Zuflucht: Neue Heimat für 545 irakische Flüchtlinge

29. April 2010

Minister Armin Laschet zum Abschluss der Aufnahmeaktion irakischer Christen in Nordrhein-Westfalen: „Eine sichere Zukunft in einer neuen Heimat bieten“

Vor gut einem Jahr sind in Nordrhein-Westfalen die ersten 27 irakischen Christen mit einem herzlichen Willkommen im Integrations­ministerium begrüßt worden. Sie und weitere 518 irakische Flüchtlinge haben in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

"Vor gut einem Jahr haben wir in Nordrhein-Westfalen die ersten 27 irakischen Christen mit einem herzlichen Willkommen im Integrations­ministerium begrüßt. Sie und weitere 518 irakische Flüchtlinge haben in unserem Land eine neue Heimat gefunden. Damit hat Nordrhein-Westfalen noch einige Flüchtlinge mehr als vorgesehen aufgenommen", sagte heute (29. April 2010) Integrationsminister Armin Laschet in Düsseldorf.

Im letzten Jahr hat Deutschland den Einstieg in eine neue Qualität von Neuansiedlung schutzbedürftiger Flüchtlinge gewagt. Im Schulter­schluss mit anderen europäischen Mitgliedstaaten bietet Deutschland 2.500 besonders schutzbedürftigen Irakerinnen und Irakern, die ihr Heimatland vor allem wegen ihres christlichen Glaubens verlassen mussten und zunächst in Syrien und Jordanien Zuflucht suchten, eine neue Perspektive für ein friedvolles und geschütztes Leben. Die Auf­nahme dieser Personen, für Nordrhein-Westfalen sind es 545 irakische Flüchtlinge, ist nun abgeschlossen. Damit endet das für Deutschland erstmalige Verfahren zur Neuansiedlung von Flüchtlingen.

"Die letzte Maschine aus Syrien ist in dieser Woche in Hannover gelandet. Nordrhein-Westfalen wird von den letzten 186 irakischen Flüchtlingen nochmals 23 Personen aufnehmen. Enge verwandtschaft­liche oder religiöse Beziehungen in unsere Kommunen sowie das Vor­handensein von (spezifischen) Beratungs-, Betreuungs-, Behandlungs- und Integrationsstrukturen und -aktivitäten vor Ort werden nach wie vor bei der Auswahl der letzten aufnehmenden Kommunen maßgebliche Berücksichtigung finden", sagte Minister Laschet.

Auf der Grundlage dieser Kriterien haben diese besonders schutz­bedürftigen Flüchtlinge - religiöse Minderheiten, Folteropfer, Kranke, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern - in den bisher 36 nordrhein-westfälischen Kommunen Aufnahme gefunden. Die vorbildliche Auf­nahmebereitschaft und das große Engagement der Städte und Gemein­den des Landes gepaart mit der engen Kommunikation und Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg hat für einen reibungslosen Ablauf des Aufnahmeverfahrens gesorgt.

"In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen unseres Landes, mit den zahlreichen Integrationsakteuren vor Ort, den Trägern der Freien Wohl­fahrtspflege und den Kirchen bereiten wir gemeinsam den Weg für ein neues Leben in geschützter, geborgener und sicherer Umgebung. Gemeinsam mit diesen Akteuren haben wir eine neue Willkommens­kultur geschaffen, die zu einer schnellen Orientierung und gelingenden Integration der schutzbedürftigen Flüchtlinge beitragen kann. Mein Dank gilt den Kommunen für ihre Aufnahmebereitschaft und allen am Auf­nahmeverfahren Beteiligten, die mit großem Engagement und beson­derem Einsatz dazu beigetragen haben und weiter dazu beitragen werden, dass die Flüchtlinge bei uns eine neue Heimat finden", so der Minister.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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