wünsche Ihnen allein nach langem wieder ein friedliches Osterfest!"

Von rund 550 irakischen Flüchtlingen, die Nordrhein-Westfalen aufnehmen will, sind derzeit 520 angekommen. Der letzte Flug aus Syrien wird im April auch für Nordrhein-Westfalen noch besonders schutzbedürftige Personen aus dem Irak an Bord haben. Dann ist dieses für Deutschland erstmalige Verfahren zur Neuansiedlung von Flüchtlingen abgeschlossen. Deutschland ist seinen humanitären Verpflichtungen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder nachgekommen ist, zum Beispiel mit der Aufnahme tausender vietnamesischer Bootsflüchtlinge.

Enge verwandtschaftliche oder religiöse Beziehungen in nordrhein-westfälische Kommunen sowie das Vorhandensein von (spezifischen) Beratungs-, Betreuungs-, Behandlungs- und Integrationsstrukturen und -aktivitäten vor Ort haben bei der Auswahl der aufnehmenden Kommunen maßgebliche Berücksichtigung gefunden.

Auf der Grundlage dieser Kriterien haben die 520 Männer, Frauen und Kinder - religiöse Minderheiten, Folteropfer, Kranke, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern - bisher in 36 Kommunen Aufnahme gefunden. Mit vorbildlicher Aufnahmebereitschaft und großem Engagement haben die Städte und Gemeinden des Landes in enger Kommunikation und Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg die Flüchtlinge aus dem Irak aufgenommen. Dabei haben Essen (88 Personen), Düsseldorf (59 Personen), Köln (45 Personen), Bonn und Mönchengladbach (jeweils 32 Personen) und Aachen (30 Personen) den meisten irakischen Schutzbedürftigen eine neue Heimat geboten.

Über die Hälfte der aufgenommenen Flüchtlinge sind Frauen, knapp 80 Prozent jünger als 45 Jahre alt, davon 42 Prozent unter 18 Jahre.

Minister Laschet: "Der geringe Altersdurchschnitt ist ein Pfund im demografischen Wandel unserer Gesellschaft. Wir wollen dabei helfen, dass diese neu Zugewanderten ihre Potenziale entfalten können. Wir wollen sie begleiten, wollen sehen, wie ihre weitere Integration gelingt, wollen sehen, wo es im Integrationsprozess konkret hakt, wo möglicherweise nachgesteuert werden muss. Es liegt in unser aller Interesse, dass die Integration dieser Frauen und Männer gelingt."

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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