Über Religionsfreiheit kann man nicht abstimmen

30. November 2009

Minister Armin Laschet: „Über Religionsfreiheit kann man nicht abstimmen - Gefahr auch für christliche Kirchen“

Anlässlich des internationalen Kongresses „Interreligiosität und Interkulturalität“ des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e. V. in Köln betonte Integrationsminister Armin Laschet, dass die Religionsfreiheit und Grundrechte nicht zur Basis von Volksabstimmungen gemacht werden dürften, so wie das in der Schweiz geschehen sei.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Anlässlich des internationalen Kongresses „Interreligiosität und Interkulturalität“ des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e. V. in Köln betonte heute (30. November 2009) Integrationsminister Armin Laschet, dass die Religionsfreiheit und Grundrechte nicht zur Basis von Volksabstimmungen gemacht werden dürften, so wie das in der Schweiz geschehen sei. „In manchen Gegenden Deutschlands sind Kirchenmitglieder in der Minderheit. Was wäre das Ergebnis, wenn über das Glockengeläut am Sonntag abgestimmt würde?“, fragte der Minister.

Laschet betonte, dass es gerade in einem Land, in dem jeder vierte Einwohner eine Zuwanderungsgeschichte hat, besonders wichtig sei, den Zusammenhang von Religion, Kultur und Integration zu verstehen. Mit Blick auf die Bedeutung von kultureller und religiöser Vielfalt in Nordrhein-Westfalen als Herausforderungen für die Integrationspolitik stellte Minister Laschet fest: „In unserer Einwanderungsgesellschaft ist die Vielfalt der Religionen und Kulturen groß und der gemeinsame interreligiöse und interkulturelle Dialog daher sehr wichtig.“

Das Ergebnis der Volksabstimmung in der Schweiz zeige aber, dass die islamischen Gemeinden sich noch mehr öffnen und ihre Religion erklären müssten. „Vorurteile und Vorbehalte baut man nur ab durch Offenheit und Klarheit, nicht durch Rückzug“, sagte der Minister.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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